Pressefreiheit in Russland«Risiko für die Mitarbeiter zu gross»: Zwei russische Medien geben auf
Die Newsportale, die von Kremlgegner Michail Chodorkowski gegründet wurden, stellen den Betrieb ein. Zuvor wurden sie von der Aufsichtsbehörde als «unerwünscht» eingestuft.

Nach der Blockade ihrer Internetseiten haben zwei unabhängige russische Medien ihre Arbeit eingestellt. Die Risiken für die eigenen Mitarbeiter seien zu gross geworden, erklärte die Redaktion der Investigativplattform openmedia.io am Donnerstag auf Telegram.
Auch «MBCh Media» hört nach eigenen Angaben auf. Beide Medien wurden von dem im Ausland lebenden Kremlgegner Michail Chodorkowski gegründet.
Die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor blockierte sie am Mittwoch wegen angeblicher Verbindungen zu in Russland «unerwünschten» Organisationen. Beide Medien wiesen das zurück.
Ende Mai hatten die russischen Behörden die von Chodorkowski unterstütze Organisation «Offenes Russland» als «unerwünscht» eingestuft. Die Vereinigung, die sich rund 20 Jahre lang für mehr Demokratie und zivilgesellschaftliche Entwicklung in Russland eingesetzt hatte, löste sich daraufhin auf.
SDA/step
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