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Der EHCW am Ende der Playoff-Träume

Nach einer 2:6-Niederlage gegen Rapperswil-Jona muss der EHC Winterthur seine Hoffnungen auf eine Playoff-Teilnahme wohl begraben.

Anthony Staiger (links) als Puckjongleur: Trotzdem unterlag der EHC Winterthur den Rapperswil-Jona Lakers 2:6.
Anthony Staiger (links) als Puckjongleur: Trotzdem unterlag der EHC Winterthur den Rapperswil-Jona Lakers 2:6.
Madeleine Schoder

Sieben Minuten vor Schluss der Partie gab der Stadion-Speaker in der Zielbau-Arena die Termine der Testspiele des EHCW im August gegen den EHC Kloten und gegen die ZSC Lions bekannt. Das machte klar: Die Gedanken richten sich langsam in Richtung nächste Saison. In der laufenden Spielzeit wird es dem EHCW wohl nicht mehr für die Playoffs reichen. Zwar verloren nicht nur die Winterthurer gegen die Rapperswil-Jona Lakers mit 2:6, sondern auch Thurgau mit 1:4 gegen La Chaux-de-Fonds. Aber der EHCW müsste nun aus den letzten beiden Spielen am Freitag in La Chaux-de-Fonds und am Sonntag zuhause gegen Olten sechs Punkte holen und Thurgau dürfte nichts mehr gelingen. Nur so wäre der Vorstoss des EHCW auf Rang 8 noch möglich. Ein solches Szenario aber ist sehr unwahrscheinlich. Eines müssen sich die Winterthurer nicht vorwerfen lassen: Nicht alles gegeben zu haben, um den kleinen Strohhalm festzuhalten, an dem sie ihre Hände noch hatten. Die Partie gegen Rapperswil-Jona wurde erst in der 51. Minute entschieden. Da stellten Jan Vogel und Ryan McGregor das Skore mit zwei Toren innert 26 Sekunden von 3:2 auf 5:2. MGregor machte sich damit wie Cédric Hüsler zum Doppeltorschützen der Lakers.

EHCW-Trainer Michel Zeiter blieb danach nur , seinem Ersatzgoalie Oliver Etter noch etwas Einsatzzeit zu geben. Er nutzte sie zu einer guten Leistung, konnte das 2:6 aber auch nicht verhindern. Auch Stammgoalie Remo Oehninger hatte stark gespielt und den EHCW lange vor einem Rückstand bewahrt.

Im Mitteldrittel unten durch

Es gab zwei entscheidende Phasen in dieser Partie. Die eine dauerte 15 Minuten lang im Mitteldrittel. Dieses hatte für den EHCW zwar gut begonnen, denn im Powerplay tanzten sich Gian-Andrea Thöny und Fadri Lemm durch die Reihen der St. Galler, Lemm war es, der schliesslich das 2:0 erzielte.

Danach aber mussten die Winterthurer schwer unten durch. Die Lakers erhöhten Tempo und Druck markant, und der EHCW konnte sich bald einmal nicht mehr dagegen wehren, da half auch ein Timeout Zeiters nichts. McGregor verkürzte in der 25. Minute auf 1:2, Hüsler glich in der 31. Minute aus und brachte Rapperswil Jona mit seinem zweiten Treffer in der 34. Minute erstmals in Führung, und diese gab das Team von Jeff Tomlinson bis zum Schluss nicht mehr ab. Gut war bei den Winterthurern zwar das Boxplay, aber zweimal kassierten sie nur kurz nach einer überstandenen Strafe ein Tor.

Die Chancen zum 3:3

Im ganzen zweiten Drittel gab es nur eine Szene, in der sich der EHCW zumindest einen etwas längeren Atem hätte verschaffen können. Beim Stand von 2:1 führte ein schwerer Fehlpass des Rapperswilers Leandro Profico zu einer Grosschance für Thierry Bader. Steve Mason griff unlauter ein, es roch nach Penalty, doch die Schiedsrichter beliessen es bei einer Strafe für den Lakers-Spieler. So, wie der EHCW danach aber leiden musste, ist nicht davon auszugehen, dass ihm ein Penalty oder ein Tor zum 3:1 viel weiter geholfen hätte. Das Heimteam musste im Gegenteil froh sein, nach 40 Minuten nur 2:3 hinten zu liegen, denn in der 39. Minute traf Antonio Rizzello nur den Pfosten.

So aber blieb das Resultat so knapp, dass der EHCW im Schlussdrittel noch eine Wende anpeilen konnte. Diese suchten die Winterthurer vehement. Vor allem im Powerplay gab es Möglichkeiten. Drei davon boten sich bis zur 50. Minute alleine Gian-Andrea Thöny, der vor dieser Partie von Alex Hutchings als Topskorer des Teams abgelöst worden war. Aber Thöny konnte sie nicht nutzen, was letztlich entscheidend war, denn danach kam der Doppelschlag der Lakers und die Partie war gelaufen.

Im Cup dabei

Den Winterthurern bleibt, sich auf die letzten Partien vorzubereiten. Auch wenn es nicht für die Playoffs reicht, so ist doch jetzt schon zu sagen: Dass man sich bis in die letzten Runden der Qualifikation darauf realistische Playoff-Hoffnungen machen konnte, das ist ein grosser Erfolg. Und was jetzt auch klar ist: Schlechter als Neunter kann der EHCW nicht abschliessen. Das ist besser als in der letzten Saison und bedeutet: Die Teilnahme am Cup ist gesichert. Da dürfen nämlich nur die besten zehn Teams der NLB teilnehmen, also nicht mehr automatisch jedes.

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