Eishockey

Der EHCW braucht mehr Tore

Mit Olten spielt der EHCW am Samstag in der Zielbau-Arena gegen den Leader der Swiss League. Wenn das Team von Michel Zeiter etwas ausrichten will, muss es mehr als nur ein- oder zweimal ins Tor treffen.

Anthony Nigro, der beste Skorer des EHCW, steht in der Rangliste der Swiss League nur auf Platz 45.

Anthony Nigro, der beste Skorer des EHCW, steht in der Rangliste der Swiss League nur auf Platz 45. Bild: Madeleine Schoder

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Könnte, wäre, müsste: Wer sich die Spiele des EHC Winterthur anschaut, ist oft versucht, den Konjunktiv zu benutzen. Könnte der EHCW mehr Tore schiessen, so wäre er womöglich noch in den Kampf um einen Playoff-Platz involviert. Und öfter ins Tor treffen, das müssten die Winterthur eigentlich, gemessen an den herausgespielten Chancen. Aber sie tun es nicht. Sie mögen als billigstes Fanionteam der Swiss League weniger Talent haben als andere. Ihre Kanadier Anthony Nigro und Jared Gomes haben ihre Qualitäten, aber sie kommen in der Skorerliste nicht auf dieWerte der Ausländer anderer Klubs. Und beim EHCW fallen meist nicht mal die Tore, die normalerweise einfach irgendwann passieren, einfach weil es Eishockey ist und schnell mal ein Puck reinrutschen kann.

Wirkung auf Gegner bleibt aus

Es ist nicht so, dass die Winterthurer dafür zu wenig täten. Die Einstellung und in den meisten Spielen auch überhaupt die Leistungen stimmen. Für ihre Motivation, die die Winterthurer trotz all der Niederlagen Spiel für Spiel aufbringen, muss man sie gar bewundern. Sie schiessen von der blauen Linie und sie sind vor dem gegnerischen Tor präsent, wo sie auf Abpraller lauern. Sie haben auch ein ordentliches Powerplay. Sie machen eigentlich alles, was man tun muss, um den Erfolg zu ermöglichen.

Aber wenn die Tore dann nicht fallen, dann bleibt auch die Wirkung aus. Nicht nur die aufs Resultat, sondern damit verbunden auch die auf die Psyche des Gegners. So konnte sich Thurgau am Mittwoch trotz einem ziemlich mässigen Auftritt zu einem problemlosen 2:0-Sieg hangeln, so hatte La Chaux-de-Fonds beim 3:1-Erfolg gegen den EHCW eine Woche vorher kaum etwas zu befürchten, obwohl sich die Winterthurer eigentlich genug Möglichkeiten für einen Coup herausspielten. Und so holten sich vor dem Jahreswechsel auch die Farmteams die Punkte, die dem EHCW die Hoffnung aufs Playoff definitiv raubten.

Früher Rückstände aufgeholt

Die Vorzeichen, dass sich das ausgerechnet am Samstag (17.30 Uhr) im Heimspiel gegen Olten ändert, stehen nicht gut. Die Solothurner, von Anfang an als Favorit auf den Qualifikationssieg gehandelt, reisen als Leader an, nachdem sie hintereinander La Chaux-de-Fonds (5:3), Kloten (3:2) und Langenthal (6:2) geschlagen haben. Mittlerweile spielen auch ihre Ausländer, der Amerikaner Cason Hohman und der Kanadier Bryce Gervais, so wie erhofft. Hohman liegt auf Rang 3 der Skorerliste der Swiss League, Gervais auf Platz 12.

Zweimal 2:6 hat der EHCW in dieser Saison gegen Olten verloren, zweimal war er chancenlos. Lauter Niederlagen hat es für die Winterthurer auch 2017/18 gegeben, aber mit 4:5, 3:4, 2:5 und 4:5 fielen sie wesentlich knapper aus. Zweimal gings in die Verlängerung, einmal gar in den Shootout. Bei jenem 4:5 nach Penaltyschiessen hat der EHCW in den letzten gut zehn Minuten einen Dreitore-Rückstand aufgeholt. Solche Spiele gabs letzte Saison immer wieder mal, jetzt aber nicht mehr. Auch diese Punkte fehlen in der Abrechnung. Der Grund: Würde der EHCW mehr Tore schiessen ... (Der Landbote)

Erstellt: 11.01.2019, 19:25 Uhr

Agenda

EHC Winterthur - EHC Olten. Samstag, 17.30 Uhr, Zielbau-Arena.

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