SWISS LEAGUE

Ein ungefährdeter Sieg

Kloten hat sich der Spitze der Swiss League weiter angenähert. Nach dem 7:2 (3:0, 4:1, 0:1) gegen die GCK Lions liegt Platz 1 nur noch zwei Punkte entfernt. Und ein neuer Finne kommt.

Nach noch nicht einmal fünf Minuten durfte der EHC Kloten Simon Kindschis Treffer zum 2:0 bejubeln.

Nach noch nicht einmal fünf Minuten durfte der EHC Kloten Simon Kindschis Treffer zum 2:0 bejubeln. Bild: Urs Brunner

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5:2, 4:2 und 3:1 – die ersten drei Siege in dieser Saison gegen die GCK Lions hatte sich Kloten erarbeiten und erdulden müssen. Im letzten Match der Qualifikation aber stand es schon nach 25 Minuten 5:0, die Sache war erledigt. «Ich hatte ein anderes Spiel erwartet», sagte Trainer André Rötheli, «diese Mannschaft ist sonst läuferisch stärker.» Sie war es vielleicht auch nicht, weil sein Team die Aufgabe von Beginn weg mit der nötigen Konzentration in Angriff nahm, nicht so nachlässig begann wie noch am Mittwoch gegen Winterthur.Julian Mettler und Simon Kindschi mit ihren je zweiten Saisontoren sorgten schon nach fünf Minuten für eine 2:0-Führung, Lemm schoss das 3:0 nach exakt 12 Minuten. Zwei Treffer in der 25. Minute machten alles klar, das 5:0 wurde erst nach Videostudium gegeben. Das, was zuerst wie ein Lattenschuss Kindschis ausgesehen hatte, war ein eindeutiges Goal, der Puck war in der hohen Ecke ins Gehäuse, aber durch eine Masche im Netz wieder ins Spielfeld geflogen.

Mit Simon Knak und Frantisek Rehak erhielten gestern zwei Nachwuchsstürmer die Chance, sich zu zeigen. Knak, der in zwei Wochen erst 17 Jahre alt wird, leistete die Vorarbeit zu einem Tor, der 19-jährige Rehak zeigte ebenfalls gute Sachen.

Dass Joren van Pottelberghe wieder tadellos hielt, war Zeugnis dafür, dass die Leistung vom Mittwoch gegen Winterthur nur ein Betriebsunfall gewesen war. Etwas über 86 Prozent nur hatte seine Abwehrquote in jenem Match betragen. Gestern war sie wieder normal. Und das heisst nichts anderes als sehr gut.

Besseres Powerplay nötig

Wenn es etwas zu kritisieren gab am Klotener Auftritt, war es das kurze Nachlassen im zweiten Drittel. Und das Spiel in Überzahl. Da lief viel zu wenig zusammen. In dieser Disziplin hatten die GCK Lions sogar einen Vorteil: Sie schossen ihr zweites Tor in Überzahl.

Die GCK Lions, bei denen Claudio Micheli zum ersten Mal als Assistenztrainer amtete, wechselten gleich zweimal ihren Goalie. Guntern ging nach 13 Minuten und dem 3:0 Klotens, Zürrer machte nach dem siebten Klotener Treffer und einem Time-out wieder Guntern Platz. Die GCK Lions liegen nur zwei Punkte hinter einem Playoff-Rang. Dass sie aber unbedingt unter die ersten acht Teams kommen wollen, zeigten sie gestern in keiner Phase der Partie.

Tukonen, der neue Finne

Klotens Sportchef Felix Hollenstein kann das Playoff planen, und er hat einen neuen Ausländer bis Ende Saison engagiert. Bereits morgen trifft der Finne Lauri Tukonen in Kloten ein, am Sonntag in Pruntrut gegen Ajoie gehört er schon zum Team, denn Ryan MacMurchy fehlt weiterhin wegen einer Hirnerschütterung. Bis am 15. Januar war Tukonen für einen Monat in Schweden beim Topteam Växjö Lakers engagiert (8 Spiele, 3 Punkte), vorher bei Ässät Pori in Finnland. Der 32-jährige Flügel kommt auch mit den Empfehlungen des früheren Kloteners Kimmo Rintanen. Mit 1,88 m und 90 kg bringt er beeindruckende Masse mit, er ist ein hervorragender Skorer. Was ihn, der 2004 von den Los Angeles Kings in der ersten Runde gedraftet worden ist, an einer grossen Karriere hinderte: Er wurde immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. An der U-18-WM 2004 gewann Tukonen die Skorerwertung, an der U-20-WM 2006 wurde er ins All-Star-Team gewählt. In Finnland wurde er mit Lukko Rauma 2011 und 2014 Meisterschaftsdritter. In 193 AHL-Partien für Manchester erzielte er 103 Punkte, in 375 Matches der finnischen Liga kam er auf 213 Zähler.

Weitere Vertragsnews: Simon Kindschi, der aktuell mit einer B-Lizenz (SCL Tigers) in Kloten immer wieder aushilft, unterschrieb für die nächsten zwei Saisons definitiv. Und Fabian Sutter, der aktuelle Topskorer des EHC, wird auch im nächsten Jahr für Kloten spielen. Er wird im Sommer zwar 37, aber er ist bestens in Form, ein Leader auf und neben dem Eis.

(Der Landbote)

Erstellt: 18.01.2019, 23:27 Uhr

Telegramm

EHC Kloten - GCK Lions 7:2

(3:0, 4.1, 1:0). - Swiss-Arena. – 4462 Zuschauer. – SR Oggier, Fluri; Wermeille/Rebetez. – Tore: 3. Mettler (Kellenberger) 1:0. 5. Kindschi (Knellwolf) 2:0. 13. (12:00) Lemm (Knak) 3:0. 25. (24:15) Monnet (Combs) 4:0. 25. (24:46) Kindschi 5:0. 26. Lazarevs (Sigrist) 5:1. 37. (36:06) Steiner (Marchon, Monnet) 6:1. 37. (36:31) Wetli (Sutter, Füglister) 7:1. 53. Brüschweiler (Puide, Sigrist; Ausschluss Knellwolf) 7:2. – Strafen: 4x2 gegen Kloten, 3x2 gegen GCK Lions. – Kloten: Van Pottelberghe; Kellenberger, Back; Ganz, Nicholas Steiner; Harlacher, Kindschi; Bircher; Wetli, Fabian Sutter, Füglister; Marchon, Monnet, Combs; Knellwolf, Lemm, Knak; Weber, Mettler, Krakauskas; Rehak. – GCK Lions: Guntern (13. bis 37. Zürrer); Büsser, Burger; Peter, Geiger; Andersson, Braun; Sidler; Hayes, Kaj Suter, Berni; Brüschweiler, Sigrist, Lazarevs; Puide, Mathew, Hinterkircher; Meier, Marco Suter, Hardmeier. – Bemerkungen: Kloten ohne Obrist, MacMurchy (verletzt), Seydoux (krank), Lehmann, Adrian und Yannick Brunner, Oliver Steiner (überzählig); GCK ohne Backman (ZSC), Riedi, Chiquet, Ullmann (verletzt). – Timeout GCK 36:31 (7:1).

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