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Klotens grossartiges Mitteldrittel in Küsnacht

Der EHC holt in der Playoff-Viertelfinalserie gegen die GCK Lions mit einem 6:1 den dritten Sieg.

Der kuriose Führungstreffer: Klotens Stürmer Ramon Knellwolf (Mitte) bezwingt GCK-Lions-Goalie Wolfgang Zürrer zum 1:0.
Der kuriose Führungstreffer: Klotens Stürmer Ramon Knellwolf (Mitte) bezwingt GCK-Lions-Goalie Wolfgang Zürrer zum 1:0.
André Springer

Kann der EHC Kloten die Sache durchziehen? Wenn die Antwort auf diese Frage ein eindeutiges Ja ist, dann wird die Viertelfinalserie am Freitag in der Swiss-Arena zu Ende gehen. Was immer auch passiert: Kloten hat auf jeden Fall seit Mittwochabend drei Siege auf dem Konto, die GCK Lions verloren nach ihrem Auftakterfolg in Kloten ihre beiden Heimspiele und auch am Sonntag den Match in Kloten, der nach 30 Sekunden in der Verlängerung endete.

Die Swiss-League-Qualifikationssieger haben in einem Spiel, das gar nicht nach ihrem Geschmack begann, die Vorteile mit einer eindrücklichen Demonstration noch mehr auf ihre Seite gebracht. Mit dem dritten Sieg in Folge und einem Mitteldrittel, das es in sich hatte.

Vier Tore in vier Minuten

Mit dem 1:1 nach 20 Minuten waren die Klotener eigentlich noch gut bedient. 15 Schüsse hatten sie auf ihr Tor zugelassen. «Wir waren angespannt, vielleicht ein bisschen über eine gute Nervosität hinaus. Und das hat den einen oder andern blockiert», sagte Trainer Per Hanberg. Mehrmals unterlief seinem Team genau das, was es hatte vermeiden wollen: Konter gegen sich. Einer davon brachte nur 29 Sekunden nach Knellwolfs Führungstor den Ausgleich. Andere waren «nur» gefährlich. Sie hätten in der ersten Pause dann einiges besprochen, sagte Hanberg. Und nachher folgte fast schon eine Demonstration. Seine Mannschaft übernahm das Kommando. Nicht einfach ein bisschen, sondern entschlossen.

Bild: André Springer
Bild: André Springer

Die erste Strafe des Abends nützte Klotens beste Linie in bewährter Manier: Robin Figren schoss, der GCK-Goalie Wolfgang Zürrer versuchte sich zu verschieben – aber der Schuss landete in der weiten Ecke. 39 Sekunden später erhöhte Dominic Forget auf 3:1 – es war Zeit für das Timeout der GCK Lions. 172 Sekunden später schoss Patrick Obrist das 4:1, noch einmal 52 Sekunden später traf Forget zum zweiten Mal an diesem Abend. Er erhielt am Ende der Partie ein Stück Käse als bester Klotener Spieler – und Goalie Wolfgang Zürrer durfte nach knapp 30 Minuten vom Eis. Robin Zumbühl übernahm. Geschlagen wurde der Ersatzmann erst in der zweitletzten Minute, als Lehmann bei vier gegen vier Feldspieler entwischte – exakt so, wie man es von aussen hatte voraussehen können. Der junge Flügel, der einen NLA-Vertrag bei den Lakers in der Tasche hat, zeigt in jedem Match seinen Wert.

Der Trainer ist zufrieden

«Aber es war ein Effort von allen Linien», lobte Per Hanberg. «Alle Linien haben defensiv sehr diszipliniert gespielt.» Wie sein Team den Gegner kontrolliert hat, wie es die GCK Lions vom eigenen Tor weggehalten hat, das hat dem Klotener Chefcoach gefallen. «Und dann erzielten wir einige wirklich schönen Tore». Nicht nur das Powerplaygoal, sondern auch jenes von Obrist oder das zweite von Forget, dem ein gewonnener Zweikampf von Marc Marchon vorausging. «Es war ein bisschen so, wie wenn der grosse Bruder dem kleinen zeigt, dass es jetzt genug ist», suchte Hanberg nach einem Vergleich.

Bild: André Springer
Bild: André Springer

Die Klotener Fans hatten sich für den Auftritt in Küsnacht einmal mehr etwas Spezielles einfallen lassen. Jeder, der in ihrer Kurve war, erhielt eine «Startnummer» überreicht. Die 34 darauf stand nicht für Verteidiger René Back, sondern für das Gründungsjahr des Vereins (1934). «Bi allem debi, was jetzt no chunnt» war an der Bande in grossen Lettern zu lesen. Ihr Team spielte gestern so gut, dass immerhin die Chancen auf den ersten Gewinn einer Playoffserie seit 2014 gross sind.

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