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Bahnhof Luzern wird am Wochenende zum Geisterbahnhof

Diesen Samstag und Sonntag fahren keine Züge von und nach Luzern – wegen Gleisarbeiten. Die SBB sind gewappnet.

Am Samstag und Sonntag, 17. und 18. November, wird der Bahnhof Luzern zum Geisterbahnhof. Leere Gleise nach einer Stellwerkstörung im September 2009. (Archivbild) Bild: Urs Flueeler/Keystone
Am Samstag und Sonntag, 17. und 18. November, wird der Bahnhof Luzern zum Geisterbahnhof. Leere Gleise nach einer Stellwerkstörung im September 2009. (Archivbild) Bild: Urs Flueeler/Keystone

Mit Ausnahme der Zentralbahn fahren am kommenden Wochenende keine Züge von und nach Luzern. Grund sind Arbeiten an Weichen. Die SBB haben zahlreiche Ersatzbusse organisiert.

Zur Nagelprobe werde wohl das Spiel der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft gegen Belgien, das am Sonntagabend auf der Allmend in Luzern stattfinde, sagte SBB-Sprecher Reto Schärli auf Anfrage der Agentur Keystone-SDA.

Doch die SBB sind gerüstet. Nicht nur für den Grossanlass am Sonntagabend, sondern für das ganze Wochenende. Am Samstag beginnt nämlich auch noch das Lucerne Piano Festival und am Sonntag geht das Lucerne Blues Festival zu Ende.

So stehen während des ganzen Wochenendes über 20 Bahnersatzbusse im Einsatz. Auf den Strecken Luzern-Ebikon und Luzern-Emmenbrücke beispielsweise verkehren in beiden Richtungen Ersatzbusse im 10-Minuten-Takt. Warten viele Passagiere auf einen Bus, fahren laut Schärli auch zwei Busse gleichzeitig.

Da die schmalspurige Zentralbahn von den Arbeiten nicht betroffen ist, können Fussballfans mit der S4 oder S5 bis zur Stadionhaltestelle fahren.

Reisende, die von Luzern Richtung Verkehrshaus oder umgekehrt möchten, sollen die Regelbusse benutzen. Der Voralpenexpress und die S3 zwischen Luzern und Verkehrshaus fallen bereits ab Freitagabend um 21 Uhr aus. Richtung Littau fahren zwei Mal stündlich Bahnersatzbusse der BLS.

Läuft alles nach Wunsch, werden alle Züge am Montagmorgen ab 4 Uhr wieder planmässig fahren.

Weichenwechsel

Die SBB führen Arbeiten an Weichen aus, die sich in der Einfahrt zum Bahnhof Luzern befinden. Auf einer der Weichen war im März 2017 ein Eurocity entgleist, der Normalspur-Verkehr war viereinhalb Tage unterbrochen.

Weil es in der Folge in Basel zu einer ähnlichen Entgleisung kam, vermuteten die SBB, dass ein spezieller Weichentyp einer von mehreren Gründen für die Vorfälle sein könnte. In Luzern ersetzen sie nun die ganze Weiche und passt die Geometrie an. Insgesamt wechseln die SBB sieben Weichen aus, die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Januar 2019.

Die aufwendigen Hauptarbeiten finden nun dieses Wochenende statt. Man habe mehrere Varianten geprüft, um diese Arbeiten durchzuführen, sagte Schärli.

Teilsperrungen beispielsweise. Oder der Einsatz von Diesellokomotiven. Aber die komplette Sperrung während 48 Stunden sei die sicherste und effizienteste Variante. Und am wenigsten anfällig für Störungen.

Die Kosten für die gesamten Bauarbeiten betragen rund fünf Millionen Franken.

(SDA)

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