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Ein bisschen Glück durfte auch mal sein

Einen Tag nach dem definitiven Playoff-Out holte der EHC Kloten seine ­ersten wichtigen Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

EHC-Kloten-Stürmer Patrick Obrist (links) freut sich über den Ausgleichstreffer seines Kollegen zum 2:2 während dem Meisterschaftsspiel zwischen Kloten und Biel. Kurz später erzielte Obrist den Siegtreffer dieser Begegnung.
EHC-Kloten-Stürmer Patrick Obrist (links) freut sich über den Ausgleichstreffer seines Kollegen zum 2:2 während dem Meisterschaftsspiel zwischen Kloten und Biel. Kurz später erzielte Obrist den Siegtreffer dieser Begegnung.

Wen hätte es noch gewundert, wenn dieser letzte Schuss der Bieler, als alles schon überstanden schien, doch noch den Weg an Martin Gerber vorbeigefunden hätte. So oft in dieser Saison schon haben die Klotener in letzter Minute oder Sekunde Punkte vergeben. Und dann verpasste es am Samstagabend, als gegen den EHC Biel alles gut aussah, die Linie um Drew Shore, rechtzeitig zu wechseln. Sie kreiste und kreiste in der Bieler Zone, es wäre genügend Gelegenheit gewesen, anderen Spielern Platz zu machen. Dann aber verloren sie den Puck und mussten ausser Atem in der eigenen Zone der Scheibe hinterherhecheln.

Doch das Glück blieb für einmal auf der Klotener Seite. Das Resultat von 3:2 blieb bestehen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich der EHC Biel am Vorabend die definitive Playoff-Qualifikation gesichert hatte. Da war bei den Seeländern eine gewisse Genugtuung zu spüren. Und es pausierte mit Jonas Hiller die Nummer 1 im Tor. So wurde der Samstagabend wenigstens doch noch zu einem für Kloten. Weil sich der EHC gegen die Bieler zurückarbeitete, ein 0:1 und 1:2 korrigieren konnte. Und weil dann im letzten Drittel der österreichische Internationale Patrick Obrist ein Zu­spiel von Matthias Bieber direkt zum 3:2 verwandelte.

Die «Serie»

Kloten holte sich, einen Tag nach dem definitiven Out im Kampf um einen Playoff-Platz, die ersten wichtigen Punkte im Fight gegen den Abstieg. Die Zürcher waren am Samstag das einzige der vier letzten Teams, das gewann. Fribourg unterlag Zug 1:4, Ambri dem HC Lugano 0:5 und Langnau dem SCB 2:4. Der Abstand auf den elften Platz beträgt nun wieder neun Punkte.

Mit diesem erdauerten Erfolg über die Seeländer legten die Klotener eine «Serie» hin. Eine der Art und Weise, die exakt erklärt, wie das Abrutschen aus den Playoff-Rängen möglich wurde. Aus drei Partien in Folge holten sie zwei Siege. Das 4:3 nach Penaltys in Davos (dem das 2:3 in Bern folgte) und das 3:2 gegen Biel. Das war ihnen zuletzt Ende Oktober gelungen, als sie aus den Spielen gegen Genf (4:1), Ambri (6:1) und dem ZSC (2:3) zwei von drei für sich entschieden hatten. Seit dann waren Erfolge eine Rarität. Und Heimsiege (den Halbfinal und den Final im Cup weggelassen) ebenfalls. Am 7. Januar hatte Kloten mit dem 3:1 über die ZSC Lions den bis am Samstag einzigen Erfolg des Jahres im eigenen Stadion erreicht.

Er war einer, der erdauert werden musste. Coach Pekka Tirk­konen nahm das wohl früheste Time­out seiner Karriere, schon nach 98 Sekunden wies er sein Team darauf hin, ja nicht aus dem System zu fallen. Da führte Biel schon 1:0. Grassis elftes Saisontor brachte das 1:1, Luca Cuntis Atemnot das 1:2. Der Center wurde vor der Partie für den 300. NLA-Match geehrt, aber er war offensichtlich nicht bei Kräften. Nach drei Einsätzen und dem Gegen- tor verschwand er in der Kabine. Romano Lemm übernahm seine Rolle, er spielte sie wieder gut.

«Wir haben die Anzahl Strafen wenigstens reduzieren können», sah Tirkkonen eine Entwicklung in seinem Team, das ein bisschen sauberer arbeitete. Und zum Glück für Kloten zeigten sich erneut Spieler, mit denen nicht unbedingt gerechnet werden konnte. Lukas Frick erzielte zum 2:2 seinen zweiten Saisontreffer, Patrick Obrist war einer, der mit der Arbeit vor dem Bieler Tor diesen Treffer mit ermöglichte. Noch immer passte vieles nicht, aber für einmal reichte das. Am Freitag folgt das wichtige Rendezvous gegen Ambri.

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