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Derbysieg ohne Glanz, Bern gewinnt in Zug

Die Lions kommen ohne zu brillieren zu einem souveränen 3:0-Sieg gegen Kloten. Bern gewinnt einen verrückten Spitzenkampf 6:3.

Die ZSC Lions feiern den zweiten Derbysieg in dieser Saison gegen Kloten.
Die ZSC Lions feiern den zweiten Derbysieg in dieser Saison gegen Kloten.
Ennio Leanza, Keystone
Roman Wick eröffnet das Skore mit einem Buebetrickli.
Roman Wick eröffnet das Skore mit einem Buebetrickli.
Ennio Leanza, Keystone
Damit behalten die Berner die rote Laterne.
Damit behalten die Berner die rote Laterne.
Samuel Golay, Keystone
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Die ZSC Lions gewannen das Zürcher Derby gegen Kloten hochverdient mit 3:0. Der leichte Aufwärtstrend der Stadtzürcher geht damit weiter. Sie feierten den dritten Sieg aus den letzten vier Spielen. Als Sinnbild für diese positive Phase steht Inti Pestoni. Der Tessiner steuerte mit dem sehenswerten 3:0 im Schlussdrittel sein drittes Meisterschafts-Saisontor aus den letzten vier Spielen bei.

Daneben gelang Roman Wick mit dem 1:0 mittels «Buebetrickli» sein zweiter Saisontreffer. Klotens Keeper Luca Boltshauser hinterliess bei diesem Gegentreffer allerdings keinen guten Eindruck. Auf der Gegenseite benötigte ZSC-Goalie Lukas Flüeler 19 Paraden für seinen ersten Shutout in der laufenden National-League-Saison.

Kloten, das zuletzt mit seinen ersten zwei Siegen ebenfalls einen Aufwärtstrend angedeutet hatte, bleibt die offensivschwächste Mannschaft der Liga (14 Tore). Dabei hätte Teamleader Denis Hollenstein der Partie zu Beginn in eine andere Richtung lenken können. Doch nach 25 Sekunden scheiterte er solo an Lukas Flüeler.

Die ZSC Lions verpassten indes trotz mehr Spiel- und Chancenanteile eine frühzeitige Siegsicherung nach zwei Dritteln. Vor Beginn des Zürcher Derbys wurde noch bekannt, dass Mathias Seger nach seiner Operation wegen eines Handbruchs gegen Ende November wieder einsatzfähig sein sollte.

Zug - Bern: Bern stürzt Zug

Bern fügte Zug die erste Niederlage nach sechs Siegen zu. Der Titelverteidiger gewann das erste Duell seit dem Playoff-Final mit 5:3 und stürzte die Zentralschweizer vom Leaderthron.

Mit drei Toren innert 231 Sekunden wendete der SCB im letzten Drittel ein 2:3 (19.) in ein 5:3 (51.). In der 59. Minute machte Gaëtan Haas mit seinem zweiten Tor an diesem Abend nach dem 3:3 (48.) alles klar - er war bei seinem fünften Saisontreffer mit einem Schuss ins leere Tor erfolgreich.

Die Zuger müssen sich an der eigenen Nase nehmen, dass sie diese Partie verloren haben. Vor dem 3:3 leistete sich Viktor Stalberg mit einem Stockschlag gegen SCB-Goalie Leonardo Genoni eine Dummheit. Zu diesem Zeitpunkt sass bereits Teamkollege Dominik Schlumpf auf der Strafbank. Vor dem 3:4 von Simon Moser (49.) patzte Captain Raphael Diaz im Spielaufbau. Und vor dem fünften Gegentreffer, erzielt von Andrew Ebbett, konnte Torhüter Tobias Stephan den Puck nicht kontrollieren.

Allerdings überzeugten die Berner beim vierten Sieg hintereinander auch einmal mehr im Powerplay. Vor dem 3:3 hatten bereits Simon Bodenmann (2.) und Moser (4.) zum 2:0 in Überzahl reüssiert. Der SCB hat nun in den letzten sechs Partien nicht weniger als 13 Powerplay-Tore erzielt. Die ersten beiden Treffer ermöglichte EVZ-Verteidiger Robin Grossmann, der übermotiviert in die Partie stieg und bereits nach 13 Sekunden Mark Arcobello in die Bande checkte. Als Quittung musste er vorzeitig unter die Dusche. Einzig am 23. Dezember 2007 hatte es in der National League eine frühere Spieldauerdisziplinarstrafe gegeben, damals musste der Ex-Luganesi Steve Hirschi im Spiel gegen Fribourg-Gottéron nach fünf Sekunden raus.

Davos - Fribourg-Gottéron: Davos meistert Tief, Gottéron stürzt ab

Davos verabschiedet sich mit dem zweiten Sieg in Folge aus einem vorangegangenen Tief. Gegen den ehemaligen Leader Fribourg-Gottéron setzten sich die Bündner mit 3:0 durch. Die Romands sind seit mittlerweile 137 Minuten ohne Torerfolg.

Für das abgeklärt auftretende Davos waren Marc Wieser (20.), Mauro Jörg (32.) und Magnus Nygren (37./Powerplay) erfolgreich. Goalie Joren van Pottelberghe benötigte 22 Paraden für seinen ersten Shutout im Davoser Dress.

Gottéron kassierte damit erstmals in dieser Saison zwei Niederlagen in Folge und dies gleich auch noch ohne Torerfolg. Nur Kloten (14 Treffer) erzielte in der National League bislang noch weniger Tore als Gottéron, das vor den Spielen vom Freitag noch Leader war.

Tristan Vauclairs 4:1 (43.) beim 4:2-Sieg in Genf vom 23. September war der letzte Treffer der Freiburger. Genau wie am Freitag bei der 0:3-Heimniederlage gegen Zug verzeichnete Gottéron am Samstag in Davos wiederum fünf Überzahlspiele ohne eigenen Ertrag. In Davos kam bei Gottéron mit zwei Lattenschüssen im Mitteldrittel auch noch etwas Abschlusspech dazu.

Biel - Ambri-Piotta: Biel überrumpelt desolates Ambri

Biel überrumpelte in der Startphase ein desolates Ambri-Piotta und feierte einen 6:2-Heimsieg. Die Seeländer stoppten damit eine Negativserie von zwei Spielen, während Ambri-Piotta die siebte Niederlage aus den letzten acht Meisterschaftsspielen kassierte und sich dem Tabellenende nähert.

Ambri war in einem Duell zweier Verlierer von Freitags-Spielen zu Beginn nicht bereit und lag nach knapp vier Minuten bereits mit 0:3 zurück. Das Skore eröffnete mit Marco Pedretti in Überzahl ein ehemaliger Stürmer der Leventiner. Selbst ein frühes Timeout von Ambris Trainer Luca Cereda nach dem Bieler 2:0 durch Fabian Lüthi (3.) konnte den Niedergang der Leventiner nicht stoppen.

Zu Beginn des Mitteldrittels nahm Robbie Earl mit einem weiteren Powerplay-Tor zum 4:0 den Gästen die letzte Hoffnung auf eine Wende, auch wenn diese kurzzeitig noch bis auf zwei Treffer herankamen.

Ambri muss nun aufpassen, in der Tabelle nicht schon bald zum letzten Platz durchgereicht zu werden. In der letzten Saison hatte der ewige Underdog der obersten Spielklasse «erst» am 18. Oktober erstmals die Rote Laterne kassiert.

Lugano - SCL Tigers: Lugano setzt Serie gegen Langnau fort

Die SCL Tigers gehören zu den Lieblingsgegnern von Lugano. Die Bianconeri feierten mit dem 3:1 den 13. Sieg in den letzten 14 Duellen gegen die Emmentaler.

Der Langnauer Trainer Heinz Ehlers dürfte sich ein paar Mal die Haare gerauft haben, kassierte doch sein Team zu Beginn jedes Drittels einen Gegentreffer. Auf das 0:1 des vom Verteidiger zum Stürmer umfunktionierten Clarence Kparghai (3.) wussten die Tigers noch eine Antwort - Benjamin Neukom erzielte nur 59 Sekunden später den Ausgleich. Nach dem 2:1 von Dario Bürgler (22.), der seinen siebten Saisontreffer in der National League erzielte, liessen sich die Luganesi aber nicht mehr von der Siegerstrasse abbringen.

Im Schlussabschnitt dauerte es nur 58 Sekunden bis zum 3:1 von Grégory Hofmann. Der 24-jährige Stürmer präsentiert sich auch nach der Rückkehr aus dem NHL-Camp der Carolina Hurricanes in Topform. Fünf Spiele, fünf Tore lautet die eindrückliche Bilanz. In der Folge kontrollierten die Tessiner die Partie. Ehlers nahm weder ein Timeout noch ersetzte er den Torhüter. Damit bleibt Langnau in der laufenden Spielzeit auswärts ohne Punktgewinn, nachdem es am Freitag gegen Biel (2:1) den ersten Sieg nach 60 Minuten gefeiert hatte.

ZSC Lions - Kloten 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) 9104 Zuschauer. - SR Hebeisen/Wiegand, Castelli/Kovacs. Tore: 18. Wick (Kenins) 1:0. 28. Schäppi (Dave Sutter/Ausschluss Kellenberger) 2:0. 48. Pestoni (Künzle) 3:0. Strafen: 3mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 7mal 2 Minuten gegen Kloten. PostFinance-Topskorer: Nilsson; Hollenstein. ZSC Lions: Flüeler; Klein, Geering; Blindenbacher, Phil Baltisberger; Karrer, Marti; Sutter, Guerra; Nilsson, Suter, Pettersson; Wick, Schäppi, Kenins; Künzle, Shore, Pestoni; Chris Baltisberger, Pelletier, Prassl; Bader. Kloten:Boltshauser; von Gunten, Bäckman; Stoop, Andersen; Weber, Back; Praplan, Sallinen, Hollenstein; Lemm, Trachsler, Tim Bozon; Obrist, Kellenberger; Bader; Grassi, Marchon, Leone. Bemerkungen: ZSC Lions ohne Seger, Herzog und Hinterkircher (alle verletzt) sowie Sjögren (geschont), Kloten ohne Ramholt, Santala, Bieber und Harlacher (alle verletzt). - 21. Pfostenschuss Pettersson. - 58. Lattenschuss Geering.

Zug - Bern 3:6 (3:2, 0:0, 0:4) 7200 Zuschauer (ausverkauft. - SR Mollard/Stricker, Gnemmi/Wüst. Tore: 2. Bodenmann (Pyörälä/Ausschluss Grossmann) 0:1. 4. Moser (Arcobello, Noreau/Ausschluss Grossmann) 0:2. 10. Roe (Stalberg, Diaz/Ausschlüsse Berger, Moser) 1:2. 12. Klingberg (McIntyre, Helbling) 2:2. 19. McIntyre (Diaz) 3:2. 48. (47:01) Haas (Arcobello/Ausschlüsse Schlumpf, Stalberg) 3:3. 49. (48:09) Moser (Arcobello) 3:4. 51. (50:52) Ebbett (Andersson) 3:5. 59. (58:34) Haas (Moser, Ebbett) 3:6 (ins leere Tor). Strafen: 2mal 2 plus 5 Minuten (Grossmann) plus Spieldauer (Grossmann) gegen Zug, 3mal 2 plus 10 Minuten (Moser) gegen Bern. PostFinance-Topskorer: Stalberg; Haas. Zug: Stephan; Morant, Grossmann; Diaz, Geisser; Helbling, Schlumpf; Stadler; Lammer, Roe, Stalberg; Martschini, McIntyre, Suri; Klingberg, Kast, Senteler; Schnyder, Diem, Forrer; Zehnder. Bern: Genoni; Noreau, Gerber; Andersson, Krueger; Untersander, Burren; Kamerzin; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Bodenmann, Haas, Scherwey; Kämpf, Ebbett, Pyörälä; Berger, Meyer, Randegger. Bemerkungen: Zug ohne Alatalo und Fohrler. Bern ohne Blum und Hischier (alle verletzt) und Raymond (überzähliger Ausländer). - 37. Tor von Moser wegen hohen Stocks aberkannt. - Timeout Zug (57:32), danach bis 58:34 ohne Goalie.

Davos - Fribourg-Gottéron 3:0 (1:0, 2:0, 0:0) 4467 Zuschauer. - SR Oggier/Wehrli, Gurtner/Obwegeser. Tore: 20. (19:08) Marc Wieser (Jörg, Aeschlimann) 1:0. 32. Jörg (Ambühl, Marc Wieser) 2:0. 37. Nygren (Ambühl, Du Bois/Ausschluss Birner, Caryl Neuenschwander) 3:0. Strafen: je 5mal 2 Minuten. PostFinance-Topskorer: Nygren; Sprunger. Davos: Van Pottelberghe; Du Bois, Grossniklaus; Nygren, Aeschlimann; Barandun, Paschoud; Forrer, Kindschi; Simion, Egli, Little; Marc Wieser, Ambühl, Jörg; Frehner, Walser, Dino Wieser; Portmann, Kousal, Eggenberger. Fribourg-Gottéron: Brust; Holos, Chavaillaz; Kienzle, Stalder; Rathgeb, Schilt; Glauser, Leeger; Caryl Neuenschwander, Meunier, Flavio Schmutz; Sprunger, Slater, Birner; Rossi, Bykow, Mottet; John Fritsche, Rivera, Marchon. Bemerkungen: Davos ohne Lindgren, Kessler, Schneeberger, Heldner, Jung und Corvi (alle verletzt) und Sciaroni (krank), Gottéron ohne Abplanalp und Cervenka (alle verletzt) und Tristan Vauclair (krank). - Latte: 30. John Fritsche, 36. Rathgeb. - 57. Timeout Fribourg-Gottéron, von 56:51 bis 57:58 sowie ab 58:13 bis 59:11 sowie ab 59:25 ohne Torhüter.

Biel - Ambri-Piotta 6:2 (3:0, 2:2, 1:0) 5019 Zuschauer. - SR Massy/Prugger, Abegglen/Altmann. Tore: 2. Pedretti (Fuchs/Ausschluss Plastino) 1:0. 3. Fabian Lüthi (Diem/angezeigte Strafe) 2:0. 4. Pouliot (Diem) 3:0. 22. Earl (Lofquist/Ausschluss Berthon) 4:0. 27. Zgraggen (D'Agostini) 4:1. 34. Taffe 4:2. 38. Lofquist (Earl/Ausschluss) 5:2. 42. Julian Schmutz (Pedretti) 6:2. Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Biel, 7mal 2 Minuten gegen Ambri. PostFinance-Topskorer: Rajala; D'Agostini. Biel: Hiller; Lofquist, Forster; Steiner, Jecker; Hächler, Kreis; Dufner, Suleski; Tschantré, Earl, Rajala; Pedretti, Fuchs, Julian Schmutz; Fabian Lüthi, Diem, Pouliot; Petrig, Sutter, Wetzel. Ambri: Conz (42. Rochow); Plastino, Zgraggen; Jelovac, Gautschi; Fora, Pinana; Collenberg; D'Agostini, Emmerton, Zwerger; Guggisberg, Taffe, Berthon; Trisconi, Kostner, Bianchi; Lhotak, Müller, Monnet; Lauper. Bemerkungen: Biel ohne Micflikier (überzähliger Ausländer), Fey, Jan Neuenschwander, Maurer, Joggi und Valentin Lüthi (alle verletzt), Ambri ohne Hrabec und Stucki (beide verletzt). - 3. Timeout Ambri.

Lugano - SCL Tigers 3:1 (1:1, 1:0, 1:0) 5676 Zuschauer. - SR Müller/Vinnerborg; Borga/Progin. Tore: 3. Kparghai (Sanguinetti) 1:0. 4. Neukom (Huguenin) 1:1. 22. Bürgler (Klasen) 2:1. 41. Hofmann (Lapierre) 3:1. Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lugano, 4mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers. PostFinance-Topskorer: Bürgler; Erkinjuntti. Lugano: Manzato; Sanguinetti, Furrer; Vauclair, Wellinger; Chiesa, Ronchetti; Riva; Klasen, Lajunen, Bürgler; Hofmann, Lapierre, Fazzini; Reuille, Cunti, Morini; Bertaggia, Romanenghi, Kparghai. SCL Tigers: Ciaccio: Zryd, Koistinen; Huguenin, Lardi; Seydoux, Erni; Müller; Elo, Gustafsson, Erkinjuntti; Kuonen, Gagnon, Neukom; Dostoinow, Albrecht, Nüssli; Haas, Peter, Gerber; Rüegsegger. Bemerkungen: Lugano ohne Walker (gesperrt), Brunner, Ulmer und Sannitz. SCL Tigers ohne Stettler, Pascal Berger, Randegger, Blaser und Nils Berger (alle verletzt). - Pfostenschüsse: 10. Nüssli, 17. Hofmann.

SDA

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