Eishockey

Der EHCW baut am Gerüst für die nächste Saison

Das Kader des EHCW 2019/20 hat noch Lücken. Vordringlichste Frage ist die nach den Ausländern.

Ihn möchte EHCW-Sportchef Michel Zeiter gerne behalten: Topskorer Jared Gomes.

Ihn möchte EHCW-Sportchef Michel Zeiter gerne behalten: Topskorer Jared Gomes. Bild: Madeleine Schoder

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Nächste Woche trifft der EHC Winterthur noch auf Thurgau (h), Olten (a) und Kloten (h). Klar ist bereits jetzt, dass die Saison danach für die Winterthurer beendet ist, denn für das Playoff können sie sich nicht mehr qualifizieren. Umso wichtiger ist diese Zeit für Gespräche, die Sportchef und Trainer Michel Zeiter führt, um das Kader der Saison 2019/20 zusammenzustellen. Ein kleiner Überblick über den Stand der Dinge auf den einzelnen Positionen:

Torhüter: Tim Guggisberg hat für die kommende Saison unterschrieben. Mit Remo Oehninger und Fabio Haller sind Gespräche im Gange.

Verteidiger: Ihre Verträge verlängert haben Pascal Blaser, Mike Küng, Uinter Guerra, Silvio Schmutz und Samuele Pozzorini. Captain Reto Kobach steht kurz vor dem Abschluss eines neuen Kontraktes. Mit Atanasio Molina und Michael Roos wird verhandelt. Keinen Vertrag mehr erhalten wird Sebastian Jonski. Interesse aber hat Zeiter am eigenen Elite-B-Junior Joel Sigg, der in den letzten Wochen positiv auf sich aufmerksam gemacht hat.

Stürmer: Bereits anderswo angeheuert haben für 2019/20 Anthony Staiger (Kloten) und Anton Ranov (Visp). Samuel Keller dürfte zurücktreten. Während der Vertrag von Tim Wieser noch weiterläuft, haben Luca Homberger und Martin Alihodzic für die kommende Saison unterschrieben. In allen anderen Fällen laufen Verhandlungen, also mit Jari Allevi, Ron Martikainen, Kevin Bozon, Kris Schmidli, Orlando Scherz und insbesondere mit den Kanadiern Jared Gomes und Anthony Nigro.

Die Ausländerfrage

«Priorität hat im Moment, bei den Ausländern einen Nagel einzuschlagen», sagt Zeiter. «Als Zweites müssen wir die Abgänge ersetzen.» Am liebsten würde er beide Kanadier behalten, «vor allem Gomes.» Denn Nigro und Gomes passen zum EHCW, die Leistungen stimmen und sie sind Leader. Nigro überzeugt mit seiner feinen Stockarbeit, seinem Auge für die Mitspieler und seinem Spielverständnis, Gomes mit seiner Torgefährlichkeit und seinem Durchsetzungsvermögen. Die Frage ist: Kann der EHCW das nötige Geld aufbringen, um beide oder wenigstens einen zu halten? Denn für den selben (bescheidenen) Lohn werden die beiden kaum bleiben wollen.

Die Alternative ist: Zeiter sieht sich nach neuen, «günstigeren» Ausländern um, vorzugsweise nach Nordamerikanern. Es gibt Hunderte, die für wenig Geld in der Schweiz spielen würden. Die Kunst besteht darin, zwei zu finden, welche die Erwartungen erfüllen können. Denn soviel ist auch klar: Will der EHCW näher an die Playoff-Plätze kommen, dann braucht er zwei Verstärkungen aus dem Ausland.

Das Interesse an Hess

Lücken hinterlassen auch Ranov und vor allem Staiger, der seit 2011/12 im Fanionteam des EHCW spielt und immer auch ein Vorkämpfer war. Ranov und Staiger sind einigermassen regelmässige Torschützen und beide sind Rechtsausleger – das sind Qualitäten, auf die kein Trainer verzichten kann.

Nach den vielen Neuzugängen vor der laufenden Saison wäre es gewiss wünschenswert, wenn der EHCW in der kommenden Transferperiode weniger Wechsel hätte, um auf eingespielten Automatismen aufbauen zu können. Bei den Verteidigern ist ein Gerüst bereits gut erkenbar, bei den Stürmern hat es noch mehr Baustellen. Immerhin: Es sieht danach aus, als bliebe Silvan Hess beim EHCW. Der Langenthaler hat einen grossen Teil der Qualifikation mit einer B-Lizenz in Winterthur bestritten, musste aber aus reglementarischen Gründen bereits Ende Januar zurückkehren, damit er im Playoff für seinen Stammklub verfügbar ist. Zeiter versucht überdies die Sturmlinie mit Homberger, Wieser und Martikainen zusammenzuhalten. Martikainen hat grosse Fortschritte gemacht, hat aber einen Vertrag bei Rapperswil-Jona und spielt mit B-Lizenz beim EHCW.

Breite ins Kader bringen

«Mit anderen Kandidaten laufen Gespräche», berichtet Zeiter. «Eine Herausforderung ist auch, mehr Breite ins Kader zu bekommen.» Die fehlte in dieser Saison und prompt wurde das dem EHCW zum Verhängnis, als sich die Verletzungen häuften. Auch in diese Hinsicht wird Zeiter aufgrund des schmalen Budgets kreativ sein müssen. (uk)

Erstellt: 07.02.2019, 18:43 Uhr

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