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Der BCW verpasst den Cupfinal

Fehlendes Wurfglück und ein Gegner mit einem klaren Plan: Die Winterthurerinnen verlieren zu Hause den Halbfinal des Schweizer Cups gegen Elfic Fribourg 72:89.

Ein Kampf, der verloren geht: Cinzia Tomezzoli, hier gegen Alexia Rol, scheitert vor 600 Zuschauern in Neuhegi mit dem BC Winterthur im Cup-Halbfinal an Elfic Fribourg.
Ein Kampf, der verloren geht: Cinzia Tomezzoli, hier gegen Alexia Rol, scheitert vor 600 Zuschauern in Neuhegi mit dem BC Winterthur im Cup-Halbfinal an Elfic Fribourg.
Stefan Kleiser

«Wir waren nicht bereit», bedauert BCW-Headcoach Daniel Rasljic. Fribourg schon. Aggressiv und mit einem klaren Plan für die Verteidigung gingen die Westschweizerinnen zu Werk. «Was wir vorbereiteten, das hat gut funktioniert», analysierte Elfic-Trainer Romain Gaspoz nach dem 89:72-Sieg und der Qualifikation für den Cupfinal. Die Winterthurerinnen kamen in der ersten Halbzeit nur zu vier Würfen aus der Distanz. «Wir wollten Winterthur in Eins-gegen-eins-Situationen zwingen», erklärte Gaspoz.

Und da konnten sich die Winterthurerinnen nicht wie gewohnt durchsetzen. Wohl warf Innenspielerin LaBrittney Jones 24 Punkte. Aber aus der 2-Punkte-Zone war sie nur mit jedem vierten ihrer 25 Versuche erfolgreich - bisher hatte ihre Trefferquote 57 Prozent betragen. Auch die zweite US-Verstärkungsspielerin, Kolby Morgan, brachte viel mehr Würfe nicht im Ziel unter als gewohnt. «Wir haben heute einen guten Job gemacht», urteilte der Elfic-Coach.

Dreieinhalb Minuten brauchten die Frauen des BCW, bis der Ball nach einem Freiwurf von Kolby Morgan zum ersten Mal durch den Ring flutschte. Danach stand es 1:9. Und erst nach sechs Minuten gelang Cinzia Tomezzoli der erste Korb aus dem Feld - zum 3:16. Die Gastgeberinnen begannen vor der Rekordkulisse von 600 Zuschauern nervös. «So, wie wenn wir zum ersten Mal im Halbfinal gestanden hätten», wunderte sich Teamcaptain Cinzia Tomezzoli ratlos.

Nützliche Niederlage?

Dass die Winterthurerinnen die Partie nach dem Fehlstart nicht frühzeitig verloren gaben, ist ihnen hoch anzurechnen. Beinahe wäre die Partie sogar noch gekippt. Zu Beginn des letzten Abschnittes verkürzte LaBrittney Jones auf 62:64, später nochmals auf 67:72. Doch Fribourgs Nationalspielerin Nancy Fora konterte jeweils wenige Sekunden später mit einem Korb von der Drei-Punkte-Linie. «Elfic traf die wichtigen Würfe», analysierte BCW-Coach Rasljic. «Und sie gewannen alle 50-zu-50-Bälle.»

«Wir hatten kein Glück», fand Distanzwerferin Iva Bosnjak enttäuscht. Auch die 18-Jährige blieb mit einer Trefferquote von 22 Prozent unter dem persönlichen Normalwert. Aber es lag nicht nur am Wurfpech. Fribourg war gegenüber den letzten Duellen mit dem BCW nicht wiederzuerkennen. Der Trainerwechsel, vorgenommen nach dem gegen Winterthur verlorenen Final des SBL-Cups, hat sich bezahlt gemacht. Und der BCW? Mit Blick auf den weiteren Verlauf der NLA-Saison sei die Niederlage vielleicht sogar nützlich, meinte Rasljic.

Cup-Halbfinal Frauen

Winterthur - Elfic Fribourg 72:89 (16:27, 18:17, 23:18, 15:27). - Neuhegi. - 600 Zuschauer. - SR Vitalini/Jeanmonod.

Winterthur: Jones (24), Morgan (23), Tomezzoli (10), Bosnjak (5), Brouwer (4); Siafa (2), Mensah (2), Luap (2). - Elfic Fribourg: Fora (15), Williams (15), Ines Matos (6), Rol (26), Giroud (18); Dihigo Bravo (7), Jacquot (2).

Trefferquoten. Winterthur: 2 Punkte 21 von 57, 3 Punkte 4 von 14, Freiwürfe 18 von 21. - Elfic Fribourg: 2 Punkte 23 von 41, 3 Punkte 10 von 24, Freiwürfe 13 von 16. - Bemerkungen: 34. Mensah verletzt ausgeschieden.

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