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SP holt zweiten Sitz in jurassischer Regierung zurück

Im Kanton Jura hat die SP ihren 2015 verlorenen Regierungssitz zurückerobert und damit der CVP eine herbe Niederlage beschert.

Rosalie Beuret Siess (SP) wurde neu in die Regierung gewählt. Foto: Anthony Anex (Keystone)
Rosalie Beuret Siess (SP) wurde neu in die Regierung gewählt. Foto: Anthony Anex (Keystone)

Im zweiten Wahlgang wurde die 41-jährige Kantonsparlamentarierin Rosalie Beuret Siess als Nachfolgerin von Charles Juillard (CVP) in die Exekutive gewählt. Bei einer Wahlbeteiligung von 39 Prozent machte Beuret Siess das Rennen mit 10'486 Stimmen. Auf die CVP-Kandidatin Anne Seydoux-Christe entfielen 8491 Stimmen. Auf dem dritten Platz landete Romain Schaer von der SVP mit 3379 Stimmen.

Dank der Wahl der Kantonsparlamentarierin und Gemeinderätin von Pruntrut, Rosalie Beuret Siess, haben die Sozialdemokraten wieder zwei Sitze in der fünfköpfigen Exekutive des jüngsten Schweizer Kantons. 2015 hatte die SP ihr zweites Mandat an die CSP, die unabhängigen Christlichsozialen verloren.

Erstmals nur noch ein CVP-Sitz

Für die CVP ist die Nicht-Wahl der 61-jährigen ehemaligen Ständerätin Anne Seydoux-Christe eine schmerzhafte Niederlage. Erstmals seit bestehen des Kantons Jura haben die durch interne Querelen angeschlagenen Christlichdemokraten in der Regierung nur noch einen einzigen Sitz. Zu ihren besten Zeiten hatte die CVP drei Minister gestellt.

Zwar unterstützten die Freisinnigen, die für die erste Runde noch keine Wahlempfehlung abgegeben hatten, die CVP im zweiten Wahlgang. Die SVP dagegen trat trotz geringer Chancen erneut an. Ihr war die CVP-Frau zu links. Zudem war die SVP sauer auf die CVP, weil diese ihr eine Kooperation für die Gesamterneuerungswahlen versagte.

Nur bis Oktober gewählt

Wahlsiegerin Rosalie Beuret Siess hat ihren Regierungssitz indes noch nicht für eine ganze Legislaturperiode auf sicher. Denn schon bald muss sich die SP-Frau der Wiederwahl stellen.

Denn am 18. Oktober finden im Kanton Jura Gesamterneuerungswahlen statt. Erst dann wird über die definitive Zusammensetzung der Regierung in den kommenden fünf Jahren entschieden. Aktuell besetzt die SP nun zwei Sitze, CVP, FDP und CSP haben je einen.

Nötig war die Ersatzwahl, weil CVP-Regierungsrat Charles Juillard im vergangenen Herbst in den Ständerat gewählt worden war. Weil die jurassische Kantonsverfassung Doppelmandate verbietet, musste er seinen Posten als Finanzminister nach zwölf Jahren verlassen.

SDA/sep

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