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Zwei Tote bei Helikopterabsturz am Gotthard

Am Gotthard ist am Mittwochmittag ein Helikopter der Armee abgestürzt und in Flammen geraten. Die zwei Piloten kamen dabei ums Leben, ein Flughelfer wurde verletzt.

Rettungskräfte am Unglücksort: Am Mittwochmittag ist am Gotthard ein Helikopter der Schweizer Luftwaffe abgestürzt. Dabei kamen zwei Piloten ums Leben, ein Flughelfer wurde verletzt.
Rettungskräfte am Unglücksort: Am Mittwochmittag ist am Gotthard ein Helikopter der Schweizer Luftwaffe abgestürzt. Dabei kamen zwei Piloten ums Leben, ein Flughelfer wurde verletzt.
Keystone
Der Militärhelikopter geriet nach dem Absturz am Gotthard in Brand.
Der Militärhelikopter geriet nach dem Absturz am Gotthard in Brand.
Keystone
Kurz nach dem Unfall untersuchen Spezialisten den Unglücksort.
Kurz nach dem Unfall untersuchen Spezialisten den Unglücksort.
Keystone
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Kaum einen Monat nach dem Absturz eines F/A-18-Jets ist am Mittwochmittag nun ein Super Puma-Helikopter der Armee abgestürzt. Beide Piloten kamen ums Leben. Laut dem Armeechef hat der Helikopter ein Stromkabel berührt. Verteidigungsminister Parmelin sprach vor Ort von einem «neuen Drama für das VBS».

Ein Flughelfer, der mit den Piloten an Bord war, wurde beim Absturz ebenfalls verletzt. Passagiere waren hingegen keine an Bord. Der Flug fand im Rahmen einer OSZE-Inspektion statt.

Luftwaffenchef Aldo Schellenberg zeigte sich an einer Medienkonferenz am Nachmittag «tief erschüttert». Es falle ihm unglaublich schwer, knapp einen Monat nach dem letzten Unglück schon wieder vor die Medien treten zu müssen, sagte er. Ende August war ein Pilot der Schweizer Armee beim Absturz eines F/A-18-Kampfjets ums Leben gekommen.

Der Unfall ereignete sich rund 50 Meter vom Gotthard-Hospiz entfernt, unmittelbar an der alten Tremola-Passstrasse. Der Flug fand im Rahmen einer OSZE-Inspektion statt, wie Schellenberg sagte. Eine Delegation mit vier französischen Offizieren und mehreren Schweizer Begleitern wollte eine militärische Anlage auf dem Gotthard besichtigen.

Kabel touchiert

Kurz nachdem die Passagiere den Helikopter verlassen hatten, kam es zum Absturz. Der Helikopter habe ein Stromkabel berührt, sagte Armeechef André Blattmann an der Absturzstelle gegenüber Medienvertretern. Es ist jedoch nicht klar, ob es sich dabei um die alleinige Unfallursache handelt. Auf Leserbildern verschiedener Newsportale war zu sehen, wie Flammen aus dem Wrack hochschlugen und dichter, schwarzer Rauch aufstieg. Augenzeugen berichteten von einem Knall.

Einsatzkräfte am Unglücksort: Feuerwehrleute rückten am Mittwochnachmittag auf den Gotthardpass aus, um den brennenden Helikopter zu löschen. (Video: Keystone)

Am späten Nachmittag waren vor Ort nur noch verkohlte Trümmer übrig, wie der Tessiner sda-Korrespondent berichtete. Die beiden Reifen, auf denen der Helikopter eigentlich sicher auf dem Boden hätte aufsetzen sollten, ragten einsam in den blauen Herbsthimmel. Zwei Leichenwagen gaben Gewissheit darüber, dass für zwei Menschen jede Hilfe zu spät kam.

Die genaue Unfallursache war am Mittwoch noch unklar. Die Militärjustiz hat Ermittlungen aufgenommen, wie deren Sprecher Tobias Kühne bestätigte. Untersuchungsrichter seien vor Ort. Die Gotthard-Passstrasse sowie der Luftraum über der Absturzstelle wurden vorübergehend gesperrt.

Auch Verteidigungsminister Guy Parmelin ist am frühen Abend an die Absturzstelle gereist. «Das ist ein neues Drama für das VBS», sagte er gemäss dem sda-Korrespondenten. Er sei sehr traurig und denke an die Angehörigen.

Flüge eingestellt

Bis die Unfallursache geklärt ist, werden als Vorsichtsmassnahme alle Trainingsflüge mit Super-Puma-Helikoptern gestrichen, sagte Schellenberg. Bereits im März 2011 war ein Helikopter des gleichen Typs abgestürzt. Beim Unglück im Maderanertal im Kanton Uri waren drei Personen verletzt worden.

SDA/heb

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