Eishockey

Der EHCW muss stabiler werden

Am Mittwoch beginnt der EHC Winterthur in Langenthal das zweite Viertel der Qualifikation. Will er ins Playoff, muss er sich steigern.

EHCW-Trainer Michel Zeiter muss jedes Jahr von neuem unerfahrene Spieler weiterentwickeln – eine Sisyphusarbeit.

EHCW-Trainer Michel Zeiter muss jedes Jahr von neuem unerfahrene Spieler weiterentwickeln – eine Sisyphusarbeit. Bild: Madeleine Schoder

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Elf Spiele – zwölf Punkte, 1,09 pro Match: Das ist der Schnitt des EHC Winterthur im ersten Viertel der Qualifikation in der Swiss League gewesen. Das sind drei Zähler mehr als in der letzten Saison zum selben Zeitpunkt. Kann der Schnitt gehalten werden, so werden die Winterthurer lange auf einen Playoff-Platz hoffen können. Sie werden aber kaum einen erreichen. Denn in diesem Frühjahr brauchte es für Rang 8 1,16 Punkte pro Spiel (EVZ Academy), ein Jahr vorher gar 1,28 (EVZ Academy) und 2017 1,19 (Thurgau). Das heisst: Der EHCW wird sich steigern müssen.

«Kleine Fehler haben eine grosse Wirkung. Wir gestehen unseren Gegnern zu einfache Tore zu.»EHCW-Trainer Michel Zeiter

Dafür sieht Trainer Michel Zeiter einiges Potenzial: «Auch im letzten Match gegen Langenthal hat man gesehen, dass unsere Fehlerquote noch zu hoch ist. Kleine Fehler haben eine grosse Wirkung. Wir gestehen unseren Gegnern zu einfache Tore zu.» Besser werden müssten auch die «Special Teams», also Überzahl und Unterzahl. In der Powerplay-Effizienz liegt der EHCW nur auf Rang 10 und bei den Strafen fällt auf: Nur La Chaux-de-Fonds musste noch häufiger in Unterzahl spielen als der EHCW, in puncto Boxplay-Effizienz liegt er ebenfalls nur auf Rang 10. «Also müssen wir disziplinierter sein», fordert Zeiter. Im letzten Match gegen Langenthal war dieser Punkt immerhin gut.

Es liegt etwas drin

Ein Teil der Mängel, die der EHCW noch hat, liegt auf der Hand: Zeiter stört «enorm, dass wir so viele hohe Niederlagen kassiert haben». Andererseits ist zu beobachten: Der EHCW wird weniger «zusammengeschossen» als auch schon. Gegen Olten (2:1-Sieg, 41:23 Schüsse), La Chaux-de-Fonds (1:3, 33:32) oder zuletzt Langenthal (2:5, 35:33), alles Topteams, waren die Schussverhältnisse sogar positiv. Manchmal mangelt es nur an der Chancenauswertung, um ein besseres Resultat zu erzielen. Zeiter fasst das so zusammen: «Im Gegensatz zu anderen Jahren gehen wir auch gegen starke Gegner mit der Gewissheit in die Partie: Wenn wir unsere Leistung bringen, liegt etwas drin.»

Voraussetzung aber ist für solche Siege weiterhin: Es muss beim EHCW alles zusammenpassen. Genau das ist bislang nicht oft genug der Fall gewesen, seltener, als es das Potenzial des diesjährigen Kaders zulassen würde. Denn dieses hat mehr Qualität in der Breite als auch schon. Trotzdem fehlen noch Stabilität und Konstanz, die das Team in der Schlussphase der letzten Saison auszeichneten. Auch dafür gibt es einen logischen Grund: Die Spieler, die Zeiter mit seinem knappen Budget verpflichten kann, haben in der Swiss League meist untergeordnete Rollen gespielt oder gar keinen Vertrag mehr erhalten, oder sie kommen aus der Mysports League. «Die müssen wir versuchen besser zu machen», erklärt Zeiter. Es ist also eine Sisyphusarbeit, die er ein Stück weit jedes Jahr von neuem leisten muss. Und die braucht Zeit.

Erstellt: 15.10.2019, 17:22 Uhr

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