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Bildungsschere nach dem Lockdown«Schüler sollen Homeoffice machen dürfen»

Manche Kinder aus Risikofamilien wurden während des Corona-Lockdown abgehängt. Andere blühten beim Fernunterricht auf. Bildungsexperte Andrea Lanfranchi plädiert für mehr Flexibilität in der Schule.

Schülerinnen und Schüler haben die Corona-Zeit ganz unterschiedlich erlebt. Um die Unterschiede zu verkleinern, empfiehlt Andrea Lanfranchi Frühförderung.
Schülerinnen und Schüler haben die Corona-Zeit ganz unterschiedlich erlebt. Um die Unterschiede zu verkleinern, empfiehlt Andrea Lanfranchi Frühförderung.
Foto: Sabina Bobst

Es wurde befürchtet, dass die Bildungsschere während des Corona-Lockdown grösser geworden ist. Hat sich das bestätigt?

Studien dazu gibt es noch keine. Dafür war der Zeitraum von acht Wochen zu kurz. Es ist schwierig zu beurteilen, was passiert ist. Das Problem der ungleich verteilten Bildungschancen ist schon länger bekannt. Auch, dass wir es nicht im Griff haben. Es ist denkbar, dass sich diese Probleme verschärft haben. Fallbeispiele zeigen, dass ein grosser Teil der Kinder nur wenige Minuten pro Tag für die Schule gelernt hat. Ein Teil hat aber viel gemacht und gern gelernt. Ihnen kam gelegen, dass sie den Tagesablauf selber steuern konnten. Von Jugendlichen weiss man bereits, dass sie vor 9 Uhr nur schwer lernen können.

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