Zum Hauptinhalt springen

Wolf musste geschossen werden

Anfang Jahr näherte sich ein Wolf der Region und riss seither mehrere Schafe. In der Nacht auf Dienstag wurde er geschossen – weil er krank war.

far
Die Aufnahmen der Fotofalle vom 14. Februar zeigt, dass der Wolf offensichtlich krank war.
Die Aufnahmen der Fotofalle vom 14. Februar zeigt, dass der Wolf offensichtlich krank war.
PD, Kanton Thurgau

In den vergangenen Wochen hatte ein Wolf im Grenzgebiet der Kantone Thurgau und St. Gallen bei verschiedenen Angriffen mehrere Schafe getötet. Letztmals am 17. Februar in der Region Bischofszell, wo er ein weiteres Schaf in einem offenen Laufstall riss. In der Nacht auf Dienstag wurde das Tier im Kanton Thurgau geschossen. Das Tier war krank, teilt Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Thurgau mit. Der Verdacht bestand von Beginn weg, heisst es in der Mitteilung weiter. Bilder zeigen fehlende Haare an der hinteren Körperhälfte.

Gesundheitszustand massiv verschlechtert

Der Wolf sei bereits vergangene Woche mehrmals zum Hof im Kanton St. Gallen zurückgekehrt, wo er mehrere Schafe gerissen hatte. Dort gelangen zahlreiche Fotos und Direktbeobachtungen, welche belegen, dass sich der Gesundheitszustand in den letzten Wochen massiv verschlechterte. Zudem deutete auch der immer kleiner werdende Radius seiner Raumnutzung auf ein atypisches Verhalten hin.

Nachdem der kranke Wolf wieder zu seinem Riss im Raum Bischofszell zurückgekehrt war, wurde er durch die Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Thurgau in Zusammenarbeit mit der St. Galler Wildhut von seinem Leid erlöst. Der Abschussentscheid sei mit der St. Galler Jagdbehörde vorgängig abgesprochen worden. Der Wolf wird nun veterinärmedizinisch untersucht und genetisch identifiziert.

Ob es sich dabei um denselben Wolf handelt, der sich Anfang Jahr der Landboteregionnäherte, ist nicht bekannt. Dieser hatte sich nach seinem Aufenthalt aber wieder in Richtung Osten verzogen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch