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Wie Zürich geschickt seinen Einfluss in Kyburg deutlich machte

Wer die Schlosskapelle von Kyburg besucht, dürfte überrascht sein: Was haben der heilige Ulrich oder Felix und Regula aus Zürich an diesem Ort zu suchen?

Nicht nur die Stadtheiligen, auch das Zürcher Wappen verewigte die fremde Herrschaft in der Kapelle von Schloss Kyburg.
Nicht nur die Stadtheiligen, auch das Zürcher Wappen verewigte die fremde Herrschaft in der Kapelle von Schloss Kyburg.
Marc Dahinden

Aus Neugierde begann Schlossherr Matthäus Pfau 1865 an den Wänden zu kratzen und zu hämmern – und plötzlich kamen mittelalterliche Gemälde zum Vorschein. Die Entdeckung der Wandmalereien in der Schlosskapelle Kyburg tönt durchaus abenteuerlich; das Resultat aber war eine Sensation. Nach jahrhundertelangem Dornröschenschlaf hinter dickem Verputz erschienen die Malereien endlich wieder am Tageslicht. Eine seriösere Restaurierung erfolgte dann um 1890. Nun konnte die ungewöhnliche Darstellung von Kunsthistorikern umfassend wahrgenommen und gewürdigt werden. Seither besitzt die Kyburg einen Schatz aus dem Mittelalter, wie er in keiner Ostschweizer Burg zu finden ist.

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