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Umdenken bei der BahnSBB-Schalter bleiben nun doch

Neu sollen die Kundenbedürfnisse und nicht mehr nur die Gewinnzahlen darüber entscheiden, welche Schalter die SBB aufgeben. Insider sehen darin die Handschrift des neuen SBB-Chefs Vincent Ducrot.

Das Bedürfnis der Kundschaft nach persönlicher Beratung am Schalter nimmt gerade in Corona-Zeiten zu.
Das Bedürfnis der Kundschaft nach persönlicher Beratung am Schalter nimmt gerade in Corona-Zeiten zu.
Foto: Anthony Anex (Keystone)

Seit Jahren kritisieren Reisende, Politik, Gewerkschaften und andere Verkehrsbetriebe die Schalterschliessungen der SBB. Jetzt kommt es beim Bundesbetrieb zu einem Umdenken, nicht zuletzt wegen der Corona-Krise.

Die SBB bestätigen, dass sie bis Ende 2021 keine eigenen Schalter mehr dichtmachen. Bis zu diesem Zeitpunkt überarbeite das Unternehmen seine Kriterien, aufgrund derer es sein Vertriebsstellennetz überprüfe.

Qualität erhält mehr Gewicht

«Die bisherigen Prozesse basierten in erster Linie auf nachfrageorientierten und wirtschaftlichen Gesichtspunkten», sagt SBB-Sprecher Reto Schärli. «Diese tragen dem verstärkten Beratungsbedürfnis der Kundinnen und Kunden zu wenig stark Rechnung.» Deshalb solle nun die Qualität des Angebots an den bedienten Schaltern eine wichtigere Rolle spielen.

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