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Multi-Millionen-Paket Spielerwechsel interessieren nun auch den Staat

Nach der Ankündigung des riesigen Hilfspakets hat der Bund nun die Rückzahlungsbedingungen für die Darlehen präzisiert. Auch Transfererlöse spielen dabei eine wichtige Rolle.

Spielerwechsel wie jener von Vincent Sierro von St. Gallen zu YB im letzten Sommer werden nun auch für den Bund interessant.
Spielerwechsel wie jener von Vincent Sierro von St. Gallen zu YB im letzten Sommer werden nun auch für den Bund interessant.
Foto: YB

Einen Tag nach der Ankündigung von Sportministerin Viola Amherd, den Schweizer Sport in der Corona-Krise und vielleicht sogar darüber hinaus mit einer halben Milliarde Franken zu unterstützen, hat das Bundesamt für Sport (Baspo) überarbeitete Absichtserklärungen veröffentlicht.

Es handelt sich dabei um die detaillierten Vereinbarungen, die es mit dem Fussball- und Eishockeyverband getroffen hat, was die Darlehen, Sicherheiten und weiteren Bedingungen bei der Vergabe von 350 Millionen Franken in diesem und im nächsten Jahr betrifft. Und: Weil es zuletzt sehr schnell gehen musste, handelt es sich dabei noch immer nicht um die Schlussfassung.

In einigen Punkten erfolgte aber eine Präzisierung:

  • Nimmt die Swiss Football League (SFL) den Betrieb wieder auf, wegen der Pandemie aber ohne oder mit beschränkter Zuschauerzahl, so gewährt ihr der Bund für 2020 ein Darlehen von höchstens 25 Prozent des Betriebsaufwands (Basis 2018/19) oder höchstens 100 Millionen.
  • Die SFL wiederum vereinbart mit denjenigen Clubs, die einen Darlehensanteil beziehen, eine Rückzahlung an den Bund im Umfang von jährlich mindestens 30 Prozent der Einnahmen aus Medien- und Marketingrechten sowie zusätzlich 25 Prozent des Transfererlöses.
  • Und was für die Fussball- wie die Eishockeyvereine gilt: Jene Clubs, die ein Darlehen bekommen, haften gemäss ihrem Umsatzanteil (Basis 2018/19) solidarisch für die Rückzahlung des Gesamtdarlehens.
  • Was ebenso für Fussball und Eishockey gilt: Wer ein Darlehen bezieht, muss dieses zu 35 Prozent mit Garantien, Sicherheiten oder vertraglichen Vereinbarungen absichern.
  • Und wenn es bei den Fussballern unter Punkt 3.3. heisst, dass das durchschnittliche Einkommen aller Spieler innert drei Jahren nach der Auszahlung des ersten Darlehens um 20 Prozent gesenkt werden muss, ist das der Durchschnittswert von allen Darlehensbezügern. Dabei zählt der Solidaritätsgedanke.
8 Kommentare
    Ernst Baumann

    Sparen gilt offenbar für die Regierung nicht.

    Jeder Bundesrat bedient sich im Moment im Selbstbedienungsladen. Zuerst war es Herr Cassis, Herr Maurer, Frau Somaruga und jetzt auch noch Frau Amherd!

    Ich finde das nur noch ätzend und ein Affront gegenüber dem Steuerzahler.

    Bald wird der Gartenzwergverein, der Vogelschutzverein, der Chöngelizüchterverein und sonst noch was unterstützt!

    Ausgerechnet die werden unterstützt, die am Meisten verdienen, am korruptesten sind und keinen Steuerrappen bezahlen.

    Es kommt mir vor, wie im Vogelnest, der Jungvogel, der am lautesten schreit, bekommt einen Happen ab!

    Ich bin gespannt, was noch kommt. Wir haben noch drei andere Bundesräte, die sicher noch ein Loch im Geldsäckel haben!

    Fehlt nur noch das König Roger noch unterstützt wird. Er konnte ja auch nicht Tennis spielen. (Ich auch nicht, ja klar, auch sonst nicht)