Zum Hauptinhalt springen

Unfassbarer Vorfall schockt Schule

In der Sekundarschule Meilen hat letzte Woche ein Schüler mutmasslich versucht, sich das Leben zu nehmen. Er liegt mit schweren Verletzungen im Spital. Notfallseelsorger betreuen die Schülerinnen und Schüler.

Der tragische Vorfall ereignete sich im Sekundarschulhaus Allmend in Meilen.
Der tragische Vorfall ereignete sich im Sekundarschulhaus Allmend in Meilen.
Archiv ZSZ

Am Montag vergangener Woche hat sich ein Schüler in der Sekundarschule Meilen mit einer brennbaren Flüssigkeit schwere Verletzungen zugefügt. Die Kantonspolizei bestätigt einen Bericht des «Blicks», der am Dienstag online veröffentlicht wurde. Darin wird aus einem Brief zitiert, den Schulpräsidentin Cordula Kaiss und Rektor Jörg Walser letzten Dienstag an die Eltern verschickt hatten.

Der Jugendliche habe schwerste Brandverletzungen erlitten, heisst es in dem Schreiben. Lehrpersonen hätten sofort Rettungsmassnahmen eingeleitet und Rettungskräfte alarmiert, trotzdem befinde sich der Jugendliche in einem kritischen Zustand.

Schuldirektor Jörg Walser sagt im Gespräch mit dieser Zeitung, dass er gegenüber der Öffentlichkeit nicht über den Vorfall informiere. Schulpräsidentin Kaiss (FDP) bittet, auf eine Berichterstattung zu verzichten. Auch die Kantonspolizei äusserte sich nicht dazu, weil sie bei mutmasslichen Suizidversuchen nicht informiert.

«Belastende Situation»

Das Sekundarschulhaus in Meilen besuchen rund 250 Schülerinnen und Schüler. Aus dem Brief an die Eltern geht hervor, dass sich eine Fachfrau für Krisenintervention an Schulen und ein Team der Notfallseelsorge um die Schülerinnen und Schüler kümmern. Das Ziel sei, den Jugendlichen Struktur, Stabilität und Sicherheit zu geben, damit sie die belastenden Erlebnisse verarbeiten könnten.

Die Bildungsdirektion ist mit der Schule in ständigem Austausch, wie sie in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. Man sei tief betroffen, heisst es weiter und: «Trotz aller Massnahmen ist die Situation für alle belastend.»

Hilfe bei Suizidgedanken Verschiedene Beratungsstellen sind rund um die Uhr, kostenlos und vertraulich für Menschen mit Suizidgedanken da. Die Dargebotene Hand bietet unter der Nummer 143 und der Website www.143.ch Gespräche und Beratung per Telefon, Email und Chat. Jugendliche und Kinder erhalten Hilfe über 147 oder unter www.147.ch per SMS, Telefon, Email und Chat. Im Kanton Zürich dient auch der Notfallpsychiatrische Dienst des Universitätsspital Zürich als Anlaufstelle. Dieser ist rund um die Uhr erreichbar unter 044 255 11 11. Das Kriseninterventionszentrum (KIZ) für die Stadt Zürich und Umgebung kann unter 044 296 73 10 kontaktiert werden. Für Hinterbliebene nach einem Suizid bietet der Verein Trauernetz kostenlose Beratung und Vermittlung zwischen Fachperson und Betroffenen. Mehr dazu unter der Adresse www.trauernetz.ch.(red)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch