Effretikon

«Von den vielen Klimmzügen hatte ich Blasen an den Händen»

Als Moderator und Musikchef bei Radio 1 sitzt Dani Wüthrich viel am Bürotisch, in seiner Freizeit mag er es aber aktiver. Dieses Jahr hat er beim Ninja Warrior Run Switzerland teilgenommen.

Beim Ninja Warrior Run hatte Radiomoderator Dani Wüthrich auch einen Hindernisparcours zu bewältigen. Foto: PD

Beim Ninja Warrior Run hatte Radiomoderator Dani Wüthrich auch einen Hindernisparcours zu bewältigen. Foto: PD

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Ein Ninja zu sein ist für viele ein Bubentraum, war es auch Ihrer?
Dani Wüthrich: Kampfsport hat mich schon immer begeistert. Bereits mit sechs Jahren habe ich mit Judo angefangen. Wenn ich als Kind in die Turnhalle kam, wäre ich am liebsten immer gleich an den Turnstangen herumgeklettert. Davon, ein Ninja zu sein, habe ich aber nie geträumt (lacht).

Treiben Sie auch heute noch viel Sport?
Ich mache Judo und Basketball, aber leider etwas weniger oft als früher. Wegen eines Kreuzbandrisses musste ich mich schonen.

Trotzdem haben Sie sich beim Ninja Warrior Run angemeldet. Warum?
Ich habe jeweils die amerikanischen und deutschen Versionen der Sendung im Fernsehen verfolgt und auch die erste Schweizer Staffel im letzten Jahr. Da habe ich gedacht, statt es mir nur vom Sofa aus anzusehen, möchte ich selber mitmachen.

Mussten Sie sich wegen der Verletzung speziell vorbereiten?
Vor allem war es mir wichtig, dass ich bis zum Start der Show wieder gesund und fit bin. Deshalb habe ich etwas weniger Judo und Basketball trainiert, dafür mehr für meine Kraft gemacht. Von den vielen Klimmzügen hatte ich Blasen an den Händen.

Beim Run muss man einen Hindernisparcours zurücklegen. Gibt es Eigenschaften, die man dafür mitbringen sollte?
Als Kletterer hat man sicher gewisse Vorteile. Denn viele der Hürden benötigen Griffkraft. Eine gute Körperbeherrschung ist aber ebenso wichtig, Unter- wie Oberkörper müssen zusammenspielen.^

«Als Radiomoderator spreche ich jeden Tag vor vielen Leuten, aber ich habe es bis heute nicht geschafft, meine Nervosität vor sportlichen Auftritten abzulegen.»

Haben Männer bessere Chancen, den Parcours zu bewältigen?
Ich habe bis jetzt mehr Männer gesehen, die den Hindernislauf erfolgreich meistern konnten. Der Parcours bei uns ist für Frauen und Männer derselbe.

Nicht jeder oder jede kann sich als Ninja in der Show beweisen. Wie wird ausgewählt?
Als erstes schickt man ein Schreiben mit einem mindestens 30-sekündigen Video ein. Dazu muss man noch einen Fragebogen ausfüllen, indem man beispielsweise die eigene Sportlichkeit einschätzt. Mit etwas Glück wird man dann zum Casting eingeladen, wo es vier Aufgaben zu erfüllen gibt. Dabei werden verschiedene Aspekte wie Balance, Kraft und Körperbeherrschung geprüft.

Die Show wurde im Hallenstadion aufgezeichnet und der Sieger oder die Siegerin stehen fest. Finden Sie im Nachhinein, dass der Schwierigkeitsgrad von Lauf zu Lauf stark ansteigt?
Die ersten beiden Runs finden am gleichen Tag statt, das Halbfinale und Finale wieder am gleichen Tag, aber etwas später. Es wird sicherlich immer schwieriger, vor allem ist es aber anstrengend, weil man nach einen Lauf bereits geschafft ist.

Wie war die Stimmung unter den Teilnehmenden, lernt man sich gegenseitig kennen?
Während der Runs der anderen sind die restlichen Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Backstage Bereich. Es ist nämlich nicht erlaubt, sich gegenseitig zu zusehen. Sonst könnte man sich von der Taktik der anderen etwas abschauen. Die Stimmung im Backstage ist schon etwas angespannt, weil jeder nervös ist. Um sich etwas abzulenken fragt man sich über den sportlichen Hintergrund aus.

Waren Sie auch nervös vor Ihrem Auftritt?
Als Radiomoderator bei Radio 1 spreche ich zwar jeden Tag vor vielen Leuten, aber ich habe es bis heute nicht geschafft, meine Nervosität vor sportlichen Auftritten abzulegen. Das hatte ich schon als Kind. Ich muss mich jeweils richtig dazu zwingen, überhaupt einen Happen zu essen. Meine Frau hat mir für den Ninja Run sogar extra ein super Müesli mit Haferflocken und Früchten gemacht, das ich aber auch nur schwer runter brachte.

Sassen Ihre Familie und Freunde im Publikum und haben Sie angefeuert?
Ja, die waren dabei und haben mir die Daumen gedrückt. Zwar war meine Frau erst nur mässig von meiner Teilnahme begeistert. Nach der Verletzung fand sie: «Muss das wirklich sein?». Aber als ich dann dabei war, hat sie mich unterstützt.

Am Ende der Show winkt ein Preisgeld von 100 000 Franken. Hätte Ihre Frau bei einem Sieg auch etwas davon?
Mit dem Geld würde ich einen Camper zum Herumreisen für meine Familie und mich kaufen. Wir haben einen Hund und mit dem wäre es praktisch, mit dem Büschen in die Ferien zu gehen. Mit dem Rest würde ich die Zalando-Rechnung meiner Frau bezahlen.

Die Vorschau zur zweiten Staffel von «Ninja Warrior Switzerland»

Erstellt: 23.10.2019, 13:04 Uhr

Dani Wüthrich ist Ninja und Radiomoderator.

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