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Bern verpasst das Playoff, die Lions sind Quali-Sieger

Der SC Bern verliert gegen Lausanne 2:3. Lugano zieht trotz der Niederlage gegen Ambri ins Playoff ein.

Die Lausanner bejubeln das 1:0. Am Ende steht es 3:2 für die Westschweizer.
Die Lausanner bejubeln das 1:0. Am Ende steht es 3:2 für die Westschweizer.
Laurent Gillieron, Keystone
Ganz bitter: Für den SC Bern steht jetzt die Platzierungsrunde an.
Ganz bitter: Für den SC Bern steht jetzt die Platzierungsrunde an.
Laurent Gillieron, Keystone
Doch am Ende jubeln die Tessiner. Sie schafften die Qualifikation, weil Lausanne gegen Bern gewann.
Doch am Ende jubeln die Tessiner. Sie schafften die Qualifikation, weil Lausanne gegen Bern gewann.
Keystone
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Das sind die Paarungen des Playoff:

  • ZSC Lions - HC Lugano
  • EV Zug - Fribourg-Gottéron
  • HC Davos - HC Lausanne
  • Genf-Servette - EHC Biel

Der SC Bern hat auch die letzte Chance nicht genutzt und das Playoff verpasst. Der SCB musste in Lausanne gewinnen, doch davon war anfänglich nichts zu sehen. Das erste Drittel gemahnte an ein Testspiel im August. Nach der Pause erhöhten die Gäste das Tempo, doch die Waadtländer gingen zweimal in Führung. Zweimal glichen die Mutzen aus, indem zuerst Inti Pestoni und dann Tristan Scherwey den Puck nach Schüssen Beat Gerbers präzis ablenkten.

Weil Ambri im Tessiner Derby 3:1 führte, war die Playoff-Qualifikation für die Berner plötzlich wieder zum Greifen nahe. Sie kamen auch zu guten Chancen. Doch den 3:2-Siegtreffer erzielte fünf Minuten vor dem Ende Josh Jooris für die Gastgeber per Ablenker. Es war für den Meister der Schlusspunkt einer völlig missratenen Qualifikation. Und nun steht die Platzierungsrunde an. (ädu)

ZSC souverän zum Qualifikationssieg

Für die ZSC Lions war es ein äusserst erfolgreicher Geisterspiel-Abend. Mit einem deutlichen 4:1-Erfolg im Spitzenkampf gegen den EV Zug sicherten sie sich den Qualifikationssieg. Die zweite Erfolgsmeldung betrifft Pius Suter. Der Zürcher Stürmer schloss die Qualifikation mit einem Total von 30 Toren und 23 Assists als Liga-Topskorer ab. Als erster Schweizer seit Damien Brunner in der Saison 2011/12. Auf die verdiente Ehrung muss der 23-Jährige jedoch verzichten, da die ursprünglich für Montag vorgesehene PostFinance-Topskorer-Ehrung wegen dem Coronavirus ebenfalls abgesagt wurde.

Suter fand auch im abschliessenden Spiel gegen Zug den Weg auf die Torschützenliste, indem er EVZ-Goalie Leonardo Genoni auf herrliche Weise zum 3:0 bezwang. Der Matchwinner war jedoch für einmal nicht Suter, sondern dessen Teamkollege Denis Hollenstein, der das 1:0 und 4:0 erzielte und zudem das 2:0 von Simon Bodenmann vorbereitete. Der EVZ enttäuschte derweil auf der ganzen Linie, nicht zum ersten Mal in jüngster Zeit. In der Endphase der Qualifikation sind die Zentralschweizer in eine Baisse geraten.

Für die ZSC Lions ist es der erste Qualifikationssieg seit der Saison 2015/16. Die Erinnerungen daran sind jedoch alles andere als gut, anschliessend schieden sie im Playoff-Viertelfinal gegen den SC Bern mit 0:4 aus. Im Extremfall könnte der diesjährige Erfolg jedoch sogar den Meistertitel bedeuten. Dies bei einem allfälligen nachträglichen Beschluss, falls das Playoff komplett ausfallen sollte. Dieses Szenario wünschen sich jedoch nicht einmal die ZSC-Fans. Im leeren Hallenstadion hinterliessen sie auf einem Plakat in grossen Lettern die Botschaft: «Kein Meister ohni Play-offs!» Wird das Playoff gestartet, müssen sich die ZSC Lions im Viertelfinal dem HC Lugano stellen. (mal)

Lugano kommt mit blauem Auge davon

Ambri-Piotta hat das letzte Tessiner Derby der Saison mit 4:1 für sich entschieden. Die Mannschaft von Trainer Luca Cereda geriet in der Cornèr Arena zwar kurz nach Beginn des zweiten Drittels durch Thomas Wellinger in Rückstand, nach dem Ausgleich durch Matt D'Agostini kurz nach Spielhälfte in Unterzahl übernahmen aber die Leventiner vermehrt das Spieldiktat.

Fabio Hofer sorgte in der 42. Minuten für die Führung. Nach dem 3:1 im Powerplay nur vier Minuten später durch Robert Sabolic stieg der Druck auf die Equipe von Serge Pelletier, zumal sie bei einem gleichzeitigen Sieg des SC Bern so noch unter den Strich gefallen wäre. Doch die Luganesi konnten das Schicksal nicht mehr in die eigenen Hände nehmen. Dominic Zwerger sorgte mit dem Treffer ins leere Tor fürs Schlussresultat.

Dank der 3:2-Niederlage des SCB in Lausanne kommt der HCL mit einem blauen Auge davon und sichert sich den letzten Playoffplatz. Ambri sammelt derweil wichtige drei Punkte auf dem Weg zum Ligaerhalt über die Platzierungsrunde. (sis)

Seltener Langnauer Erfolg zum Abschluss

Die SCL Tigers können doch noch gewinnen: 4:2 bezwingt die Equipe von Heinz Ehlers den EHC Biel zum Abschluss der Qualifikation. Es ist ein seltenes Erfolgserlebnis für Langnau. Weil es zuvor zehn der letzten zwölf Spiele verloren hat. Hauptgrund für diese Niederlagenserie: Die SCL Tigers schiessen kaum noch Tore.

Im Derby gegen Biel allerdings zeigten sie sich diesbezüglich wieder einmal von ihrer besseren Seite – wobei sie auch ein wenig Glück benötigten. Beim 1:0 (19.) lenkte EHCB-Verteidiger Kevin Fey einen Schuss von Ben Maxwell ins eigene Tor ab. Doch dann zeigten die Langnauer Kampfgeist. Alexei Dostoinow brachte sie nach dem 1:1 Toni Rajalas wieder in Front. Zwar gelang Damien Brunner nochmals der Ausgleich, aber Langnau steckte nicht auf - und Eero Elo sorgte schliesslich mit einer Doublette für den Endstand.

Weil Ambri allerdings ebenfalls gewann, nehmen die SCL Tigers die Platzierungsrunde auf Rang 11 in Angriff. Biel derweil trifft im Playoff-Viertelfinal auf Genf. (mob)

Davos dreht Spiel im Schlussdrittel

Es brauchte gegen Schlusslicht Rapperswil-Jona einen eindrücklichen Schlussspurt des HC Davos, um Platz 3 bewahren zu können. Nach 40 uninspirierten Minuten lagen die Bündner gegen die St. Galler 1:3 zurück, gewannen dann aber das letzte Drittel 4:0 und die Partie 5:3. Sie treffen in Playoff-Runde 1 nun auf Lausanne, dieses Duell gab es erst einmal, 2017 setzte sich der Rekordmeister gegen die Waadtländer 4:0 durch.

Bis es soweit war, mussten die Davoser Fans (vor dem Fernseher oder dem Ticker) aber lange bangen. Zwar meistens im Puckbesitz, aber ohne jede Entschlossenheit vor dem Tor, erinnerte der Davoser Auftritt an jenen am Vorabend beim 0:3 in Ambri. Die Lakers nutzten dies mit guter Effizienz zu einer verdienten 3:1-Führung. Dann aber geschah das, was bei Rapperswils Auswärtsspielen diese Saison sehr oft geschah. Die Lakers, die von 25 Spielen in der Fremde nur 3 gewannen, erlitten einen Einbruch. Der HC Davos kam in regelmässigen Abständen zu seinen vier Toren und feierte am Ende seinen 19. Heimsieg – das ist Bestwert der Qualifkation. (kk)

Servette siegt diskussionlos

Genf-Servette hat zum Abschluss der Qualifikation in der National League 6:1 gegen Fribourg Gottéron gewonnen. Timothy Kast brachte die Mannschaft von Patrick Emond im ersten Drittel in Führung, Arnaud Jacquemet erhöhte nach Spielmitte in Überzahl. Nach dem dritten Treffer durch Stéphane Patry bestand über den Ausgang dieser Partie kein Zweifel mehr, umso mehr als die Genfer nach dem Anschlusstreffer der Fribourger durch Samuel Walser durch drei Tore innert dreier Minuten reagieren konnten. Den Freiburgern fehlte es nach der am Freitag sichergestellten Playoffqualifikation sichtlich an Energie und Durchschlagskraft. Im Playoff bekommt es Servette nun mit Biel zu tun, während Fribourg auf Zug trifft. (sis)

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Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

Die Sendung ist zu hören auf Spotify sowie auf Apple Podcast. Oder direkt hier:

Lausanne - Bern 3:2 (0:0, 2:1, 1:1) Keine Zuschauer. – SR Salonen, Hebeisen; Kovacs, Gnemmi. – Tore: 33. Frick (Grenier) 1:0. 35. Pestoni (Beat Gerber) 1:1. 40. (39:02) Jooris (Lindbohm) 2:1. 44. Scherwey (Beat Gerber) 2:2. 56. Jooris (Nodari, Bertschy) 3:2. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lausanne, keine gegen Bern.Lausanne: Boltshauser; Heldner, Frick; Nodari, Lindbohm; Grossmann, Genazzi; Oejdemark; Pereskokov, Jeffrey, Herren; Bertschy, Jooris, Kenins; Leone, Vermin, Grenier; Moy, Freidevaux, Traber; Antonietti.Bern: Karhunen; Untersander, Blum; Andersson, Beat Gerber; Krueger, Colin Gerber; Burren; Mursak, Arcobello, Moser; Pestoni, Rüfenacht, Scherwey; Jeremi Gerber, Ebbett, Praplan; Berger, Heim, Kämpf.

ZSC Lions - Zug 4:1 (2:0, 2:1, 0:0) Keine Zuschauer. – SR Wiegand/Fluri, Kaderli/Schlegel. – Tore: 9. Hollenstein 1:0. 15. Bodenmann (Hollenstein) 2:0. 26. Suter (Geering) 3:0. 32. Hollenstein (Bodenmann) 4:0. 33. Simion (Thorell, Alatalo/Ausschluss Berni) 4:1. – Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 7mal 2 Minuten gegen Zug.ZSC Lions: Flüeler; Noreau, Marti; Jakkola, Geering; Trutmann, Berni; Phil Baltisberger; Pettersson, Krüger, Suter; Bodenmann, Diem, Hollenstein; Chris Baltisberger, Prassl, Wick; Sigrist, Schäppi, Pedretti; Simic.Zug: Genoni; Diaz, Morant; Thiry, Alatalo; Zgraggen Geisser; Zryd, Stadler; Klingberg, Kovar, Hofmann; Martschini, Lindberg, Thorell; Simion, Senteler, Bachofner; Leuenberger, Albrecht, Zehnder.

Lugano - Ambri-Piotta 1:4(0:0, 1:1, 0:3) Keine Zuschauer. – SR Lemelin/Mollard; Cattaneo/Fuchs. – Tore: 22. Wellinger 1:0. 34. D'Agostini (Ausschluss Dotti!) 1:1. 43. Hofer (Dal Pian) 1:2. 46. Sabolic (Flynn/Ausschluss Bürgler) 1:3. 60. (59:16) Zwerger (Plastino) 1:4 (ins leere Tor). – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 5mal 2 plus 10 Minuten (Zwerger) gegen Ambrì Piotta.Lugano: Zurkirchen; Wellinger, Chorney; Chiesa, Elia; Vauclair, Löffel; Jecker; Klasen, McIntyre, Bertaggia; Walker, Lajunen, Suri; Lammer, Sannitz, Fazzini; Bürgler, Romanenghi, Zangger; Morini.Ambri-Piotta: Manzato; Fora, Dotti; Plastino, Ngoy; Fohrler, Fischer; Pezzullo; Trisconi, Goi, Bianchi; D'Agostini, Flynn, Sabolic; Hofer, Müller, Zwerger; Mazzolini, Dal Pian, Hinterkircher; Schwab.

SCL Tigers - Biel 4:2 (1:0, 1:1, 2:1) Keine Zuschauer. – SR Dipietro/Urban; Progin/Ambrosetti. – Tore: 19. Maxwell (Dostoinow) 1:0. 35. Rajala (Pouliot/Ausschluss Cadonau) 1:1. 40. (39:43) Dostoinow (Maxwell) 2:1. 46. Brunner (Pouliot, Rajala/Ausschluss Huguenin) 2:2. 51. Elo (Maxwell) 3:2. 56. Elo 4:2. – Strafen: je 3mal Minuten.SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Leeger; Lardi, Erni; Schilt, Blaser; Cadonau, Huguenin; Elo, Maxwell, Dostoinow; Berger, Diem, Pesonen; Schmutz, Earl, Sturny; Kuonen, In-Albon, Andersons.Biel: Paupe; Fey, Kreis; Rathgeb, Forster; Ulmer, Salmela; Sataric; Hügli, Pouliot, Rajala; Riat, Nussbaumer, Fuchs; Brunner, Gustafsson, Künzle; Schneider, Tanner, Kohler.

Davos - Rapperswil-Jona Lakers 5:3 (1:2, 0:1, 4:0) Keine Zuschauer. – SR Tscherrig/Müller, Kehrli/Wolf. – Tore: 9. Simek (Dominik Egli, Cervenka) 0:1. 14. Kristo (Ausschluss Randegger!) 0:2. 17. Tedenby (Marc Wieser, Mankinen) 1:2. 26. Maier 1:3 (angezeigte Strafe). 41. (40:51) Stoop (Herzog) 2:3. 49. Lindgren (Marc Wieser, Guerra) 3:3. 55. Marc Wieser (Ausschluss Chris Egli; Eggenberger) 4:3. 60. (59:05) Marc Wieser (Lindgren, Tedenby) 5:3. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 5mal 2 plus 5 Minuten (Hächler) plus Spieldauer (Hächler) gegen Lakers.Davos: Sandro Aeschlimann; Nygren, Barandun; Stoop, Jung; Kienzle, Guerra; Mankinen, Baumgartner, Tedenby; Ambühl, Marc Aeschlimann, Hischier; Marc Wieser, Lindgren, Herzog; Kessler, Chris Egli, Frehner; Thierry Bader.Lakers: Nyffeler; Schneeberger, Profico; Dominik Egli, Randegger; Hächler, Maier; Vukovic, Schmuckli; Kristo, Pyatt, Loosli; Clark, Cervenka, Simek; Mosimann, Ness, Schlagenhauf; Eggenberger, Dünner, Casutt.

Fribourg-Gottéron - Genève-Servette 1:6 (0:1, 0:1, 1:4) Keine Zuschauer. – SR Stricker/Hungerbühler, Obwegeser/Bürgi. – Tore: 17. Kast (Fritsche, Cajka) 0:1. 36. Jacquemet (Rod, Richard/Ausschluss Boychuk) 0:2. 47. Patry (Miranda, Winnik) 0:3. 53. (52:25) Walser (Marchon) 1:3. 54. (53:14) Patry (Miranda, Tömmernes) 1:4. 54. (53:29) Smons (Richard) 1:5. 57. Caron (Richard, Smons) 1:6. – Strafen: 3mal 2 Minuten plus Spieldauer (für Trainer Dubé/39.) gegen Fribourg-Gottéron, keine gegen Genève-Servette.Fribourg-Gottéron: Waeber; Kamerzin, Furrer; Gunderson, Marti; Forrer, Abplanalp; Gähler; Marchon, Walser, Vauclair; Lauper, Schmutz, Lhotak; Rossi, Desharnais, Brodin; Sprunger, Schmid, Boychuk.Genève-Servette: Mayer; Jacquemet, Tömmernes; Völlmin, Mercier; Karrer, Le Coultre; Smons; Caron, Richard, Rod; Miranda, Winnik, Patry; Fritsche, Kast, Cajka; Wick, Berthon, Douay.

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