Unihockey

Das müsste das Playoffticket für den HCR sein

Mit einem 8:3-Heimsieg gegen Uster vergrössert der HC Rychenberg seinen Vorsprung auf den Kantonsrivalen auf sieben Punkte. Drei Runden vor Schluss sollte dies für die Playoffteilnahme reichen.

Tobias Studer erzielte bei Rychenbergs Heimsieg gegen Uster drei Tore.

Tobias Studer erzielte bei Rychenbergs Heimsieg gegen Uster drei Tore. Bild: Urs Kindhauser

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Spiele unter der Woche sind bei den wenigsten Aktiven beliebt. Da dem HCR aber die grosse Chance winkte, mit einem Sieg gegen Uster die Teilnahme am Playoff mit allergrösster Wahrscheinlichkeit in der Tasche zu haben, war von fehlendem Fokus nichts zu spüren.

Die Mannschaft von Philipp Krebs bestimmte die Gangart über weite Strecken und war vor allem das offensiv wesentlich variablere und damit gefährlichere Team. Weil es auch gelang, die anfänglichen mangelnde Konsequenz in der Defensive aufzubauen, resultierte ein auch in dieser Deutlichkeit verdienter 8:3-Sieg. Obschon das Playoff rechnerisch noch nicht definitiv gesichert ist, sollte der HCR nun sein Augenmerk auf den 6. Rang richten. Diesen noch zu holen, muss das Ziel der letzten drei Runden sein.

Die ersten Minuten gehörten ohne Einschränkung dem HCR. Mit der ihm nun vertrauten angriffigen Spielweise setzte er die Gäste vom Anpfiff an in fast jedem Einsatz gehörig unter Druck und hätte bereits in der 2. Minute in Führung gehen können. Patrik Dóža, der erstmals seit längerem wieder in der Startaufstellung stand, brachte seinen freien Schuss aus rund sechs Metern aber nicht im Tor unter. Aufgeschoben war jedoch nicht aufgehoben. Vor allem Dóžas Formation mit dem omnipräsenten Topskorer Tuomas Iiskola sorgte für viel Gefahr.

Die Früchte geerntet

Es war dementsprechend wenig erstaunlich, dass diese Linie noch im Startdrittel die Früchte ihrer Arbeit erntete. In der 8. Minute stand Noah Püntener goldrichtig am weiten Pfosten und in der 14. Minute gewährte Uster Dóža im hohen Slot zu viel Raum, was dieser zum verdienten 2:0 nutzte. So sehr diese Führung dem Gezeigten entsprach, wohnte ihr doch der Makel inne, dass Püntener beim 1:0 zwar niemanden behinderte, aber halt doch im Schutzraum gestanden hatte. Verbesserungswürdig war auch das Zupacken in der Defensive.

Zu Beginn des Mitteldrittels begann Uster etwas früher zu stören. Einfach im gleichen Stil weiterzufahren war auch keine erfolgsversprechende Option. Doch bereits nach rund vier Minuten kehrte Uster wieder zum alten Schema zurück, was der HCR fast postwendend mit Dóžas 3:0 quittierte. Dieses Tor schien den Winterthurern allerdings nicht gut getan zu haben. Sie wurdn offensiv zu kompliziert, was den einen oder anderen Gegenstoss der Gäste mit sich brachte. Uster kam bis zur 36. Minute auf 3:2 heran, nicht weil es sich gesteigert hatte, sondern weil der HCR zu umständlich und zu fahrig geworden war.

Captain Nils Conrad brachte seine Farben aber nach dem Anschlusstor mit dem 4:2 fast augenblicklich wieder in die Spur. Von da an und bis zum Schlusspfiff hatte der HCR das Geschehen und den Gegner nahezu vollständig unter Kontrolle.

Philipp Krebs räumte ein, dass «wir spielerisch die klar bessere Mannschaft waren und nach dem 4:2 wieder die Ordnung fanden». Gleichwohl hatte er nicht nur Freude am Gezeigten. Für ein Wochentagsspiel sei es diesmal positiv gewesen, aber im ersten und zweiten Drittel hätten sie schon ihre Tiefen gehabt. So habe die erste Linie zeitweilig zu wenig Druck aufbauen können, während die zweite zeitweilig zu sehr aufrückte.

Dennoch zog der HCR-Trainer ein positives Fazit: «Trotz beruflichem Stress einiger Spieler haben wir den Januar mit zwei Punkten unter dem Maximum durchgezogen.» Jetzt gilt es, sich in der Nationalteampause zu erholen und Platz 6 anzupeilen.

Erstellt: 23.01.2020, 23:40 Uhr

HCR - Uster 8:3 (2:0, 2:2, 4:1)

Axa-Arena. – 810 Zuschauer. – SR Geissbühler/Schmocker. – Tore: 8. Püntener (Iiskola) 1:0. 14. Dóža (Iiskola) 2:0. 26. Dóža (Gutknecht) 3:0. 30. Steiger (Beerli) 3:1. 36. (35:11) Urner (Kanebjörk) 3:2. 36. (35:52) Nils Conrad (Levin Conrad) 4:2. 45. (44:11) Studer (Nils Conrad) 5:2. 46. (45:10) Urner (Gallati) 5:3. 50. Wöcke (Studer) 6:3. 55. Studer (Wöcke) 7:3. 59. Studer (Neubauer; ins leere Tor) 8:3. – Strafen: keine.

Rychenberg: Gruber; Nils Conrad, Levin Conrad; Gutknecht, Nussbächer; Noah Aeschimann, Schaub; Wöcke, Braillard, Studer; Püntener, Dóža, Iiskola; Lutz, Krebs, Keller; Neubauer. – Uster: Feiner; Heierli, Klauenbösch; Steiger, Bolliger; Kanebjörk, Hurni; Stäubli, Schubiger, Berweger; Suter, Beerli, Juhola; Urner, Gallati, Kulmala.

Bemerkungen: Rychenberg ohne Dall’Oglio, Grunder, Schwerzmann (verletzt), mit Ott (U-21). Uster in Bestbesetzung. Rychenberg mit drei Linien, ab der 41. Minute mit zwei Linien. Uster mit drei, ab der 41. Minute mit zwei Linien. 6. Pfostenschuss Noah Aeschimann. 31. Lattenschuss Stäubli. Uster von 57:08 bis 58:51 in Ballbesitz mit einem zusätzlichen Feldspieler.

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