Embrach

So funktioniert eine Gemeinde

Unter dem Motto «Seitenwechsel» öffnete die Gemeinde Embrach am Zukunftstag vom Donnerstag für neun Jugendliche die Türen. Gleichzeitig nutzte sie die Gelegenheit, die jungen Menschen für eine Laufbahn in der Gemeinde zu begeistern.

Bei David Nogatsch lernten die Kinder, wie man den Chlorgehalt im Wasser misst.

Bei David Nogatsch lernten die Kinder, wie man den Chlorgehalt im Wasser misst. Bild: Paco Carrascosa

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Neun Jugendliche im Alter von 11 bis 13 Jahren versammelten sich am Donnerstag im Gemeindehaus Embrach. Anlässlich des nationalen Zukunftstages wollte sich die Gemeinde als attraktive Arbeitgeberin präsentieren. Nach der Begrüssung durch Daniel von Büren, dem Geschäftsführer, durften die Jugendlichen einen Blick in die Büros der Verwaltungsmitarbeitenden werfen. Sie erfuhren viel Wissenswertes darüber, was es für eine funktionstüchtige Gemeinde braucht.

«Jede Anfrage, jedes Anliegen aus der Bevölkerung bearbeiten wir umfassend», führte von Büren aus. Wünscht jemand zum Beispiel ein Bushäuschen, damit die Fahrgäste im Trockenen warten können, klärt das Bausekretariat alle damit zusammenhängenden Fragen ab. Zuletzt öffnete von Büren für die jungen Leute das gut gehütete Archiv der Gemeinde, welches bis hundert Jahre zurück reicht. «Wer bei uns auf der Vewaltung eine Ausbildung macht, erfährt viel über die Geschichte Embrachs», sagte er.

Alarm bei der Feuerwehr

Im Feuerwehrdepot bekamen die Schülerinnen und Schüler Einblick in den Alltag der Feuerwehr Embrachertal, welche für 18000 Menschen im Tal verantwortlich ist. Kommandant Michael Gerschwyler zeigte den Kindern die Ausrüstung eines Tanklöschfahrzeugs (TLF). Conny Bänninger, Feuerwehrsoldatin, erklärte den möglichen künftigen Feuerwehrleuten die Schutzausrüstung, welche sie anfassen und anprobieren konnten. Plötzlich gab es «Feueralarm». Rasch bestiegen die Jugendlichen das TLF und Gerschwyler fuhr zur «Unglücksstelle». Unverzüglich wurden die Wasserschläuche ausgefahren und der Brandherd bekämpft. Mit vereinten Kräften schaffte das Team das Feuer zu löschen. Die Jugendlichen waren begeistert und hatten im Anschluss viele Fragen an die Feuerwehr-Profis.

«Wer bei uns auf der Vewaltung eine Ausbildung macht, erfährt viel über die Geschichte Embrachs.»Daniel von Büren

Danach begab sich die Gruppe in die Badi Talegg, wo Betriebsleiter Mondher Mrabet auf sie wartete. Mit Freude und Begeisterung berichtete Mrabet von der Geschichte der Bäderkultur und seinem vielseitigen Beruf. Die Kinder durften helfen den Chlorgehalt im Wasser zumessen. Der Betriebsleiter führte die jugendlichen Besucher in die Unterwelt der Badi Talegg, wo sich jede Menge Technik verbirgt. Zum Abschluss erhielt jedes Kind als Dankeschön ein T-Shirt. Mondher Mrabet gab den künftigen Berufsleuten zum Schloss noch folgenden Rat mit auf den Weg: «Macht das, was euch Spass macht, damit ihr stets Freude daran habt, am Morgen zur Arbeit zu gehen.»

Thema «Seitenwechsel»

Das Mittagessen nahm die Gruppe im Alterszentrum Embrachertal ein und durfte hinter die Kulissen der Institution blicken. Vom Hausdienst über Pflegeberufe, Vewaltung, Gärtnerei und technischer Dienst bietet das Alterszentrum ein breites Spektrum an Arbeitsmöglichkeiten.

Danach wurden die künftigen Lernenden in die Tätigkeiten des Forst- und Werkbetriebs Embrach eingeweiht. Professionell gezimmerte Tische, Bänke und Spielplätze auf Gemeindegebiet, zeugen davon, dass der Beruf des Forstwartes durchaus kreativ sein kann. Der Besuch im Wasserreservoir rundete den abwechslungsreichen Tag ab.

Unter dem Motto «Seitenwechsel» öffneten gestern Hunderte von Betrieben ihre Türen für Schülerinnen und Schüler. «Mit dem neuen Konzept wollen wir den Mädchen Einblicke in Männerberufe geben und den Jungen die Möglichkeiten in Frauenberufen aufzeigen», erläuterte die Personalleiterin Jasmin Reithaar den neuen Ablauf. Etliche Gemeinden präsentierten den Zukunftstag auf diese Weise.

Zum ersten Zukunftstag in dieser Art sagte Daniel von Büren: «Wir freuten uns sehr über die rege Teilnahme und hoffen, damit einen Beitrag für die Ausbildung künftiger Fachkräfte zu leisten.»

Erstellt: 14.11.2019, 17:25 Uhr

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