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VorstellungSchön kombiniert

Der VW Arteon wurde überarbeitet. In der Schweiz gibt es künftig nur noch die neue Shooting-Brake-Version, das viertürige Coupé wird mangels Erfolg gestrichen.

Den VW Arteon gibt es erstmals auch mit hübschem Shooting-Brake-Heck. In der Schweiz wird nur noch diese Variante angeboten.
Den VW Arteon gibt es erstmals auch mit hübschem Shooting-Brake-Heck. In der Schweiz wird nur noch diese Variante angeboten.
PD
Vorn fällt die fast durchgehende LED-Leiste auf. Matrix-Licht gibt es nicht, auch nicht gegen Aufpreis.
Vorn fällt die fast durchgehende LED-Leiste auf. Matrix-Licht gibt es nicht, auch nicht gegen Aufpreis.
PD
Neu gibt es nur noch zwei Ausstattungsvarianten: Elegance (im Bild) und R-Line.
Neu gibt es nur noch zwei Ausstattungsvarianten: Elegance (im Bild) und R-Line.
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Der VW Arteon hat in der Schweiz die Verkaufserwartungen nicht erfüllt, weshalb das viertürige Coupé hierzulande fortan nicht mehr angeboten wird. Das bedeutet aber nicht, dass die Baureihe Arteon vom Markt verschwindet, im Gegenteil: Mit der umfassenden Modellpflege führt VW eine hübsche Shooting-Brake-Version ein, und diese spannende Variante mit einer Art sportlichem Kombi-Heck ist wesentlich besser geeignet für den hiesigen Geschmack. Marktstart ist im Oktober.

«Der Arteon Shooting Brake wurde für all jene Autofahrer konzipiert, die einen individuellen Stil und innovative Technologien ebenso schätzen wie Funktionalität und Variabilität», sagt der neue VW-Chef Ralf Brandstätter. Tatsächlich kann im sportlichen Heck einiges verstaut werden: 565 Liter finden bis unter die Fensterlinie Platz, mit umgeklappten Rücksitzen sind es 1632 Liter – respektable Werte im Konkurrenzvergleich. Und Konkurrenz hat der Arteon Shooting Brake nur wenig, da es in seiner Grösse kaum Modelle mit dieser Karosserieform gibt. Der Peugeot 508 SW wäre da zu erwähnen, der zwar als klassischer Kombi gilt, mit seiner sportlichen Silhouette aber dem Arteon nahekommt. Ansonsten wird sich der überarbeitete VW mit Kombi-Modellen wie dem BMW 3er, dem Mercedes-Benz C-Klasse, dem Audi A4 oder dem Volvo V60 vergleichen müssen.

«Wir haben die Kritik am Vorgänger ernst genommen.»

Martin Hube, Baureihensprecher VW Arteon

Aussen und innen wurde der Arteon überarbeitet und aufgewertet. Vorn fällt das nun fast durchgehende LED-Band auf – auf Matrix-Licht verzichtet VW leider, es ist im Arteon auch nicht gegen Aufpreis erhältlich. Der Innenraum wurde merklich aufgemöbelt. «Wir haben die Kritik am Vorgänger ernst genommen», gibt Baureihensprecher Martin Hube zu. Die Materialien wurden verbessert, das Cockpit ist nun komplett digital, und zwar in allen Modellversionen. «Die Wertigkeit im Innenraum ist nun mit dem Touareg vergleichbar», meint Hendrik Muth, der bei VW das Produktmarketing verantwortet. Natürlich finden mit der Modellüberarbeitung auch neue Assistenzsysteme ihren Weg in die Baureihe – mit dem Travel-Assist kann der Arteon nun mit bis 210 Stundenkilometern selbstständig über die Autobahn düsen.

Der Arteon wird erstmals auch als Plug-in-Hybrid (PHEV) angeboten. «Die Nachfrage nach Hybridantrieben wächst weltweit», sagt VW-Vorstand Jürgen Stackmann. «Deshalb war es uns wichtig, den Arteon noch 2020 als eHybrid mit Plug-in-Hybridantrieb anzubieten.» Dass die strengen CO2-Richtlinien gar keine Alternative lassen, bleibt dabei ungesagt. Der PHEV im Arteon kombiniert einen 1,4-Liter-Benziner mit einem Elektromotor, generiert eine Systemleistung von 218 PS und soll bis 54 Kilometer rein elektrisch gefahren werden können. Die Markteinführung soll noch vor Jahresende erfolgen. Und noch etwas später ist die neue Sportversion Arteon R erhältlich, die mit 320 PS, 420 Nm und Allradantrieb für Furore sorgen soll.

Auf den Jahreswechsel kommt der Arteon R mit 320 PS und Allradantrieb.
Auf den Jahreswechsel kommt der Arteon R mit 320 PS und Allradantrieb.
PD