Präsident des Iran besucht Anfang Juli die Schweiz

Zwei Jahre nach Schneider-Ammans Einladung kommt Hassan Rohani für zwei Tage in die Schweiz. Im Zentrum der Visite soll der Atomdeal mit dem Iran stehen.

Schneider-Ammann und Rohani stellten im Januar 2016 einen Fahrplan für die engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern vor. (Archiv)

Schneider-Ammann und Rohani stellten im Januar 2016 einen Fahrplan für die engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern vor. (Archiv) Bild: Peter Klaunzer/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der iranische Präsident Hassan Rohani kommt Anfang Juli für einen offiziellen Besuch zwei Tage in die Schweiz. Die Einladung hatte Bundesrat Johann Schneider-Ammann bei seinem Iran-Besuch Ende Februar 2016 ausgesprochen.

Anlässlich dieses Besuchs unterzeichnete der damalige Bundespräsident in Teheran eine Road Map zur Intensivierung der bilateralen Beziehungen. Es sei nun das Ziel beider Seiten, diese positive Entwicklung in die Zukunft fortzuschreiben, schreibt das das Aussendepartement (EDA) in einer Mitteilung vom Montag.

Rohani wird demnach am 2. Juli vom heutigen Bundespräsidenten Alain Berset mit militärischen Ehren in Zürich empfangen. Anschliessend sei in Bern ein erster Austausch geplant, an dem auch Bundesrat Ignazio Cassis und der iranische Aussenminister Mohammad Jawad Zarif teilnehmen würden.

Die offiziellen Gespräche sollen schliesslich am 3. Juli stattfinden. Neben Berset werden daran seitens der Schweiz mit Ueli Maurer, Simonetta Sommaruga und Schneider-Ammann weitere Mitglieder des Bundesrates teilnehmen. Während des Besuchs sollen auch Absichtserklärungen und Vereinbarungen unterzeichnet werden.

Atomabkommen im Zentrum

Im Zentrum der Visite Rohanis wird den Angaben zufolge der Atomdeal mit dem Iran stehen, der nach dem Ausstieg der USA auf der Kippe steht. Trotz dieser Entwicklung gelte es Wege zu finden, um dessen Errungenschaften zu sichern und an der Nichtweiterverbreitung von Nuklearwaffen in der Region festzuhalten, schreibt das EDA.

Des Weiteren würden die Delegationen die Lage im Nahen und Mittleren Osten erörtern. Zur Sprache komme dabei auch das Schutzmachtmandat, welches die Schweiz zugunsten der USA im Iran seit 1980 ausübt sowie jene zugunsten des Iran in Saudiarabien, respektive Saudi-Arabiens im Iran, die vor kurzem in Kraft getreten sind. Schliesslich werde auch eine erste Bilanz über die 2016 lancierten beziehungsweise wiederaufgenommenen regelmässigen Dialoge in Bereichen wie Wirtschaft, Finanzen, Menschenrechte und Justiz oder Migration gezogen. Schneider-Ammann wurde damals von einer 40-köpfigen Wirtschaftsdelegation in den Iran begleitet.

Nach seinem Besuch in der Schweiz wird Rohani am 4. Juli nach Österreich weiterreisen, wie die Präsidentschaftskanzlei am Montag in Wien mitteilte. In den beiden UNO-Sitzstaaten Schweiz und Österreich hatten die Verhandlungen über das Iran-Nuklearabkommen stattgefunden. (nag/sda)

Erstellt: 18.06.2018, 11:42 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Blog

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Blog

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Landboten digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!