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Pro und Contra Soll Zürich den Pfauensaal opfern?

Die Stadt Zürich muss das Schauspielhaus modernisieren und will dafür den geschichtsträchtigen Theatersaal zerstören. Nötige Erneuerung oder Verrat am historischen Erbe?

Der historische Pfauen-Saal aus dem Jahr 1926. Der Stadtrat hält ihn für nicht mehr zeitgemäss.
Der historische Pfauen-Saal aus dem Jahr 1926. Der Stadtrat hält ihn für nicht mehr zeitgemäss.
Foto: Thomas Egli

«Ja, die Sanierung dient dem Publikum und den Angestellten.»

Guido Kalberer

Fast so wichtig wie die Frage, welches Theaterstück auf dem Programm steht, ist für mich die Frage, wo es gespielt wird. Gross ist die Vorfreude, wenn es im Schiffbau gegeben wird; bescheiden hingegen, wenn der Abend im Pfauen stattfindet. Das hat, so seltsam es klingen mag, technische Gründe.

Schon vor Corona-Zeiten war es mir nie richtig wohl in den engen räumlichen Verhältnissen im geschichtsträchtigen Theater am Heimplatz. Nachdem man den schmalen Korridor zum Publikumsraum passiert hat, muss man sich wie in einem Puppenhaus durch die dicht bestuhlten Reihen zwängen. Und wenn man dann einmal (unbequem) sitzt, fällt einem die Decke auf den Kopf und drückt aufs Gemüt. Die meisten Zuschauer denken dann weniger an die heroische Geschichte des Hauses, sondern bloss: Wann ist das hier endlich Geschichte?

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