EHC Winterthur

Die Bedeutung der Derbys

Thurgau ist im ersten Swiss-League-Derby der Saison in der Zielbau-Arena Favorit. Der EHCW versucht, seine Chancen als Herausforderer zu wahren.

Spielmacher Marek Zagrapan (rechts) fehlt dem EHCW wegen einer Knieverletzung zwei Wochen.

Spielmacher Marek Zagrapan (rechts) fehlt dem EHCW wegen einer Knieverletzung zwei Wochen. Bild: Urs Kindhauser

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Der EHC Winterthur empängt den HC Thurgau heute (17.30 Uhr) zum ersten von insgesamt sieben Ostschweizer Derbys in der Qualifikation der Swiss League. Es ist für die beiden Klubs zweifelsfrei «das» Derby. Zwar gibts in der Region auch noch die GCK Lions und Rapperswil-Jona. Aber die Lakers sind nicht nur geografisch, sondern auch von der Reputation her an einem anderen Ort anzusiedeln, sie wollen ja auch schnellstmöglich wieder in die National League. Und die GCK Lions sind halt das Farmteam der ZSC Lions, da kommt keine Derbystimmung auf. Weinfelden und Winterthur dagegen, das liegt nahe beieinander, und auch leistungsmässig sind die Unterschiede nicht gross. Die Lage ist allerdings so: Die Winterthurer wollen dahin, wo die Thurgauer in den letzten beiden Jahren gewesen sind. In die Playoffs nämlich. Der EHCW ist der Herausforderer, Thurgau der Klub, der nicht nur den Status Quo halten, sondern weiter nach vorne kommen will in dieser Liga.

Mit zwei Siegen mehr ...

Allgemein erwartet wird, dass sowohl Thurgau als auch der EHCW sich am Ende irgendwo in der Nähe des Playoff-Strichs bewegen werden. Letzte Saison stand Thurgau gerade noch darüber, der EHCW lag exakt darunter. Elf Punkte hinter Thurgau. Wie diese Differenz zustande kam, ist schnell erklärt: Thurgau gewann fünf der sechs direkten Begegnungen, alle in der regulären Spielzeit. Mit zwei Siegen mehr hätte der EHCW sechs Punkte mehr, Thurgau sechs weniger gehabt. Der EHCW wäre über, die «Leuen» unter dem Strich gewesen. Genau deshalb ist jedes dieser Derbys eben wichtig, auch wenn es wie jetzt noch früh in der Saison ist.

Favorit heute Abend ist der HC Thurgau, auch wenn der EHCW zusammen mit Olten an der Tabellenspitze liegt. Aber das ist, nach zwei Runden, nicht aussagekräftig. Die Thurgauer haben sich in dieser Saison das Erreichen der Playoff-Halbfinals zum Ziel gesetzt. Das lässt aufhorchen, fusst aber auf einer durchaus realistischen Basis. Denn die zweite Saisonhälfte 2016/17 unter Trainer Stephan Mair war durchaus erfolgreich gewesen. Der Marsch von unten setzte ein, als mit Eric Himmelfarb und Mike Vaskivuo zwei Ausländer geholt wurden, die in den entscheidenden Spielen den Unterschied ausmachen konnten. Später stiess mit Janick Schwendener auch ein für die NLB sehr guter Goalie dazu.

Steiner und zwei Kanadier

Schwendener ist immer noch da, und mit den Kanadiern Cam Braes (26) und Jaedon Descheneau (22) stehen diese Saison von Anfang an zwei Ausländer zur Verfügung. In der Vorbereitung war man zufrieden mit ihnen. Was die Thurgauer auch machten: Genau gleich wie der EHCW verbreiterten sie ihr Kader. Sie sind dadurch unabhängiger vom Partnerteam Davos. Beispielsweise stiess Thomas Studer zu Thurgau, der die letzte Saison noch beim EHCW begonnen hatte. Als letzter wurde in der vergangenen Woche der erfahrene Stürmer Daniel Steiner (778 Spiele/442 Skorerpunkte in der NLA) unter Vertrag genommen. Letzte Saison spielte er für Fribourg.

EHCW wieder ohne Zagrapan

Von Thurgau darf man also einiges erwarten, auch wenn die ersten beiden Pflichtspiele (0:3 gegen die Lakers und 2:6 im Cup gegen Kloten) verloren gingen. Der EHCW hat in den ersten Spielen der Saison vor allem eines angedeutet: Er ist nur schwer zu schlagen, zumindest, wenn er so weiterspielt wie bisher. Gerade die beiden Partien gegen Rapperswil-Jona haben das gezeigt, auch wenn der Cupmatch 0:2 verloren ging. Spieler wie Reto Kobach und Patrick Blatter haben bisher die erhoffte Stabilität in die Abwehr gebracht. Mit Wichser, Theodoridis, Homberger und Zagrapan stehen erfahrene Center zur Verfügung, zur Not auch Keller, der im Idealfall als Verteidiger spielt.

Jetzt ist aber schon der Notfall eingetreten. Denn Marek Zagrapan fällt aus. Er verletzte sich am letzten Samstag im Spiel gegen Rapperswil-Jona am Knie und fehlte bereits am Dienstag im Cup. EHCW-Trainer Michel Zeiter wird maximal zwei Wochen ohne den Slowaken auskommen müssen. (Der Landbote)

Erstellt: 22.09.2017, 20:11 Uhr

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