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Digitale Allianz gegen das CoronavirusRetten Private das Contact Tracing?

Der Wildwuchs an Registriermöglichkeiten in Lokalen und an Anlässen bremst die Contact-Tracer aus. Nun spannen die grössten Anbieter zusammen und erschaffen eine zentrale Datenbank. Sie bieten sie den Kantonen zum Kauf an.

Ein Gast scannt sein Gesicht zum Check-in im Club Purpur mit der Mindful-App, einem Programm auf dem Smartphone für die Kontaktdatenpflicht, aufgenommen am Donnerstag, 30. Juli 2020, in Zürich.
Ein Gast scannt sein Gesicht zum Check-in im Club Purpur mit der Mindful-App, einem Programm auf dem Smartphone für die Kontaktdatenpflicht, aufgenommen am Donnerstag, 30. Juli 2020, in Zürich.
Foto: Ennio Leanza (Keystone)

Die Contact-Tracer sind am Anschlag. «Wir können die Lückenlosigkeit im Contact-Tracing nicht mehr garantieren», konstatierte Lukas Engelberger, Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK). Nun kündigt eine kleine Zürcher Firma an, die Lösung gefunden zu haben: «Wir können dafür sorgen, dass die Ansteckungsketten unterbrochen werden», sagt Jean-Paul Saija, Co-Chef von Mindnow.

Für ihn und seinen Geschäftspartner Jakob Kaya dauert es zweifelsohne zu lange, bis potenziell Angesteckte kontaktiert würden. «Genau das können wir beschleunigen», sagt Kaya. Die beiden setzen beim Wildwuchs an Registrierlösungen in Lokalen und an Veranstaltungen an. «Dieser bremst die Contact-Tracer bei ihrer Arbeit aus», sagt Kaya. Im Dorfkafi hantiert man mit Papierlisten, in der Crêperie loggen sich die Gäste per QR-Code ein, und im Kinokomplex laden die Zuschauer eine App, um sich zu registrieren. «Dabei gibt es für die digitalen Lösungen zig Anbieter», sagt Jean-Paul Saija.

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