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Forschung in WinterthurRizinus als Wehenmittel: Was Schwangere wissen müssen

Eine Studie der ZHAW und des Zürcher Stadtspitals Triemli kommt zum Schluss, dass ein Rizinuscocktail auf natürliche Weise Wehen auslöst. In gut zwei Dritteln der untersuchten Fälle waren keine weiteren Wehenmittel nötig. Aber es bleiben Fragen nach möglichen Nachteilen für die Neugeborenen.

Beim Apgar-Test gleich nach der Entbindung werden unter anderem die Reflexe getestet – dieses Baby hatte in diesem Punkt bestimmt die Bestnote.
Beim Apgar-Test gleich nach der Entbindung werden unter anderem die Reflexe getestet – dieses Baby hatte in diesem Punkt bestimmt die Bestnote.
Foto: Gaetan Bally (Keystone)

In der Schweiz wird mehr als ein Viertel der Geburten eingeleitet. Die Wehentätigkeit wird also mithilfe von Medikamenten initiiert. Oft wird dafür das synthetische Hormon Prostaglandin oder synthetisches Oxytocin verabreicht. Alternativ sind Frauen um den Geburtstermin mit einer Vielzahl von Tipps konfrontiert, wie sie Wehen anregen können, etwa durch Wehentee, Akupunktur, Geschlechtsverkehr oder einen Rizinuscocktail – der allerdings nur nach medizinischer Beratung eingenommen werden sollte.

Was aber taugt dieses Hausmittel? Seit 2017 gibt das Zürcher Stadtspital solche Cocktails an Frauen ab, wenn ihre Kinder reif sind und der Körper auf die Geburt vorbereitet ist. Das Triemli zeichnet seither zur Qualitätssicherung die Daten aller Frauen auf, die diesen Cocktail eingenommen haben. Zwei Hebammenstudentinnen der ZHAW haben zusammen mit einer Hebamme des Triemli-Spitals den Datensatz ausgewertet. Dabei zeigte sich: 67 von 96 Frauen, die den Cocktail einnahmen, waren auf keine weiteren Wehenmittel angewiesen.

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