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EHCW zähmt Ticino Rockets mit Glück

Mit einem 4:2-Sieg in Biasca gegen die Ticino Rockets gewinnt der EHC Winterthur zum zweiten Mal in Folge, bleibt aber unter dem Playoff-Strich.

Anthony Staiger (vorne) verlängerte seinen Vertrag und schoss sein neuntes Saisontor.
Anthony Staiger (vorne) verlängerte seinen Vertrag und schoss sein neuntes Saisontor.
Heinz Diener

Oft hat der EHCW in den letzten Wochen das Glück nicht auf seiner Seite gehabt. Gestern schon. Die Ticino Rockets trafen dreimal Pfosten und Latte, die Winterthurer waren effizienter. «Meine Mannschaft hat alles gegeben und einen für uns sehr wichtigen Sieg realisiert», sagte Trainer Michel Zeiter dazu. Tatsache wurde er erst, als Tim Wieser neun Sekunden vor Schluss mit dem «Empty-netter» zum 4:2 traf.

Der EHCW hatte mit den Tessinern seine liebe Mühe. Diesen mangelt es zwar an Qualität und Stabilität im Spiel, sie begehen zahlreiche Fehler. Aber sie kompensieren das mit unbändigem, zuweilen wildem Einsatz. Die Gefahr, schon früh in Rückstand zu geraten, drohte den Winterthurern diesmal aber nicht. Sie hatten durch Jan Lee Hartmann und Luca Homberger die ersten grossen Chancen des Spiels, und sie gingen in der 12. Minute richtigerweise 1:0 in Führung. Es war Reto Kobach, der im Powerplay von der blauen Linie abzog und flach traf.

Nicht immer konsequent

Das Team Michel Zeiters hatte die Partie danach im Griff. Trotzdem konnte Biasca ausgleichen. Loïc Vedova wurde von den Winterthurern zu wenig konsequent angegriffen und konnte zu einem grossen Solo ansetzen. So war der EHCW selber schuld, dass er nicht schon nach dem ersten Drittel führte.

Dass er das nach 40 Minuten tat, war wiederum eher glücklich. Denn aufseiten Biascas traf erst Zaccheo Dotti den Pfosten, dann Stefano Spinedi die Latte. Danach hätten die Tessiner die Führung in einer längeren Phase in Überzahl realisieren müssen. Fast zwei Minuten lang hatte der vom Schiedsrichter nicht gerade bevorteilte EHCW zwei Mann weniger auf dem Eis. Doch das Boxplay war wie schon am Sonntag gegen Zug stark, in doppelter Unterzahl vor allem von Reto Kobach, Patrick Blatter und Anthony Staiger.

Dann entschied die Partie Kevin Bozon in der 31. Minute mit dem 2:1, Staiger in der 39. Minute mit dem 3:1. Beide Tore wurden erst nach Konsultation des Videos gegeben. Auch das zeigt, dass der EHCW gestern die Fortüne auf seiner Seite hatte. Dazu passte, dass Staigers 3:1 eigentlich ein Eigentor von Biasca-Goalie Connor Hughes war. Atanasio Molina erzielte kurz vor Drittels­ende einen vierten Treffer, doch der wurde aberkannt, weil der Winterthurer Hughes an der Maske traf. Diese fiel aufs Eis, der Puck ins Tor.

Mit einer Dreitoreführung wäre der EHCW wohl zu gut bedient gewesen. Belohnt wurde er aber dafür, dass er die schwierige Boxplayphase überstand und davon schliesslich profitierte. Denn erst da schienen die Winterthurer richtig wach zu werden. Sie brachten den Vorsprung zwar nicht so souverän über die Zeit wie gegen Zug. Biasca kam zehn Minuten vor Schluss durch Giona Bionda auf 2:3 heran. «Aber wir haben einen Weg zum Sieg gefunden», lobte Zeiter. «Es war schwierig, aber dafür sind wir hergekommen.»

Wie schon vor vier Wochen hat der EHCW mit der EVZ Academy und Biasca hintereinander zwei Farmteams geschlagen. Das reichte nicht für den Sprung über den Strich, weil der HC La Chaux-de-Fonds gegen die EVZ in einer verrückten Schlussphase nach einer 4:0-Führung noch 4:6 verlor.

Staiger verlängert

Schon vor der Partie in Biasca konnte Sportchef Zeiter eine weitere Vertragsverlängerung vermelden: Anthony Staiger, der gestern bereits sein neuntes Saisontor erzielte, spielt auch in der kommenden Saison für den EHCW.

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