Eishockey

Ein Lebenszeichen des EHCW

Der EHC Winterthur hat in Olten gegen einen hohen Favoriten zwar 2:5 verloren – aber einen 0:2 Rückstand aufgeholt und insgesamt einen besseren Eindruck hinterlassen als zuletzt.

EHCW-Golie Remo Oehninger zeigte viele Paraden,wurde hier  aber von Jewgeni Schirjajew (ganz rechts) zum 2:0 bezwungen.

EHCW-Golie Remo Oehninger zeigte viele Paraden,wurde hier aber von Jewgeni Schirjajew (ganz rechts) zum 2:0 bezwungen. Bild: Marc Schumacher/freshfocus

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Am Ende kams so heraus, wie man es erwarten musste: Cédric Schneuwly entschied die Partie vor knapp 3000 Zuschauern im Oltener Kleinholz 68 Sekunden vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor zum 5:2 für das Heimteam. Man kann zwar nicht sagen, der EHCW sei nahe dran gewesen, der Partie noch eine andere Richtung zu geben. Es gelang den Winterthurern im letzten Drittel nicht mehr, die Oltener in Bedrängnis zu bringen. Nach einem Fehlstart – wie schon in Zug lag das Team Michel Zeiters früh 0:2-in Rückstand – fand der EHCW aber doch zu einer Leistung, die auf das Heimspiel vom Sonntag (16 Uhr) gegen Visp hoffen lässt. Der Trainer war indes nicht zufrieden: «Wir waren wieder einmal zu naiv. Nach dem Ausgleich zum 2:2 brachten wir Olten zurück ins Spiel, weil wir nicht clever genug waren», ärgerte sich Zeiter.Zuerst ist aber vom Start zu sprechen: Da war gut zu sehen, dass sich zwei Teams gegenüber standen, denen es im Moment nicht läuft. Sowohl Olten als auch der EHCW hatten die vorangegangenen drei Spiele verloren. Es fehlte die klare Linie und das Zwingende auf beiden Seiten. Mit dem Unterschied, dass Olten gegen die allzu passiven Winterthurer trotzdem zwei Tore schoss. Das 1:0 von Silvan Wyss fiel in der 2. Minute, als der EHCW am Wechseln war, nicht zum ersten Mal in dieser Saison zur Unzeit. Dann liess man Jewgeni Schirjajew gewähren, der mühelos das 2:0 erzielte. Einen höheren Rückstand verhinderte Remo Oehninger – und ein Stück weit auch Olten selber, dem die Konsequenz abging.

Ausgleich in 80 Sekunden

Das wurde im zweiten Drittel bestraft. Innert 80 Sekunden glich der EHCW mit zwei schnellen Kontern aus. Erst traf der mitgelaufene Verteidiger Atanasio Molina, nachdem Mario Lamoureux noch an Oltens Goalie Matthias Mischler gescheitert war. Dann gelang Adrian Wetli das 2:2, der von Michael Roos mit einem «Traumpass» diagonal durch die ganze Mittelzone auf die Reise geschickt worden war.

Olten reagierte allerdings heftig. Dass die Partie nur wenige Minuten nach dem 2:2 doch auf die Seite der aufstiegswilligen Solothurner kippte, mussten die Winterthurer jedoch ein Stück weit auch auf die eigene Kappe nehmen. Marek Zagrapan ermöglichte dem Heimteam mit einem unnötigen Stockschlag eine doppelte Überzahl. Anthony Staiger konnte das Eis gerade wieder betreten, als das 3:2 durch Oltens neuen Kanadier Brian Ihnacak fiel. Und beim 4:2 drei Minuten später schloss Ueli Huber einen Konter erfolgreich ab, «weil wir mit zwei Mann hinter der gegnerischen Grundlinie waren. Dennoch: Im zweiten Drittel zeigten die Winterthurer den Biss, mit dem sie auch anderen Gegnern Probleme bereiten können. Unverdient war der Vorsprung Oltens trotzdem nicht, denn es steigerte sich im zweiten Drittel, insbesondere nach dem 2:2 deutlich. Schirjajew hatte in dieser Phase mit einem Pfostenschuss Pech.

Auch der EHCW hatte seine Möglichkeiten. So tauchte Zagrapan zweimal alleine vor Mischler auf, verfehlte aber das Tor. Ins Zittern kam Olten auch deshalb nicht, weil der EHCW im Powerplay zu harmlos war. Zwar gelang es ab und zu, die Formation in der gegnerischen Zone aufzubauen. Die gefährlichen Abschlüsse aber blieben aus, vor allem in der Phase am Ende des zweiten und zu Beginn des letzten Abschnitts, als die Winterthurer vier Minuten hintereinander mit einem Mann mehr angreifen konnten. Das war dann gleichzeitig auch die letzte Gelegenheit, das Spiel nochmals spannend zu machen.

Saisonende für Bozon

Der EHCW konnte gestern nur mit elf Stürmern antreten. Es fehlten der erkrankte Patrick Zahner und Kevin Bozon. Der 22-jährige Franzose zog sich im Training einen Muskelriss an der Bauchwand zu und muss mindestens sechs Wochen aussetzen - was das Saisonende bedeutet.

(Der Landbote)

Erstellt: 12.01.2018, 22:39 Uhr

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