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Armee verbietet CBD-Zigaretten

Die Armee reagiert auf den Boom von CBD-Hanf und verbietet das legale Gras – der Duft sei dem eines illegalen Joints zu ähnlich.

Der Armee ein Dorn im Auge: Eine THC-arme CBD-Zigarette. (Symbolbild)
Der Armee ein Dorn im Auge: Eine THC-arme CBD-Zigarette. (Symbolbild)
Christian Beutler, Keystone

Seit August 2016 darf CBD als Tabakware legal in der Schweiz verkauft und konsumiert werden. Mit Skepsis wird diese Entwicklung in der Armee verfolgt, wie der «Tagesanzeiger» schreibt. «Der Duft einer solchen Zigarette lässt sich von einem Joint nicht unterscheiden. Für Kader wird es schwierig, zwischen Konsum von legalem CBD und illegalem THC zu unterscheiden», berichtet ein Bataillonskommandant in der Zeitschrift «Schweizer Soldat».

Auf diese Problematik hat die Armee inzwischen reagiert. In einer Weisung vom Juni verfügte Armeechef Philippe Rebord, dass der Konsum und Besitz von legalen Hanfprodukten während der Arbeits- und Ruhezeiten aus ­Sicherheitsgründen verboten wird.

Gleich wie Alkohol

Widerhandlungen werden als Nichtbefolgung von Dienstvorschriften geahndet. Im Ausgang und im Urlaub sind Konsum und Besitz der Produkte zulässig. Ver­boten ist jedoch ein Konsum, der sich störend auf die folgende Arbeitszeit ­auswirkt.

Damit werden legale Hanf­produkte in der Armee im Grundsatz dem Alkohol gleichgestellt. Armeechef Rebord stützt sich auf Empfehlungen des BAG. Dieses rät vom «Fahren unter dem Einfluss von CBD-Produkten» ab.

Mit ihrer Nulltoleranzpolitik reagiert die Armee auch auf Drogenmissbrauch in ihren Reihen. So schloss die Militärjustiz im September das Verfahren zu einem Panzerunfall ab, bei dem vor sieben ­Jahren in Bure JU 26 Armeeangehörige verletzt wurden. Bei einem der Panzerfahrer wurden Rückstände von THC, Ecstasy und Kokain festgestellt.

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