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Doppelschlag entscheidet gegen den EHCW

Dem EHC Winterthur ist es nicht gelungen, den Überraschungssieg gegen Rapperswil-Jona zu wiederholen. Im Cup-Sechzehntelfinal unterliegt er den St. Gallern 0:2.

Der EHC Winterthur muss weiter auf seinen ersten Sieg im Schweizer Cup warten. Nach Zug und Lugano scheiterten die Winterthurer zum zweiten Mal in Folge an Rapperswil-Jona. Den St. Gallern ist mit dem 2:0-Sieg die Revanche für die für sie unerwartete 2:4-Niederlage gegen den EHCW im Meisterschaftsspiel vom Samstag gelungen.

Zwei Tore in 14 Sekunden

Die Entscheidung fiel durch zwei Tore innert 14 Sekunden in der 47. Minute. Der Kanadier Dion Knelsen brachte die Lakers, die bis dahin erfolglos angerannt waren, im Powerplay in Führung. Er reüssierte, indem er nachstocherte, und nutzte damit eine der ganz wenigen Nachlässigkeiten des EHCW im Defensivverhalten aus. Kurz darauf tauchte Steve Mason alleine vor EHCW-Goalie Remo Oehninger auf und bezwang diesen zum 2:0. Dabei zeigte sich wieder einmal, wie wichtig die Einsätze nach einem Tor sind. Da passierte sehr oft Vorentscheidendes, und so wars auch diesmal.

Mit zwei Toren im Rückstand wurde die Aufgabe des EHCW sehr schwer. Die Winterthurer wurden von den Lakers bis zu ihrem Doppelschlag mehr oder weniger permanent in die eigene Zone gedrängt. Das Umstellen auf eine offensivere Spielweise gelang nicht, obwohl Trainer Michel Zeiter sofort sein Time-out nahm. Rapperswil-Jona brachte den Zweitorevorsprung sicher über die Zeit.

Lakers stark verbessert

Der Sieg der St. Galler war gewiss verdient. Denn sie bestimmten das Spiel, unternahmen mehr als der EHCW und vor allem spielten sie viel solider als noch am Samstag. Von Nonchalance war überhaupt nichts mehr zu sehen. Grobe Schnitzer gab es keine mehr, die der EHCW hätte ausnutzen können. Die Winterthurer taten sich schwer, in der Offensive etwas zu kreieren. Meist war die Störarbeit der St. Galler effizient.

Hoch anzurechnen ist dem EHCW aber, dass er gegen diesen deutlich verbesserten Gegner sehr gut mithielt und lange praktisch gar nichts zuliess. Die Defensivleistung war ausgezeichnet. Wenn das durchgezogen werden kann, dann ist der EHCW in der Swiss League für jeden Gegner nur sehr schwer zu schlagen.

Um einen Match gegen ein Spitzenteam der Liga zu gewinnen, das die Sache auch ernst nimmt, muss man aber seine wenigen Chancen nützen. Das gelang dem EHCW nicht. Einem Tor nahe kam Verteidiger Marwin Leu im ersten Drittel, doch sein Schuss von der blauen Linie prallte von der Latte zurück. Genau gleich erging es im zweiten Abschnitt indes Corsin Casutt auf der anderen Seite. Danach hatte der EHCW nur noch eine sehr gute Möglichkeit, das 1:0 zu erzielen. Anton Ranov scheiterte in der 26. Minute aber alleine vor Lakers-Goalie Melvin Nyffeler.

Zagrapans Abwesenheit

Eine Chance wäre das Überzahlspiel gewesen. Doch da brachten die Winterthurer ausgesprochen wenig zustande. 13:26 Powerplay-Minuten hatten sie, doch Gefahr konnten sie vor Nyffeler praktisch nie heraufbeschwören. Das war schon am Samstag so gewesen. Im Powerplay insbesondere, aber auch sonst in der Offensive machte sich die Absenz Marek Zagrapans bemerkbar. Der Slowake hatte sich am Samstag gegen die Lakers verletzt und wurde gestern geschont

Trotz der Niederlage: Der EHCW hat erneut eine gute Leistung gezeigt. Daran müsste er am Samstag anknüpfen können. Dann kommt der HC Thurgau zum Derby in die Zielbau-Arena.

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