Uetikon

Schwermetalle im See: Keine Badeleiter in Uetikon

Ein Teil des Areals der ehemaligen Chemie Uetikon ist seit September öffentlich. Der Bau der Badeleitern verzögert sich aber.

Das Gelände der Chemie Uetikon ist neu öffentlich zugänglich.

Das Gelände der Chemie Uetikon ist neu öffentlich zugänglich. Bild: Michael Trost

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Ein Teil des Areals der Chemie Uetikon ist seit September für die Öffentlichkeit zugänglich. Doch zum Baden möchte man im Bereich der ehemaligen chemischen Fabrik trotzdem nicht unbedingt einladen: Die geplanten Badeleitern werden nämlich vorerst nicht installiert. Der Grund: Auf dem Seegrund hat es nach wie vor Altlasten, die nicht aufgewirbelt werden sollten.

Entgegen einer Berichterstattung des SRF-Regionaljournals hat das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) aber kein offizielles Badeverbot verhängt. «Es gibt beim Chemieareal Uetikon kein Badeverbot», stellt Dominik Bonderer, Sprecher der Baudirektion klar. Die Wasserqualität sei gut, man könne an dieser Stelle frei baden.

Sanierungen werden nötig

Eine Einschätzung, die auch vom Uetiker Gemeindepräsident Urs Mettler geteilt wird: «Das Wasser ist sauber. Die Fische schwimmen herum», sagt Mettler im Radio-Interview. Von einem Badeverbot könne nicht die Rede sein, wie auch die Gemeinde Uetikon der ZSZ bestätigt. Man wolle lediglich verhindern, dass Badegäste auf den Seegrund stehen und diesen Aufwirbeln.

Der Seegrund muss nun saniert werden, erklärt der Uetiker Gemeindepräsident. Dies werde auch geschehen, versichert er. Neben dem öffentlich zugänglichen Bereich entsteht in Uetikon der Neubau für eine Kantonsschule mit Platz für rund 1000 Schüler. Bis der Bau allerdings steht, dauert es noch mindestens zehn Jahre. Auch das neue Gymi kommt auf belastetem Boden zu stehen. Jedoch würde eine Sanierung dort erst nötig werden, wenn die Bauarbeiten in die Tiefe gehen. (pst)

Erstellt: 12.10.2018, 09:34 Uhr

Artikel zum Thema

Chemie Uetikon: 200 Jahre Industriegeschichte am Zürichsee

Das älteste Chemieunternehmen der Schweiz stellt am Zürichsee seine Produktion ein. Ein Blick zurück auf eine bewegte Geschichte. Mehr...

Das Uetiker Pop-up-Gymnasium ist eröffnet

Uetikon Rund 100 Schülerinnen und Schüler sind am Montag in Uetikon in die erste neue Kantonsschule des Kantons Zürich seit 40 Jahren gestartet. Das Gymi an der Zürcher Goldküste soll auch die Schulen in der Stadt Zürich entlasten. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Landboten digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Kommentare