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Fünf Gesundheitsminister treffen sich in Zürich

Die Minister folgen einer Einladung von Bundesrat Berset. Es geht um finanzielle Stabilität und gerechten Zugang zu Medikamenten.

Auf Einladung von Bundesrat Alain Berset (Mitte): Die deutschsprachigen Gesundheitsminister tauschen sich in Zürich aus. Bild: Alain Berset/Social Media
Auf Einladung von Bundesrat Alain Berset (Mitte): Die deutschsprachigen Gesundheitsminister tauschen sich in Zürich aus. Bild: Alain Berset/Social Media

Die Gesundheitsministerinnen- und -minister Deutschlands, Liechtensteins, Luxemburgs, Österreichs und der Schweiz haben sich am Wochenende in Zürich ausgetauscht. Das Treffen fand auf Einladung von Bundesrat Alain Berset statt.

Hauptthemen waren die angemessene und sichere Verwendung von Gesundheitsdaten im Zuge der Digitalisierung im Gesundheitswesen sowie der gerechte Zugang zu innovativen Arzneimitteln und Therapien, wie das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) am Sonntag mitteilte.

Beim Zugang zu den Arzneimitteln sehen die Ministerinnen und Minister ein Spannungsverhältnis. Einerseits soll ein gerechter Zugang sichergestellt werden und die finanzielle Stabilität der Gesundheitssysteme gewährleistet werden. Andererseits soll sich die Investition in die Entwicklung neuer innovativer Arzneimittel für Hersteller lohnen.

Das Treffen ergab, dass die Gesundheitsverantwortlichen mit der involvierten Industrie in Dialog treten und mit Experten den Umgang mit Arzneimitteln untersuchen wollen. In Bezug auf die Verwendung von Gesundheitsdaten sollen die Daten «zum Wohle der Menschen» genutzt werden. Einerseits müssten die Daten optimal genutzt werden, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Andererseits gelte es, die informationelle Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. Dabei sei Transparenz wichtig, waren sich die Ministerinnen und Minister einig.

Austausch über Cannabis

Auch der medizinische und nicht-medizinische Gebrauch von Cannabis war ein Diskussionspunkt. Zur Kenntnis genommen wurde, dass Cannabis die am weitesten verbreitete illegale Droge ist und deren Konsum in Europa hoch ist. Die fünf Gesundheitsministerinnen- und minister haben sich diesbezüglich darauf geeinigt, sich auf Fachebene über die Anwendung auszutauschen und vor allem auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse miteinzubeziehen.

In der Schweiz möchte der Bundesrat den Zugang zu Behandlungen mit Cannabisarzneimitteln erleichtern und für den nicht-medizinischen Konsum Pilotversuche ermöglichen.

Die deutschsprachigen Gesundheitsministerinnen und -minister treffen sich seit 2013 jährlich, um sich über aktuelle Themen auszutauschen.

(SDA)

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