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Um 6:41 verliess der russische Spion das Genfer Hotel

Vor dem Skripal-Giftanschlag machte ein russischer Agent vier Schweiz-Reisen, wie die Analyse Tausender Handydaten zeigt.

B. Odehnal, T. Plattner, S. Besson, D. Botti (Text), M. Rudaz (Grafik)

Lausanne hat es Sergei Fedotow angetan. Im Herbst 2017 besucht der Russe die Stadt gleich dreimal. Am 2. September, einem Montag, kommt er mit dem Schiff und bleibt nur eineinhalb Stunden. Mittwoch und Freitag kommt er wieder, und zwar mit dem Auto aus Genf. Da bleibt er erst vier und dann sogar zehn Stunden.

Das mag auf den ersten Blick nicht ungewöhnlich scheinen. Viele russische Touristen und Geschäftsleute besuchen die Schweiz, viele auch Lausanne. Fedotow aber macht keine Geschäfte und besucht keine Sehenswürdigkeiten. Tatsächlich existiert eine Person namens Sergei Fedotow gar nicht. Der Name ist nur eine Tarnung von Denis Sergejew, einem hochrangigen Agenten des russischen Militärgeheimdienstes GRU.

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