Die «Schande von Luzern» hat ein politisches Nachspiel

Das wegen GC-Fans abgebrochene Spiel in Luzern nervt auch Ständeräte. Sie fordern den Bund zum Handeln auf.

Unrühmliche Bilder: GC-Fans stören die Partie in Luzern – später wird das Super-League-Duell abgebrochen. (12. Mai 2019)

Unrühmliche Bilder: GC-Fans stören die Partie in Luzern – später wird das Super-League-Duell abgebrochen. (12. Mai 2019) Bild: Keystone

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Die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerats (SiK) will bei der Bekämpfung des Hooliganismus endlich Taten sehen. Die Nachrichten der letzten Wochen um Gewalt an Sportveranstaltungen hätten verdeutlicht, dass das Gewaltproblem bei Sportanlässen nicht gelöst sei, schreibt die Kommission in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Seit 2012 können zwar Meldeauflagen, Rayon- und Stadionverbote und andere Massnahmen angeordnet werden. Diese würden aber nur teilweise und nicht mit der nötigen Konsequenz angewendet, schreibt die Kommission.

Video: Die Schande zum GC-Abstieg

%> Forfait-Pleite: Beim Stande von 0:4 provozieren Zürcher Fans einen Spielabbruch in Luzern. (Video: SRF)

Der Bundesrat soll daher abklären, wie Kantone, Verbände und Vereine in die Pflicht genommen werden können. Die Kommission hat ein Postulat mit diesem Auftrag einstimmig angenommen. Der Bundesrat soll auch prüfen, wie sich der Bund bei der Bekämpfung des Hooliganismus einbringen kann. Schliesslich will die Kommission wissen, wie die Umsetzung des Hooligan-Konkordats kontrolliert werden kann.

Die SiK erwartet von den Kantonen genauso wie von den Clubs und den Verbänden, dass sie dem Problem die nötige Priorität beimessen und die vorhandenen Möglichkeiten ausschöpfen, wie es in der Mitteilung heisst. Nach Ansicht der Kommission ist es unhaltbar, dass wenige Unruhestifter die Sicherheit an Sportveranstaltungen derart gefährden und dabei hohe Polizeikosten verursachen.

Zustimmung beantragt die Ständeratskommission zum revidierten Übereinkommen des Europarats gegen Gewalt bei Sportveranstaltungen. Mit diesem sollen präventive Massnahmen wie zum Beispiel Ausreisesperren gegen Hooligans gestärkt werden. Der Nationalrat hat diesem bereits zugestimmt. (fal/sda)

Erstellt: 24.05.2019, 12:31 Uhr

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