Eishockey

EHCW gegen Visp ohne Blaser

Nach seinem Foul im Match gegen La Chaux-de-Fonds wird der Winterthurer Verteidiger Pascal Blaser für mindestens einen Match gesperrt.

EHCW-Verteidiger Pascal Blaser (hinten) dürfte für mehr als nur ein Spiel gesperrt werden.

EHCW-Verteidiger Pascal Blaser (hinten) dürfte für mehr als nur ein Spiel gesperrt werden. Bild: Marcel Bieri

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Es war keine schöne Szene: In der 52. Minute des Spiels gegen La Chaux-de-Fonds am Dienstag waren der Winterthurer Pascal Blaser und Daniel Carbis neben dem Tor von Tim Guggisberg aneinander geraten. Carbis drückte Blaser beim Wegfahren den Stock in den Rücken, was nicht geahndet wurde, der EHCW-Verteidiger drehte sich um, nahm seinen eigenen Stock hoch und traf den Chaux-de-Fonnier mit voller Absicht am Kopf. Nun hat die Liga reagiert: Gegen Blaser wurde ein Verfahren eröffnet und er wurde vorsorglich für das Heimspiel vom Freitagabend gegen Visp gesperrt.

«Ich hätte ihn gegen Visp ohnehin nicht spielen lassen.»EHCW-Trainer Michel Zeiter

Michel Zeiter geht davon aus, dass Blaser angesichts der Schwere des Vergehens zwei bis vier Spiele gesperrt sein wird. «Ich hätte ihn gegen Visp ohnehin nicht spielen lassen», erklärte der EHCW-Trainer. Denn der Ärger über Blasers Foul war auch deshalb gross, weil es den Winterthurern wahrscheinlich den Sieg gekostet hat. Denn zu diesem Zeitpunkt führten sie 3:2, in der folgenden, fünfminütigen Überzahl erzielte La Chaux-de-Fonds die entscheidenden zwei Tore. Bis zum Schluss diszipliniert zu bleiben wird also ein Thema sein in der Vorbereitung des Spiels gegen Visp. Zumal den Winterthurern am Dienstag nicht zum ersten Mal unnötige Strafen zum Verhängnis geworden sind. Disziplin ist ja auch eine Qualität, die gute Mannschaften auszeichnet.

Ein Schritt nach vorne

Sieht man vom unguten Ende ab, war der Match gegen La Chaux-de-Fonds für den EHCW ein Schritt in die richtige Richtung. Endlich ist es wieder mal gelungen, sich auch gegen eine gute Mannschaft eine Chance auf den Sieg zu erarbeiten. Trainer Zeiter lobte vor allem zwei Dinge: Wie energisch die Flügel Backchecking betrieben und wie gut die Mannschaft die Mitte kontrollierte. Nur ganz selten konnte sich La Chaux-de-Fonds entfalten oder gar Konter fahren. Wenn fünf gegen fünf Feldspieler auf dem Eis waren, lautete das Torverhältnis 2:1 für den EHCW, das Schussverhältnis war mit 18:22 vor allem wegen Blasers langer Strafe negativ. Es zeigt, dass trotzdem sehr wenig zugelassen wurde.

Eingespieltes Visp

Am Freitag aber kommt mit Visp ein Gegner anderen Zuschnitts nach Winterthur. Während man bei La Chaux-de-Fonds trotz vieler guter Einzelspieler stets den Eindruck hatte, das Team habe seinen Stil unter dem neuen Trainer Mikael Kvarnström noch nicht gefunden, ist Visp einen Schritt weiter. Die im dritten Jahr von Matti Alatalo geführten Walliser sind in der Breite weniger stark besetzt als die Jurassier, aber sie haben mit Tomas Dolana (6 Tore/23 Assists), Mark van Guilder (16/11) und Troy Josephs (9/15) gleich drei Spieler in den Top-ten der Skorerliste. Der beste EHCW-Spieler übrigens ist Riley Brace (12/11) als Zwölfter. Die Klasse der Visper Toplinie bekam der EHCW beim 2:9 Anfang Oktober im Wallis zu spüren: Sieben der neun Treffer gingen auf ihr Konto, vier davon erzielte alleine Josephs.

Zeiter glaubt noch aus einem anderen Grund, dass von Visp einiges kommen wird: «Beim 1:3 am Mittwoch in Olten haben sie nicht gut gespielt. Sie werden eine Reaktion zeigen müssen.» Es war eine der seit Anfang Oktober selten gewordenen Niederlagen der Walliser. Man darf also darauf gespannt sein, ob der EHCW gegen dieses Team wie am Dienstag in die Nähe eines Sieges kommt.

Erstellt: 14.11.2019, 14:02 Uhr

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EHCW - EHC Visp. Zielbau Arena, Freitag, 20 Uhr

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