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Gastrokolumne AngerichtetSchlemmen im Sporrer

Das Herbstmahl im Sporrer bei Wülflingen erfüllt alle Erwartungen und bringt die Mägen der Testesser an ihre Grenzen.

Brotsalat mit Burrata: Knusprig trifft zart.
Brotsalat mit Burrata: Knusprig trifft zart.
Foto: Jonas Keller
Lachstatar und gebeizter Lachs erwiesen sich als harmonisches Duett.
Lachstatar und gebeizter Lachs erwiesen sich als harmonisches Duett.
Foto: Dominic Bleisch
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Draussen ist es stockdunkel. Die Stimmung im Restaurant Sporrer am äussersten Rande Wülflingens: heimelig. Die Lust auf das Mahl steigt – und wir werden nicht enttäuscht.

Süsse Noten im Herbstgericht

Die Schlemmerei beginnt mit einem Marroniaufstrich, der seinen überraschenden Gout erst im Abgang entfaltet. Mit entsprechend angeregten Magensäften machen wir uns an einen schmackhaften Salat (15.50 Franken) mit geröstetem Brot, Pilzen und zarter Burrata sowie Kürbis und Apfelstücken, die für die gelegentliche süsse Note sorgen. Das «Duett vom Lachs» (16.50) – gebeizt und als Tatar –, wird schön durch Avocado und Wasabi komplettiert.

Papardelle mit Röslichöl und Marroni: Ein abwechslungsreicher Schmaus.
Papardelle mit Röslichöl und Marroni: Ein abwechslungsreicher Schmaus.
Foto: Jonas Keller
Der Vegi-Wildteller überzeugt auch ohne Wild.
Der Vegi-Wildteller überzeugt auch ohne Wild.
Foto: Dominic Bleisch
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Es folgt ein Vegi-Wildteller (33.50) mit luftigem Kartoffelstock und Spätzli, die auf der Zunge zerschmelzen. Auch hier sorgen Kürbis und Apfel in Form eines Chutneys für süsse Momente, und natürlich dürfen Rotkraut und Marroni ebenfalls nicht fehlen bei diesem Herbstmahl. Nicht minder schmackhaft sind die würzigen Papardelle-Nudeln (32.00), bei denen der bittere Röslichöl und die süssen Marroni sich gut ergänzen.

Die süssen hausgemachten Waffeln werden ausgeglichen durch Johannisbeeren und das darunter liegende Sauerkirschen-Ragout.
Die süssen hausgemachten Waffeln werden ausgeglichen durch Johannisbeeren und das darunter liegende Sauerkirschen-Ragout.
Foto: Jonas Keller
Vermicelles mit Vanilleglacé – was will man mehr?
Vermicelles mit Vanilleglacé – was will man mehr?
Foto: Dominic Bleisch
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Beim Dessert lässt der Coupe Nesselrode (10.50) mit Vermicelles und Vanilleglacé keinen Wunsch übrig – ausser vielleicht, mehr Platz dafür gelassen zu haben. Die hausgemachten Waffeln (14.50) spielen, obwohl namensgebend, nur die zweite Geige hinter den wahren Stars des Tellers: dem Baumnussglacé und dem erfrischenden Sauerkirschen-Ragout.

Mit vollen Mägen und vollauf zufrieden mit dem zuvorkommenden Service verlassen wir das Sporrer wieder – ganz froh um die nun anstehende Verdauungs-Velofahrt, und ziemlich sicher, den Weg hier hoch wieder mal anzutreten.

Restaurant Sporrer, Im Sporrer 1, 8408 Winterthur, 052 222 27 08, www.sporrer.ch