Eishockey

Höchste Zeit für einen Sieg des EHCW

Der EHCW empfängt heute Biasca und am Samstag die EVZ Academy, die einzigen Teams, die hinter ihm liegen. Punktet er nicht, entschwindet nicht nur das Playoff. Es droht dann auch der Abstiegskampf.

EHCW-Stammgoalie Tim Guggisberg hat sich gegen Ajoie nur leicht verletzt.

EHCW-Stammgoalie Tim Guggisberg hat sich gegen Ajoie nur leicht verletzt. Bild: zVg

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Die Lage am Playoff-Strich der Swiss League ist diese: Die GCK Lions haben sich mit klaren Siegen gegen die EVZ Academy (5:1) und Biasca (9:3) in den letzten beiden Spielen wieder darüber aur Rang gehievt. Die Küsnachter haben damit Sierre überholt, das sich vorher mit einer höchst erstaunlichen Siegesserie gegen Langenthal (4:2), La Chaux-de-Fonds (4:3 nach Verlängerung), die EVZ Academy (8:2) und gar Kloten (2:1) wieder ins Gespräch gebracht hat.

Der Aufsteiger hat in den letzten Wochen also gleich drei Teams aus den Top 7 bezwungen – ein Unterfangen, das dem EHCW seit dem 3:0-Erfolg in der 3. Runde gegen Thurgau nicht mehr gelungen ist. Auch deshalb liegen die Winterthurer acht Punkte hinter den GCK Lions und sechs hinter Sierre. Und deshalb gilt: Heute gegen Biasca und am Samstag gegen die EVZ Academy – beide kommen nach Winterthur – da müssen einfach Punkte her für den EHCW. Sonst wirds im Kampf um die Playoff-Teilnahme sehr schwierig.

 «Gegen Ajoie waren wir wirklich nicht gut, vor allem, was Lauf- und Kampfbereitschaft betrifft.» EHCW-Trainer Michel Zeiter

Denn Biasca und das Farmteam des EV Zug sind die einzigen zwei Teams, die hinter dem EHCW liegen. Und nun, da fast die Hälfte der Qualifikation gespielt ist, darf man auch mal wieder darauf hinweisen: Es kann diese Saison einen Absteiger aus der Swiss League geben. Nach der Regular Season wird eine Platzierungsrunde gespielt, in die alle Punkte mitgenommen werden, und danach eine Ligaqualifikation gegen den Sieger oder den Finalisten der Mysports League. Von dort wollen zumindest Leader Martigny und Basel aufsteigen. Auf derlei Spannung zum Saisonende verzichtet man in Winterthur gerne. Auch dabei würden Siege gegen Biasca und die EVZ Academy helfen. Die Innerschweizer lauern einen Punkt hinter dem EHCW, die Tessiner haben nur fünf Zähler Rückstand.

Entwarnung bei Guggisberg

Immerhin ist der EHCW vor wichtigen Spielen gegen direkte Konkurrenten mit dem auf ihm lastenden Druck bisher recht gut umgegangen. Vier von sieben solchen Partien hat er gewonnen, nur zweimal hat er schlecht gespielt: Bei den Niederlagen in Küsnacht (4:7) und zuhause gegen die Academy (3:6). Das ist fast zwei Monate her.

Trotzdem ist es gut zu wissen, dass sich Zeiter nicht nach einem neuen Torhüter umsehen muss. Stammgoalie Tim Guggisberg war gegen Ajoie ja schon früh für seinen Backup Justin Gianola eingewechselt worden, konnte wegen einer Verletzung aber nach dem ersten Drittel nicht mehr weitermachen. Der EHCW wechselte den Goalie ein zweites Mal. «Es ist keine schwere Verletzung», beruhigte Zeiter nach genaueren Abklärungen am Montag. Ob Guggisberg gegen Biasca aber schon wieder einsatzfähig ist, war gestern noch nicht klar.

Blaser wieder spielberechtigt

Und falls Gianola im Tor steht: Der 20-Jährige hat zu Beginn des Spiels gegen Ajoie nicht gut ausgesehen. Aber er gab vor knapp einem Monat ein starkes Debüt in der Startaufstellung des EHCW. In jenem Match gegen die GCK Lions standen die Winterthurer unter ähnlichem Druck wie jetzt auch. Sie lieferten eine der besten Leistungen der Saison ab, und Gianola war ein sicherer Rückhalt. Von der Personalsituation her steht Zeiter auch Pascal Blaser wieder zur Verfügung. Der Verteidiger war von der Liga nach seinem Foul an Daniel Carbis von La Chaux-de-Fonds für zwei Spiele gesperrt worden. Die hat er jetzt zwar abgesessen, «aber ich bin mir noch nicht sicher, ob ich ihn auch spielen lasse», sagte Zeiter.

Denn gefragt ist in den kommenden Spielen auch die Disziplin, die der EHCW damals gegen La Chaux-de-Fonds nicht hatte, seither aber schon. Für Zeiter wars trotzdem nicht einfach, nach der 1:7-Niederlage in Pruntrut vom Sonntag die richtige Ansprache an sein Team zu finden: «Gegen Ajoie waren wir wirklich nicht gut, vor allem, was Lauf- und Kampfbereitschaft betrifft. Zuviele Dinge haben mir gar nicht gefallen.» Gleichzeitig musste der Trainer seine Mannschaft nach so einer hohen Niederlage wieder aufbauen, nicht zum ersten Mal, wie man weiss. Aber es ist auch schon gelungen: Auf ein 2:9 in Visp und ein 1:7 im ersten Match gegen Ajoie folgte der 4:3-Auswärtssieg gegen Biasca, und auf das 0:8 bei Thurgau zwei Tage später ein 5:1-Erfolg über Sierre – der im Rückblick hoch bewertet werden muss. Denn danach startete Sierre seine Serie.

Erstellt: 18.11.2019, 22:04 Uhr

Swiss League

EHCW - Biasca. Dienstag, 20 Uhr, Zielbau Arena.

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