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Die Probleme der ZSC Lions in Heimspielen

Die ZSC Lions kassierten gegen Lausanne mit 3:4 nach Verlängerung bereits die 7. Heimniederlage in dieser Saison. Der Leader scheiterte vor allem am ­überragenden Torhüter Huet.

Das erste Tor des Captains reichte nicht zum Sieg: Mathias Seger.
Das erste Tor des Captains reichte nicht zum Sieg: Mathias Seger.
Keystone

Das vergangene Wochenende bestätigte nur, was man eigentlich schon vorher wusste. Die ZSC Lions spielen auswärts stärker als zu Hause auf. Am Freitag siegten die Stadtzürcher im Spitzenkampf beim EV Zug mit 6:4, am Samstag kassierten sie vor eigenem Publikum gegen Lausanne eine 3:4-Niederlage nach Verlängerung. Bereits vor einer Woche hatte das Team von Hans Wallson die Heimpartie gegen Freiburg mit demselben Resultat verloren.Die ZSC Lions sind zwar mitelf Siegen in 13 Spielen das beste Auswärtsteam der Liga. Im heimischen Hallenstadion aber ist die Bilanz mit je sieben Siegen und Niederlagen weit weniger toll. Gut, man kann diese Statistik damit etwas relativieren, dass der ZSC dabei in Oerlikon nur in zwei Spielen punktelos ausgegangen ist. Das war beim 1:2 gegen Kloten und dem 3:5 gegen Langnau. Andererseits ist es kein gutes Zeichen, wenn so viele Heimpartien nach Verlängerung oder Penaltyschiessen verloren gehen.

Der «Untergang» mit 0:4 im letztjährigen Playoff-Viertelfinal gegen den SC Bern hatte auch mit einer Startheimniederlage nach Penaltyschiessen begonnen. Genau das sieht auch ZSC-Captain Mathias Seger so: «Wir müssen im Hinblick auf die Playoffs unsere Heimstärke finden. Gegen Lausanne sind wir für unseren passiven Start bestraft worden.»

Seger selber hätte zum Helden des Abends werden können. Der bald 39-jährige Verteidiger erzielte nämlich mit seinem ersten Saisontor in der 50. Minute den 3:3-Ausgleich und leitete damit eine Sturmphase der ZSC Lions ein. Am Ende aber jubelten die effizienten Gäste aus dem Waadtland.

39 Paraden von Huet

Joel Genazzi gelang in der Overtime der 4:3-Siegtreffer. Genazzi hatte beim Zürcher Wochenende sein Team mit zwei Toren schon am Freitag zum 3:2-Sieg nach Shootout gegen Kloten getragen. Doch der wahre Held der Lausanner im Hallenstadion hatte einen anderen Namen: Cristobal Huet. Der 41-jährige Torhüter zeigte eine eindrückliche Leistung und hielt 39 von 42 Schüssen.

Lausanne hat sich zu einem ­sicheren Wert in der NLA entwickelt und ist derzeit das klar beste Westschweizer Team. Der Trainerwechsel von Heinz Ehlers zu Dan Ratushny konnte vor allem offensiv neue Impulse geben. Und der Verein hat sich seit dem Wiederaufstieg 2013 sehr geschickt verstärkt und wird das wohl weiterhin tun. Mit Lau­sanne ist auch in der Zukunft zu rechnen.

Doch zurück zu den ZSC Lions und zu deren relativer Heimschwäche. Captain Seger glaubt die Gründe zu kennen: «Wir wollen vor eigenem Publikum zu viel und setzen uns deshalb unter Druck. Auswärts spielen wir gradliniger.» Topskorer Roman Wick erklärte, dass man vor der Partie gegen Lausanne die für einen Leader ungenügende Heimbilanz bewusst angesprochen hatte. Genützt hat es offenbar wenig, trotz einer Schussstatistik von 42:28 gewann der «Z» nur einen Punkt.

Man kann dies bei der komfortablen Tabellenlage der Lions natürlich als Jammern auf hohem Niveau ansehen. Doch Vorsicht: Der SC Bern als Runner-up steht mit zwei weniger ausgetragenen Partien nach Verlustpunkten gerechnet fünf Punkte besser da. «In den Playoffs ist der Heimvorteil von entscheidender Bedeutung», sieht auch Stürmer Wick nach vorne und hofft auf bessere Zeiten bei Partien vor den eigenen Fans. Morgen spielen die ZSC Lions gegen Genf-Servette. Wohl ein Vorteil für das Team von Hans Wallson: Die Partie findet in der Patinoire Les Vernets statt.

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