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EditorialSo fühlt man sich als Bürger verschaukelt

Im Kampf gegen Rassismus und Pandemie gerät der gesunde Menschenverstand vollkommen aus dem Fokus.

Chefredaktor Arthur Rutishauser im Newsroom des Tamedia-Gebäudes.
Chefredaktor Arthur Rutishauser im Newsroom des Tamedia-Gebäudes.
Foto: Urs Jaudas

Es waren die Bilder aus Bergamo, die die Corona-Krise auf die Agenda brachten. Erst als wir die vielen Särge sahen, die aus den Spitälern und Altersheimen kamen, nahmen wir die Krise ernst. Spät, zu spät schotteten wir die Grenzen gegen Süden ab und verhängten einen Lockdown. Ausgerechnet unser oberster «Mister Corona», Daniel Koch, verschätzte sich am Anfang der Krise massiv, wie aus internen Dokumenten des Bundesamts für Gesundheit hervorgeht, die der SonntagsZeitung vorliegen. Zugegeben, es ist sehr schwierig, ein Land teilweise lahmzulegen. Aber wenn ein Epidemiologe wie Christian Althaus sagt, hätte man nur fünf Tage früher mit der Einleitung der ersten Massnahmen begonnen, wäre es in der Schweiz zu einer deutlich tieferen Anzahl schwerer Erkrankungen und Todesfälle durch Covid-19 gekommen, dann ist das eine scharfe Kritik.

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