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Vier Hektaren Stroh und Stoppeln abgebrannt

Im Wind, der am Mittwochabend blies, geriet in Berg ein abgeerntetes Weizenfeld in Brand. Gelöscht wurde es von der Feuerwehr und mit zwei Güllenwagen.

Der heftige Wind am Mittwochabend sorgte dafür, dass sich der Brand schnell ausbreitete.
Der heftige Wind am Mittwochabend sorgte dafür, dass sich der Brand schnell ausbreitete.
Madeleine Schoder

Von Bränden in Wäldern und auf Feldern ist aktuell häufig zu hören. Die meisten Meldungen stammen aus Ländern am Mittelmeer, zuletzt aus Italien, Kroatien und Montenegro.

Am Mittwoch aber geriet ein frisch abgeerntetes Weizenfeld an der Weierstrasse in Berg bei Dägerlen in Brand. Um 18.30 Uhr erreichten Anrufe die Kantonspolizei und die Feuerwehr Hettlingen-Dägerlen. Ausgehend von mehreren Strohballen breitete sich das Feuer auf das bloss wenige Meter vom Dorf Berg entfernte Weizenfeld aus. Auf dem Feld war ein Lohnunternehmer damit beschäftigt, das am Boden liegende Stroh in Ballen zu pressen. Ein heftiger Wind trieb die Funken aus den brennenden Ballen auf die noch ungepressten Strohmädli. Ungefähr vier Hektaren Stroh und Stoppeln brannten ab.

Im Normalfall schiessen die Flammen gegen den Himmel, doch am Mittwochabend drückte sie der von Westen kommende starke Wind hinunter aufs Feld.

Es sei eine ungewohnte Situation gewesen, sagt Feuerwehrkommandant Roman Müller, der mit 31 Leuten und dem ganzen Fuhrpark der Feuerwehr Hettlingen-Dägerlen im Einsatz stand. «Die Wetterlage war sehr ungünstig.» Im Normalfall schiessen die Flammen gegen den Himmel, doch am Mittwochabend drückte sie der von Westen kommende starke Wind hinunter aufs Feld. Kurze Zeit habe man befürchten müssen, das Feuer könnte auf das benachbarte Schützenhaus überspringen, sagt Müller. Im Blick behielt die Feuerwehr auch die ans brennende Feld anstossenden Liegenschaften im Dorf Berg.

Ungeklärte Brandursache

Mit Wasser aus einem Tanklöschfahrzeug gelang es den Feuerwehrmännern rasch, die in Flammen stehenden Strohballen zu löschen. Das brennende Stroh und die glühenden Stoppeln auf dem Feld löschten derweil zwei Bauern, die mit ihren Güllenwagen Wasser spritzten. Bei einem Kontrollgang um 21 Uhr seien auf dem Feld keine Brandnester mehr auszumachen gewesen, sagt Kommandant Müller.

Wie die Strohballen in Brand gerieten, ist ungeklärt und wird untersucht. Die Kantonspolizei Zürich geht laut Mediensprecher Stefan Oberlin von einer technischen Ursache aus. Einen Funken geschlagen haben könnte beispielsweise ein Stein, der in der Mechanik der sowieso heiss laufenden Strohballenpresse eingeklemmt war. Vorläufig kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass beispielweise ein glühender Zigarettenstummel am Anfang des Brandes stand.

Kleiner Sachschaden

Der finanzielle Verlust durch den Brand sei nicht «riesig», sagt Bäuerin Ruth Wolfer, der das Feld zusammen mit ihrem Mann gehört. Abgebrannt sei nur das Stroh, die Ballenpresse sei zum Glück nicht Opfer der Flammen geworden. Dies im Gegensatz zum Brand in Unterstammheim, wo am Montag ein Mähdrescher ausbrannte und ebenfalls ein Weizenfeld in Brand geriet.

Auch in Berg spritzten die Feuer­­wehrleute die Ballenpresse sicherheitshalber mit Wasser ab. Ob sie dabei beschädigt wurde, ist offen. Grundsätzlich sind die Sachschäden ­– inklusive dem verbrannten Stroh ­– durch eine Versicherung gedeckt, eben­so die Auslagen der Feuerwehr für ihren Einsatz.

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