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Ziegelstein um Ziegelstein aufgeschichtet

Peter Keller mag Familiensagas. Dass die Geschichte der Keller Ziegeleien in ihren Anfängen auch solche Züge aufweist, amüsiert ihn.

Die Ziegelei durch die Zeit geführt: Peter Keller vor der modernen Seitenfassade der umgenutzten Ofenhalle.
Die Ziegelei durch die Zeit geführt: Peter Keller vor der modernen Seitenfassade der umgenutzten Ofenhalle.
Patrick Gutenberg

Als er geboren wurde, befand sich die Welt gerade in einer Wirtschaftskrise, Hitler griff in Deutschland nach der Macht und in Amerika wurde die Prohibition abgeschafft. «Der Wein war 1933 ohnehin nicht besonders gut», sagt Peter Keller und fügt schelmisch hinzu: «Nicht dass ich mich aus eigener Erfahrung daran erinnern könnte.»1933 war ein historisches Jahr. Doch für den einzigen männlichen Spross der damaligen Pfungemer Fabrikantenfamilie Keller war es einfach ein Geburtsjahr wie jedes andere auch. «Den Kriegsbeginn bekam ich dann aber als Sechsjähriger schon recht gut mit», erinnert sich der 83-Jährige. 1939 wurde er eingeschult. Damals war im Zuge der Rationierung Selbstversorgung angesagt. Unvergesslich für ihn: «Wir hatten ein riesiges Mohnblumenfeld im Garten.» Der Mohn sei geerntet worden. «Im Estrich schnitten wir dann die Kapseln auf und drückten die Samen heraus.» Sie wurden später zu Mohnöl gepresst. «Auch Chüngel und Hühner haben wir gehalten», erinnert sich der Mann, der rund 35 Jahre später eine Ziegeleigruppe leiten sollte.

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