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Bern erkämpft sich Overtime-Sieg

Der eigene Nachwuchs erlöst den SCB: Nach einem 2:3-Rückstand gewinnt Bern gegen Servette mit 4:3 nach Verlängerung und führt in der Serie 3:2.

Der entscheidende Treffer: Yanik Burren schiesst den SC Bern in der Verlängerung gegen Servette ins Glück. <i>(Video: SRF)</i>

Mit dem 56. Torschuss fand der SC Bern ins Glück. Verteidiger Yanik Burren (22) bezwang Genfs Goalie Robert Mayer, der zuvor mit 52 Paraden die Berner an den Rand der Verzweiflung gebracht hatte.

Bern siegte verdientermassen. Sie dominierten den ersten Abschnitt mit 18:6 Torschüssen und den dritten sogar mit 19:4. In der 62. Minute hätte Gregory Sciaroni bereits alles klar machen müssen. Allerdings liess er sich wohl vom verzweifelten Hechtsprung Mayers aus der Ruhe bringen und traf bloss an den Pfosten.

Der eigene Nachwuchs korrigierte für Bern das Bild. Vor Burren hatte mit André Heim (20) schon ein eigener Junior Bern in die Overtime verholfen.

Auf und Ab

Die reguläre Spielzeit bot das Auf und Ab, an welches sich die Beobachter dieser Serie längst gewohnt haben. Die Stimmung kippte in der Serie zwischen Bern und Servette schon mehrmals - aber nie schneller als am Dienstagabend in der Berner Arena im zweiten Abschnitt. Nach 25 Minuten führte Bern 2:0. Daniele Grassi hatte zweimal getroffen. Die Fans lagen sich in den Armen - Riesenjubel! 10 Spielminuten später wurde Bern mit einem gellenden Pfeiffkonzert in die zweite Pause geschickt. Zweimal Arnaud Jacquemet im Powerplay (zum 1:2 und 3:2) und Noah Rod in Unterzahl (zum 2:2) machten für den Genève-Servette Hockey Club aus dem 0:2 ein 3:2.

Yanik Burren schiesst Bern ist Glück: Der Siegestorzschütze (mitte)  jubelt mit Thomas Rüfenacht (links) und Andrew Ebbett.
Yanik Burren schiesst Bern ist Glück: Der Siegestorzschütze (mitte) jubelt mit Thomas Rüfenacht (links) und Andrew Ebbett.
Raphael Moser
Der SCB gewinnt mit 4:3 nach Verlängerung.
Der SCB gewinnt mit 4:3 nach Verlängerung.
Raphael Moser
Auch Mark Arcobello ist bisher noch kein Treffer geglückt. Dabei hatte er das 1:0 im ersten Drittel praktisch auf der Schaufel.
Auch Mark Arcobello ist bisher noch kein Treffer geglückt. Dabei hatte er das 1:0 im ersten Drittel praktisch auf der Schaufel.
Raphael Moser
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Bern rettete sich am Ende glückhaft in die Verlängerung. Ein Puckverlust von Michael Völlmin ermöglichte Junior André Heim neun Minuten vor Schluss den 3:3-Ausgleich. Alle drei Berner Goals vor der Verlängerung gingen auf das Konto der vierten Sturmlinie. Insgesamt enttäuschte der offensive Ertrag Berns erneut (51:20 Torschüsse).

Was Bern zu denken geben muss: Während der gesamten Qualifikation gab Bern nach einer Zweitore-Führung keinen einzigen Punkt ab. In den Playoffs verspielten die Berner in Spiel 5 zum dritten Mal innerhalb einer Woche gegen Servette ein 2:0 - und beim 2:1-Auswärtssieg letzten Samstag brachten sie das 2:0 ebenfalls nicht ohne Scharmützel über die Zeit.

Bern - Genève-Servette 4:3 (0:0, 2:3, 1:0, 1:0) n.V. 16'034 Zuschauer. - SR Tscherrig/Wiegand, Kovacs/Obwegeser. Tore: 22. Grassi 1:0. 26. Grassi (Brügger) 2:0. 30. Jacquemet (Richard/Ausschluss Brügger) 2:1. 30. Rod (Jacquemet, Richard/Ausschluss Mercier!) 2:2. 40. (39:54) Jacquemet (Rod, Richard/Ausschluss Ebbett) 2:3. 52. Heim (Scherwey) 3:3. 68. (67:59) Burren (Ruefenacht) 4:3. Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Bern, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. PostFinance-Topskorer: Moser; Richard. Bern: Genoni; Kruger, Blum; Andersson, Gerber; Burren, Almquist; Untersander; Boychuk, Ebbett, Bieber; Sciaroni, Haas, Scherwey; Ruefenacht, Arcobello, Moser; Grassi, Heim, Berger; Brügger. Genève-Servette: Mayer; Jacquemet, Martinsson; Mercier, Fransson; Völlmin, Bezina; Antonietti; Skille, Richard, Rod; Fritsche, Berthon, Bozon; Simek, Romy, Rubin; Riat, Kast, Maillard; Patry. Bemerkungen: Bern ohne Mursak, Kamerzin und Kämpf, Genève-Servette ohne Almond, Bouma, Douay, Tömmernes, Vukovic, Wick (alle verletzt), Wingels und Winnik (beide gesperrt). - Pfostenschüsse: Grassi (51.), Sciaroni (62.).

SDA

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