Kloten

EHC Kloten knorzt sich zum Sieg

Tim Grossniklaus erzielt nach 64:27 Minuten das 3:2 gegen La Chaux-de-Fonds im Powerplay.

Die Klotener, in den blauen Dresses vorne mit der Nummer 11 Verteidiger Fabian Ganz, der das zwischenzeitliche 2:2 erzielt hat, belagern das von Marco Mathis gehütete La Chaux-de-Fonds-Gehäuse.

Die Klotener, in den blauen Dresses vorne mit der Nummer 11 Verteidiger Fabian Ganz, der das zwischenzeitliche 2:2 erzielt hat, belagern das von Marco Mathis gehütete La Chaux-de-Fonds-Gehäuse. Bild: Leo Wyden

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Kloten konnte sich im Spiel gegen La Chaux-de-Fonds auf drei Sachen verlassen. In erster Linie auf Goalie Dominic Nyffeler, der seiner Mannschaft mit Paraden der Extraklasse überhaupt die Chance gab, diesen Match noch zu gewinnen. Zweitens war da – in Zusammenhang mit Nyffelers Taten – die grossartige Arbeit in Unterzahl. Zwei ganze Minuten hielten drei Klotener Feldspieler die fünf Gegner im ersten Drittel von einem Treffer ab. Und auch nachher gelang La Chaux-de-Fonds, das mit einem Powerplaytor nach nicht einmal drei Minuten in Führung gegangen war, in Überzahl nichts mehr. Auch nicht in der Verlängerung.

«Wir sind natürlich nicht super zufrieden. Jeder weiss, dass er viel besser spielen kann.»

Per Hanberg,?
Trainer des EHC-Kloten nach dem  Heimsieg nach Verlängerung gegen La Chaux-de-Fonds.

Und damit wären wir beim dritten Punkt angelangt: Klotens Verteidiger sorgten dafür, dass der EHC in diesem Match überhaupt noch Tore erzielte. In Sierre am Freitag hatte nur Grossniklaus getroffen, gestern blieben die Stürmer wieder ohne Réussite. Wieder mussten die Verteidiger aushelfen. In erster Linie Tim Grossniklaus. Er glich nach acht Minuten aus, und mit seinem Schuss von der blauen Linie sicherte er in der letzten Verlängerungsminute seinem Team doch noch zwei Punkte.

Der Berner hat seit der Nationalteampause in jedem der drei Matchs mindestens ein Tor erzielt, total schon vier. Der andere Defensivmann, der traf, war Fabian Ganz. Er glich via Pfosten in doppelter Überzahl zum 2:2 aus.

«Wir sind natürlich nicht super zufrieden», sagte Trainer Per Hanberg. «Jeder weiss, dass er viel besser spielen kann.» Jedes Team gehe während der Saison einmal durch eine solche Phase. «Darum sind wir auch froh, dass wir zwei Punkte holten.»

Diese Fehler

Er konnte das Unterzahlspiel loben, den grossen Einsatz, den jeder leistete, «an Willen fehlte es sicher nicht», meinte er. Nach dem Match in Sierre, der mit einem 1:2 ungut geendet hatte, habe man sich ein bisschen länger unterhalten. Hanberg denkt, dass die Mannschaft das 2:7 gegen Olten vor der Nationalteampause noch nicht ganz aus den Köpfen gebracht hat.

Im Sport könne es ganz schnell gehen mit dem Verlust des Selbstvertrauens. Fehler begingen ausser Nyffeler, der nicht nur mit seinen Paraden, sondern auch seiner Stocktechnik die Fans beeindruckte, fast alle. Die einen weniger gravierende, die anderen haarsträubende. Nicht nur wurden einfach Gegenspieler vergessen, die Ordnung in der eigenen Zone aufgegeben. Es passierte gar, dass mehrere Spieler den Gegnern die Pucks gleich direkt auf die Stöcke servierten. Da blieb manchem Zuschauer der Atem weg.

Die hatten sich vor allem im ersten Drittel darüber erhitzt, wie die Schiedsrichter Strafe um Strafe gegen Klotener aussprachen. Doch aus neutraler Sicht konnte man nichts gegen diese Entscheide einwenden. Am Ende waren dann wieder alle versöhnt, als Carbis wegen eines leichten Stockschlags gegen Dominic Forget in der Verlängerung eine Strafe kassierte.

Kurz vorher hatte sich Kloten in Unterzahl in der Overtime wehren müssen. Nachher im Powerplay machte das Team vieles besser als der Gegner. Robin Figren hatte mit einem Schuss an den Pfosten weiteres Stürmerpech. Grossniklaus brachte des Schweden Zuspiel dann ins Tor. Es war ein versöhnlicher Abschluss jenes Tages, den die Klotener Stimmbürger mit einem deutlichen Ja zur Abdeckung des Aussenfeldes perfekt begonnen hatten.

Erstellt: 17.11.2019, 22:07 Uhr

Telegramm

Kloten - La Chaux-de-Fonds n. V. 3:2 (1:1, 1:1, 0:0, 1:0)

Swiss Arena. 5114 Zuschauer. – SR: Erard, Staudenmann; Dreyfus/Pitton. – Tore: 3. Bogdanoff (Hasani; Ausschluss Back) 0:1. 8. Grossniklaus (Forget) 1:1. 25. Holdener (Bogdanoff) 1:2. 29. Ganz (Sturny, Füglister, Ausschlüsse Hasani, Wetzel) 2:2. 65. (64:27) Grossniklaus (Figren; Ausschluss Carbis) 3:2. – Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Kloten, 4-mal 2 Minuten gegen La Chaux-de-Fonds. – Kloten: Nyffeler; Steiner, Grossniklaus; Back, Stämpfli; Ganz, Janett; Truttmann, Faille, Füglister; Figren, Forget, Marchon; Knellwolf, Lemm, Sturny; Krakauskas, Sutter, Obrist. – La Chaux-de-Fonds: Mathis; Zubler, Jaquet; Kühni, Ahlström; Wollgast, Fontana; Barbero, Hofmann; Cameron, Hasani, Carbis; Holdener, Tanner, Bogdanoff; Schmidt, Augsburger, Karaffa; Grezet, Wetzel, Dubois. – Bemerkungen: Kloten ohne Kindschi, Kellenberger, Lehmann (verletzt), Harlacher (krank); La Chaux-de-Fonds ohne Coffman (gesperrt). 59:05 Timeout Kloten, 64. Pfostenschuss Figren.

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