Betrüger erpressen Asylbewerber und drohen mit Ausschaffung

Das Migrationsamt des Bundes warnt Flüchtlinge und Kantone vor Kriminellen. Diese gehen äusserst dreist vor.

Schwindler treiben ihr Unwesen mit Menschen in Not: Das Durchgangszentrum Kaltbach im Kanton Schwyz. (Symbolbild)

Schwindler treiben ihr Unwesen mit Menschen in Not: Das Durchgangszentrum Kaltbach im Kanton Schwyz. (Symbolbild) Bild: Christian Beutler/Keystone

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Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat Flüchtlinge vor Betrügern aufmerksam gemacht. Diese kontaktieren Asylsuchende und fordern sie auf, Geld zu überweisen. Sollten sie dies nicht tun, würden sie ausgeschafft, so die Drohung.

Das Bundesamt sei von der Grenzkontrolle über die Betrüger informiert worden, sagte Sem-Sprecher Reto Kormann gegenüber Keystone-SDA. Er bestätigte einen entsprechenden Bericht in der Westschweizer Zeitung «Matin Dimanche». Demnach haben es die Betrüger auch auf Ausländer abgesehen, welche in der Schweiz leben.

Die Betrüger geben vor, Mitarbeiter des Sem oder des Bundesamts für Polizei (Fedpol) zu sein. Die Opfer würden auf Englisch kontaktiert. Dabei drohten ihnen die Betrüger, dass sie in ihr Herkunftsland zurück geschickt würden, sollten sie kein Geld überweisen. Das entspreche in keiner Weise dem Vorgehen des Sem oder des fedpol, sagte Kormann. Für die Flüchtlinge sei die Situation dennoch heikel. Sie könnten denken, dass es ihrem Asylgesuch förderlich sei, wenn sie Geld einzahlten.

Fedpol reicht Klage ein

Das Sem habe reagiert und sensibilisiere nun die Flüchtlinge in ihren Zentren. Auch die Kantone seien über die Betrüger informiert worden.

Fedpol-Sprecher Thomas Dayer sagte zudem auf Anfrage, dass das Fedpol Klage einreichen werde. Er empfiehlt auch den Betroffenen, dies zu tun. Das sei unerlässlich in einem solchen Fall. Wie viele Personen betroffen sind und welche Summen verlangt wurden, sagte Kormann nicht.

Erstellt: 03.02.2019, 13:15 Uhr

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