Eishockey

Der EHCW wieder nur nahe dran

Der EHC Winterthur hat beim Tabellendritten Ajoie 2:3 (1:1, 1:2, 0:0) verloren. Aber das Team von Michel Zeiter hat gezeigt, dass es die Saison noch nicht abhakt.

Anton Ranov hat an der Seite von Marek Zagrapan und Roman Knellwolf einen guten Match gemacht.

Anton Ranov hat an der Seite von Marek Zagrapan und Roman Knellwolf einen guten Match gemacht. Bild: Heinz Diener

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Am Ende kam es so heraus wie in den zwölf Spielen zuvor: Der EHCW ging als Verlierer vom Eis, obwohl er eine sehr ordentliche Leistung abgeliefert hatte. Die Winterthurer kamen in der Schlussphase dem Ausgleich zum 3:3 zwar nicht mehr nahe, weil Serge Weber 96 Sekunden vor Schluss die einzige Strafe seines Teams kassierte. Aber sie brachten den Tabellendritten Ajoie doch in Schwierigkeiten. In der Patinoire Voyeboef war der EHCW von Anfang an gut im Spiel. Trainer Michel Zeiter konnte in der Defensive wieder auf Marwin Leu zählen, so dass sechs Verteidiger zur Verfügung standen. Die Frage war ja, wie gut sich das Team in Spielen wie diesen letzten der Qualifikation, in denen es um nichts mehr geht, verkaufen kann. Die Antwort ist: Sehr gut. Gegen die GCK Lions und die EVZ Academy war das nicht das ganze Spiel so gewesen, gestern aber schon. Gut war vor allem, dass sich die Winterthurer vom frühen 0:1 Melvin Merolas nicht beeindrucken liessen. Der Ajoie-Stürmer erwischte EHCW-Goalie Remo Oehninger mit einem «Buebetrickli».

Zagrapan und Knellwolf

Der EHCW spielte schnell hinten raus und liess sich nicht erdrücken. Ajoie, immerhin Tabellendritter und Heimteam, hatte zwar wie erwartet ein klares Chancenplus, war aber zu nachlässig, nicht nur vorne, auch hinten. So kam auch der EHCW zu seinen Möglichkeiten und in der 16. Minute prompt auch zum Ausgleich: Anton Ranov hielt eine Scheibe in der gegnerischen Zone, schoss und Ajoie-Torhüter Elien Paupe liess abprallen. Zur Stelle war Roman Knellwolf, der Elite-Junior Klotens, der im dritten Spiel bereits sein zweites Tor für den EHCW erzielte. Zufall war das nicht, denn Knellwolf bildete mit Ranov und Marek Zagrapan die auffälligste Winterthurer Sturmlinie.

Zagrapan hatte seine beste Aktion nach 20 Sekunden des Mitteldrittels: Da durchkreuzte er einen Pass des Ajoie-Verteidigers Alain Birbaum und brachte den EHCW 2:1 in Führung, indem er Paupe souverän aussteigen liess. In den Minuten darauf verpassten die Winterthurer allerdings eine noch bessere Ausgangslage. Jan Lee Hartmann. Adi Wichser und vor allem Patrick Zahner hatten das 3:1 auf dem Stock. Stattdessen aber glich Ajoie in der 26. Minute durch Steven Macquat aus. Es war das Signal zu einem Sturmlauf, dem sich der EHCW nur einigermassen gut erwehren konnte. Hinzu kam, dass Wichser bei Spielmitte verletzt ausfiel.

Oehningers schwierige Phase

Das 3:2 Ajoies durch Konstantin Schmidt war die logische Folge. Dem Tor lag allerdings ein zweiter Fehler Oehningers zugrunde. Er hielt die Scheibe schon fest, liess sie dann aber doch fallen. «Die Goalieleistung hat heute den Unterschied ausgemacht», ärgerte sich Trainer Zeiter. Ganz neu ist das nicht. Denn Oehninger, der dem EHCW in der Vergangenheit so manchen Punkt gerettet hat, macht in diesen Wochen eine schwierige Phase durch. Schon an den Niederlagen gegen Biasca und die EVZ Academy hatte er mit einigen Aussetzern seinen Anteil zu tragen. «Uns fehlt im Moment seine Stabilität», sagte Zeiter. «Aber er muss mit dieser Situation fertig werden.»

«… und doch fehlt etwas»

Weitere Tore blieben Ajoies blieben allerdings auch dank Oehninger aus. Und, weil Ajoie im Abschluss viel zu nonchalant war. Im letzten Drittel hätten Jonathan Hazan und Philip-Michael Devos, die beiden Ligatopskorer, die Partie mehrfach entschieden können, taten es aber nicht. Und als Ajoie in der zweiten Hälfte des Mitteldrittels enormen Druck entwickelte, nahm EHCW-Trainer Zeiter sein Time-out im richtigen Moment.

Aber es half nichts. «Es fehlt uns nur wenig zur Wende, und doch fehlt etwas», fasste Zeiter den Match zusammen. Immerhin hat er gesehen, dass sein Team für die letzten vier Spiele bereit ist. Morgen Freitag kommt Leader Rapperswil-Jona in die Zielbau-Arena. Der EHCW wird wieder eine gute Defensive brauchen. (Der Landbote)

Erstellt: 07.02.2018, 22:30 Uhr

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