Bei einer Grossfusion hätte Bern gegen 170'000 Einwohner

Entscheiden sich alle am Projekt «Kooperation Bern» beteiligten Agglomerationsgemeinden für eine Fusion, würde die Hauptstadt um rund 35'000 Personen wachsen.

Gegen eine Beteiligung sprachen sich unter anderem Ittigen, Zollikofen und Wohlen aus: Die Altstadt Berns. Bild: Keystone

Gegen eine Beteiligung sprachen sich unter anderem Ittigen, Zollikofen und Wohlen aus: Die Altstadt Berns. Bild: Keystone

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Gemäss den Bevölkerungszahlen von 2018 wohnen in Bern, Bolligen, Bremgarten, Ostermundigen, Frauenkappelen und Kehrsatz insgesamt 167'830 Personen. Bei einer Grossfusion aller sechs Gemeinden würde die Stadt Bern 80 Prozent der Einwohnerzahl stellen, gefolgt von Ostermundigen mit 11 Prozent.

Die kleinste Gemeinde, Frauenkappelen mit aktuell 1240 Einwohnern, würde demnach lediglich ein Prozent der Bevölkerung Grossberns stellen, Kehrsatz und Bremgarten drei Prozent und Bolligen vier Prozent.

Ostermundigen gab den Anstoss

Aus Ostermundigen kam 2018 der Anstoss für die Aufnahme von Fusionsabklärungen mit der Stadt Bern. In der Folge wurden 2019 alle Gemeinden der Kernregion zur Mitarbeit eingeladen. Für die Mitfinanzierung einer Machbarkeitsstudie entschieden sich schliesslich Bolligen, Bremgarten, Frauenkappelen und Kehrsatz.

Gegen eine Beteiligung sprachen sich unter anderem Ittigen, Zollikofen und Wohlen aus. Die Türe für ein Mitmachen stehe weiterhin offen, sagte der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried, Co-Präsident von «Kooperation Bern» am Freitag anlässlich der Präsentation der Machbarkeitsstudie.

Dies zumindest vorläufig: Ab dem Start konkreter Fusionsverhandlungen könne man aus Kapazitätsgründen keine weiteren Partner ins Boot holen. Co-Präsident Thomas Iten, Gemeindepräsident von Ostermundigen, verwies dabei auf die rund 700 bis 800 Verträge, die im Rahmen einer Fusion verhandelt werden müssten. (sep/sda)

Erstellt: 14.02.2020, 14:39 Uhr

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