Gemeinderating

Rüschlikon bleibt die attraktivste Gemeinde der Schweiz

Die attraktivste Gemeinde der Schweiz heisst Rüschlikon. Dies sagt die jährliche Studie der Weltwoche. Aber auch die weiteren Gemeinden rund um den Zürichsee schneiden sehr gut ab. Überbewerten möchte die Resultate aber niemand.

Rüschlikon wird im «Weltwoche»-Rating einmal mehr zur attraktivsten Gemeinde der Schweiz gekürt. Aber auch die weiteren Gemeinden rund um den Zürichsee schneiden vorwiegend sehr gut ab.

Rüschlikon wird im «Weltwoche»-Rating einmal mehr zur attraktivsten Gemeinde der Schweiz gekürt. Aber auch die weiteren Gemeinden rund um den Zürichsee schneiden vorwiegend sehr gut ab. Bild: Manuela Matt

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Zum zweiten Mal hintereinander kommt die attraktivste Gemeinde der Schweiz mit über 2000 Einwohner aus dem Bezirk Horgen. Rüschlikon ist damit die einzige Gemeinde, die seit 2013 den Spitzenplatz zwei Mal in Folge erringen konnte. «Wir sind sehr glücklich, erneut ganz vorne zu stehen», sagt Bernhard Elsener (CVP), Gemeindepräsident von Rüschlikon. Den Erfolg sieht er als Resultat der kontinuierlichen Anstrengungen, den Einwohnern und den ortsansässigen Unternehmen eine hohe Lebens- und Arbeitsqualität zu bieten. «Ich freue mich aber auch für das gute Abschneiden unserer Nachbarsgemeinden», sagt Elsener.

Im Bezirk Horgen sind mit Kilchberg (5.), Thalwil (7.), Horgen (19.), Oberrieden (33.), Richterswil (41.), Wädenswil (44.), Langnau (50.), Adliswil (56.) und Hirzel (73.) alle bewerteten Gemeinden in den Top 100 der insgesamt 924 untersuchten Gemeinden. Bemerkenswert ist der Sprung von Thalwil: Von Platz 32 im Vorjahr unter die ersten Zehn. «Wir investieren viel in Freizeit- und Kulturangebote», versucht Gemeindepräsident Märk Fankhauser (FDP) das gute Resultat zu erklären. Er möchte aber vorsichtig sein mit einer Bewertung der Studie, da ihm keine Details zur Auswertung bekannt sind und er somit die Verbesserung um 25 Plätze «schwer erklärlich» findet.

Rechtes Ufer in den Top 50

Diese Meinung teilt auch der Zumiker Gemeindepräsident Jürg Eberhard (FDP). «Es wäre wünschenswert, wenn die genauen Details der Studie offengelegt würden», sagt Eberhard. Seine Gemeinde hat sich im Vergleich zum Vorjahr um vier Plätze auf Rang sechs verschlechtert. «Das beunruhigt mich nicht, da wir immer noch weit vorne sind. Ausserdem haben wir keinen Einblick in die Studie», sagt Eberhard. Die weiteren Gemeinden im Bezirk Meilen schneiden ebenfalls gut ab. Ausser den beiden Gemeinden Hombrechtikon (104.) und Oetwil am See (220.) befinden sich alle in den Top 50.

«Interessierte Gemeinden können sich bei uns melden und bekommen eine Erklärung für ihr Abschneiden bei der Studie», sagt Christof Zöllig, Mitarbeiter beim Beratungsunternehmen IAZI, welches die Studie erstellt hat. Dies habe es in den vergangenen vier Jahren ab und zu gegeben. «Aktiv auf die Gemeinden zugehen werden wir allerdings nicht», sagt Zöllig.

Das Ranking, welches im Auftrag der Weltwoche erstellt wurde, wertet die Attraktivität aller Schweizer Gemeinden mit über 2000 Bewohnern mittels fünfzig Einzelindikatoren aus. Diese werden in sieben Kategorien zusammengefasst: Wohnen, Arbeitsmarkt, Bevölkerungsstruktur, Steuern, ÖV- und Verkehrserschliessung, Versorgung und Sicherheit. Es werden Fragen behandelt wie: Wo ist die Sicherheit hoch und die Steuerbelastung niedrig? Welche Arbeitsplätze liegen in der Nähe? Wie lange dauert die Reise zum nächsten Zentrum und zur nächsten Grossstadt?

Linthgebiet im Mittelfeld

An der Stadt Rapperswil-Jona zeigt sich, dass nicht alle Gemeinden die gleichen Voraussetzungen haben. «Der Kanton St. Gallen gibt viele Rahmenbedingungen vor, wie zum Beispiel die einfache Steuer», sagt Martin Stöckling (FDP), Stadtpräsident von Rapperswil-Jona. So könne man zwangsläufig nicht mit anderen Gemeinden aus anderen Kantonen mithalten.

Die Studie birgt zudem einige Kuriositäten: Rapperswil-Jona gilt laut der Studie als Agglomerationszentrum. Da die nächste Grossstadt Zürich ist, schneidet die Stadt mit knapp 27 000 Einwohner in der Kategorie ÖV- und Verkehrserschliessung um über 400 Plätze schlechter ab als Rüschlikon. Insgesamt hat sich Rapperswil-Jona im Vergleich zum Vorjahr von Platz 204 auf 240 verschlechtert. «Das ist für uns keine Tragödie», sagt Stöckling. Vielmehr stimmt es ihn zufrieden, dass die Stadt die bestklassierte Gemeinde des Kantons St. Gallen bleibt. Die weiteren Gemeinden im Linthgebiet, von Schmerikon (372.) bis Schänis (782.), finden sich alle im Mittelfeld des Rankings.

Erstellt: 17.08.2017, 17:25 Uhr

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